Druck starten Dieses Fenster schließen

Seite: aktiv-gesund/eltern-und-kind/das-kindgerechte-schreibtischsystem.html
Datum: 09. September 2010 - 13:34 Uhr

Ein Kind am Schreibtisch

aktiv + gesund > Eltern und Kind > Das kindgerechte Schreibtischsystem

Das kindgerechte Schreibtischsystem

Ein Schulkind verbringt etwa neun Stunden pro Tag im Sitzen. Das bedeutet eine Dauerbelastung für Wirbelsäule und Rückenmuskeln. Ein auf die Proportionen des Kindes abgestimmtes intelligentes Schreibtischsystem kann Hilfe schaffen.

Einschulung bedeutet "Einstuhlung"

Der Schulstart bringt für ein Kind viele Veränderungen mit sich: neue Freunde, neue Aufgaben und auch einen neuen Lebens- und Bewegungsrhythmus. Anders als noch im Kindergarten, wo Spielen und Toben zum festen Tagesablauf gehören, wird der Schulalltag durch die Sitzhaltung bestimmt. Bewegung ist im Unterricht meist Fehlanzeige.

nach oben

Kopfschmerzen und Rückenprobleme im Schulaltag

Durch das ständige starre Sitzen werden Rücken, Schultern und Nacken stark belastet. Dadurch verkrampfen und verspannen sich die Schulter- und Nackenmuskeln. Oft strahlen die Verspannungen bis in den Kopf aus und verursachen die sogenannten Spannungskopfschmerzen. Mehr als 70 Prozent der Schulkinder haben damit bereits Erfahrung gemacht. Das Dauersitzen kann aber auch zu chronischen Rückenschmerzen und Haltungsschäden führen. Schuld daran ist die falsche Haltung vieler Schüler, in die sie durch für sie unpassende Schulmöbel gezwungen werden. Das führt dazu, dass die noch nicht gefestigte Knochenstruktur der Heranwachsenden aus ihrer gesunden Form gerät und die Bandscheiben stark beansprucht werden. Durch die Sitzhaltung verflacht außerdem die Atmung und die Durchblutung wird gehemmt. Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit lassen nach.

nach oben

Der ergonomische Arbeitsplatz

Wie ihr Kind in der Schule sitzt, darauf können Eltern kaum Einfluss nehmen. Mit einem an die Proportionen und Bedürfnisse des kindlichen Körpers angepassten Schreibtischsystem können sie aber zumindest Zuhause für gesundes Sitzen sorgen. Wichtig ist, dass der Arbeitsplatz die natürlichen Haltungs- und Bewegungsabläufe des Körpers unterstützt. Nur so werden alle Muskel- und Knochenpartien gleich beansprucht.

nach oben

Der Tisch - ein Verwandlungskünstler

Da ein Kind im Schnitt sieben Zentimeter pro Jahr wächst, muss auch sein Arbeitsplatz mitwachsen. Achten Sie deshalb darauf, dass der Tisch höhenverstellbar ist. So hat Ihr Kind außerdem die Möglichkeit ab und zu im Stehen zu arbeiten, wenn ihm danach ist. Das schafft eine willkommene Abwechslung und entlastet den Rücken. Ebenso sinnvoll ist eine neigbare Tischplatte. Darauf kann Ihr Kind bequem schreiben, ohne den Kopf abknicken zu müssen, was oft Verspannungen verursacht. Der ideale Neigungswinkel der Tischplatte zum Schreiben beträgt nach Meinung von Orthopäden 16 Grad. Ihr Kind sollte die Platte mühelos selbst verstellen können. Lassen Sie Ihren Junior deshalb die Bedienung des Schreibtisches testen. Idealerweise lässt sich die Neigung stufenlos verstellen und so exakt auf die Bedürfnisse Ihres Kindes anpassen. Soll der Tisch gleichzeitig auch Computerarbeitsplatz sein, braucht er eine ausreichende Tiefe, um allen Gerätschaften ausreichend Platz zu bieten. Mindestens 80 cm gelten als Richtwert.

Quelle: moll Funktionsmöbel GmbH, www.moll-system.de

nach oben

Der Stuhl - ein Multitalent

Ein guter Stuhl ist quasi ein Alleskönner: Er ermöglicht entspanntes und bequemes Sitzen, entlastet die Wirbelsäule und animiert zu einem ständigen Haltungswechsel. Damit Ihr Kind gemütlich Platz nehmen kann, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass der Stuhl höhenverstellbar ist. Eine bewegliche Rückenlehne, die mit den Bewegungen mitgeht und den Rücken stützt, ist ebenfalls unerlässlich. Rollen und Kufen regen Ihr Kind an, sich immer wieder zu bewegen. Bremsen Sie Ihr Kind nicht, wenn es immer wieder unterschiedliche Sitzpositionen einnimmt. Im Gegenteil, animieren Sie es dazu, öfter einmal die Haltung zu wechseln, denn das ist gesund: Ob Schneider-, Fersensitz oder Reiterhaltung auf dem umgekehrten Stuhl – es gibt viele Variationsmöglichkeiten.

nach oben

Der perfekte Arbeitsplatz - eine Frage der Einstellung

Um den Arbeitsplatz optimal auf den Körper Ihres Kindes einzustellen, beginnen Sie mit dem Stuhl. Er hat dann die richtige Höhe, wenn Ihr Kind beide Füße bequem auf dem Boden abstellen kann. Ober- und Unterschenkel bilden dabei etwa einen Winkel von 90 Grad. Die Rückenlehne ist leicht nach hinten geneigt und stützt die Lendenwirbelsäule. Die Höhe der Schreibtischplatte leitet sich von dieser Sitzhaltung ab. Sie liegt etwa auf Höhe der Ellenbogen. Das Kind muss die Arme entspannt und locker auflegen können, ohne dass diese stauchen. Für die Arbeit am Computer gilt: Der Bildschirm wird so positioniert, dass mindestens 50 Zentimeter Abstand zwischen Bildschirm und Auge liegen. Achten Sie außerdem darauf, dass der Bildschirm leicht unter Augenhöhe Ihres Kindes steht. Schaffen Sie vor der Tastatur ausreichend Platz für Hände und Arme.

Weitere Informationen zum ergonomischen Schreibtischsystem und einen Ratgeber zum gesunden Sitzen finden Sie auch unter www.moll-system.com.

nach oben