Die Tage sind kürzer, das Wetter wird immer ungemütlicher. Viele von uns denken: „Jetzt können sich doch wirklich nur noch die ganz Harten rauswagen, um Sport zu treiben, oder?“ Völlig falsch. Natürlich schören jetzt die meisten auf die klassischen Wintersportarten. Aber auch wer "nur" laufen oder walken will, kommt im Winter auf seine Kosten.
Erkältungsbazillen und Grippeviren haben im Winter ein leichtes Spiel, denn bei vielen ist das Immunsystem jetzt geschwächt. Dem können Sie durch regelmäßiges Training an der frischen Luft entgegenwirken. Ob Joggen, Walken oder Radfahren – mit der richtigen Ausrüstung ist es auch in den Wintermonaten ein Genuss, sich im Freien fit zu halten. Und sollte wirklich einmal einige Tage hoher Schnee liegen, bieten sich ein zügiger Spaziergang, eine lustige Rodelfahrt oder eine entspannende Skilanglauf-Runde an.
Mit regelmäßigem Training fühlen wir uns gut, weil unser Körper große Mengen Sauerstoff aufnimmt. Durch das Sonnenlicht tanken wir viel Vitamin D. Deshalb ist Sport in der freien Natur besonders gut für die Psyche. Menschen, die sich auch im Winter draußen sportlich betätigen, sind daher selbstbewusster, weniger gestresst und haben seltener depressive Verstimmungen. Grundsätzlich fühlt man sich psychisch besser, wenn man körperlich fit ist.
Freiluft-Sportler trainieren nicht nur das Herz-Kreislauf-System. Sie verbessern auch Ausdauer, Cholesterinspiegel, Darmfunktion und Immunstoffwechsel. Nicht zuletzt tanken Sie ein positives Lebensgefühl. Denn die Bewegung löst den Ausstoß freudespendender Endorphine im Gehirn aus, die bei körperlicher Anstrengung ein „natürliches Glücksgefühl“ hervorrufen.
Millionen zieht es jedes Jahr in die Berge, zum Ski Alpin. Schnee, Sonne und das unvergleichbare Gefühl, wenn es mit Tempo abwärts geht, sorgen dafür, dass dieser Sport ungebrochen populär ist. Ganz nebenbei schult er Koordination und Körpergefühl, kräftigt Bein- und Rückenmuskulatur. Ski fahren kann eigentlich jeder, so lange er sich körperlich fit und vor allem sicher fühlt. Lediglich manche ältere Menschen sollten - abhängig von der Kondition - eventuell auf den langsameren Skilanglauf ausweichen. Auch wer mit Sprung- und Kniegelenken Beschwerden hat, spricht sich am besten vorher mit seinem Arzt ab. Und so bleibt der Ski-Spaß ungetrübt:
Im eigenen Tempo durch die schneeverhüllte Natur gleiten und dabei frische Luft einatmen, macht den Reiz von Ski-Langlauf aus. Ganz nebenbei wird der Kreislauf aktiviert, die Ausdauer verbessert und ähnlich wie beim Walken beinahe die gesamte Muskulatur gestärkt. Ski-Langlauf belastet weniger stark als der alpine Ski die Gelenke, bei entsprechenden Beschwerden sollten Sie jedoch auch vorab ärztlichen Rat einholen. Extra präparierte Laufstrecken, die so genannten Loipen, finden Sie in fast allen Skigebieten. Und das sollten Sie beachten, wenn es auf die Loipe geht:
Harz, Schwarzwald, der Thüringer und der Bayrische Wald locken in der kalten Jahreszeit mit Pfaden, die sich dem Wanderer nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter erschließen und ihn mit einem Blick ins hoffentlich malerisch verschneite Tal belohnen. Für die Mühen über Stock und Stein winken Naturerleben pur und Pluspunkte in Sachen Gesundheit: Wandern stärkt das Herz-Kreislauf-System, aktiviert den Stoffwechsel und trainiert vor allem die Bein- und Rückenmuskulatur.
Aber auch bevor Sie ins Gebirge aufbrechen, sollten Sie einiges beachten:
Laufen oder Walken? Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen. Je mehr Spaß Ihnen die gewählte Sportart macht, umso leichter fällt Ihr regelmäßiges Trainingsprogramm.