Gelegentliches Sodbrennen kennt fast jeder, etwa nach einer üppigen Mahlzeit. Wenn der Säuregeschmack im Mund aber regelmäßig zu spüren ist, kann das ein Warnzeichen für eine gefährliche Veränderung der Speiseröhre sein.
Sodbrennen entsteht, wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Die Folge ist eine Schleimhautreizung der Speiseröhre, denn die ist nicht gegen Säure geschützt.
Die Zahl der säurebedingten Speiseröhrenerkrankungen ist seit den 80er Jahren stark gestiegen. Etwa 8 Millionen Menschen leiden in Deutschland regelmäßig an Sodbrennen. Tritt es gelegentlich auf, kann es eine Befindlichkeitsstörung sein. Spüren Sie es regelmäßig, sollten Sie zum Arzt gehen. Denn durch eine chronische entzündete Schleimhaut kann zum Beispiel Speiseröhrenkrebs entstehen. Der Arzt untersucht Sie eingehend und sucht nach der Ursache für das Sodbrennen. Anschließend wird er die passende Therapie mit Ihnen vereinbaren. Eine Behandlung mit säurehemmenden Mitteln bindet, vermindert oder hemmt die Magensäure. Eventuell entscheidet der Arzt sich auch zu einer Spiegelung der Speiseröhre und des Magens mit Entnahme einer Gewebeprobe.
Häufig ist für Sodbrennen ein schlaffer Ringmuskel zwischen Speiseröhre und Magen verantwortlich. Ist der Muskel erschlafft, kann Magensäure vom Magen in die Speiseröhre gelangen. Weitere Risikofaktoren sind wahrscheinlich Stress, Alkohol, Rauchen, Übergewicht, zu fettes und zu reichliches Essen. Auch Schwangere sind oft betroffen, weil die wachsende Gebärmutter auf den Magen drückt.