Nach dem Brabbeln der ersten Zeit treffen im ersten Lebensjahr
geistige und sprachliche Entwicklung zusammen. Kinder beginnen, den Zusammenhang zwischen Wort und Ding zu erkennen. In dieser Phase drücken sich die Kleinen oft lautmalerisch aus, verwenden also gehörte Geräusche als Bezeichnungen, z. B. wauwau für Hund oder tufftuff für Eisenbahn.
Kinder erwerben Wissen oft durch Zuhören. Denn aufmerksame Lauscher sind voll auf das konzentriert, was sie wahrnehmen. Außerdem erleben sie die gesprochene Sprache sehr intensiv. Dadurch erweitern sie wie nebenbei ihren Wortschatz, können sich besser ausdrücken und zusammenhängender erzählen.
Um sie zu unterstützen, sollten Erwachsene nicht nur häufig, sondern auch deutlich und verständlich mit Kindern sprechen. Fördern Sie sie durch gemeinsames Anschauen von Bilderbüchern oder durch Vorlesen. Auch Reim- und Klatschspiele machen den Kleinen viel Spaß und helfen dabei, neue Wörter zu lernen.
Ein gutes Gehör ist für die Entwicklung des Kindes eine wichtige Voraussetzung. Denn das Gehör ist entscheidend für die Sprachentwicklung. Nur ein Kind das gut hört, lernt auch problemlos sprechen und seine Umwelt verstehen.
Eines von Tausend Neugeborenen kommt jedoch mit einer Hörstörung auf die Welt. Je früher man diese diagnostiziert, desto besser. Schon beim Säugling kann man die Hörleistung untersuchen. Mit Sicherheit lässt sich eine angeborene Hörminderung dann im Alter von sechs Monaten feststellen.
Trifft das alles auf Ihr Kind zu, ist eine angeborene Hörstörung unwahrscheinlich. Wenn Sie aber unsicher geworden sind, ob Ihr Kind richtig hört, gehen Sie umgehend zu Ihrem Kinder- oder Hausarzt. Warten Sie nicht bis zu der ersten Routineuntersuchung des Gehörs, die im Alter von zehn bis zwölf Monaten vorgeschrieben ist (U6). Denn mit einem speziellen Kinder-Hörgerät kann Schwerhörigkeit behoben werden. Ihr Kind kann sich damit weiter normal entwickeln.
Hörprobleme können auch im weiteren Verlauf der Kindheit auftreten. Zu den Ursachen zählen Erkrankungen ebenso wie Lärmbelastung. Mittelohrentzündungen, Mumps oder Röteln können die Hörfähigkeit einschränken, aber auch Musikcassetten wenn sie permanent übermäßig laut abgespielt werden.
Hinweis: Wir sind ganz Ohr für Ihre Anliegen: Kinder und Jugendliche versorgt die IKK mit Hörgeräten ohne weitere Zuzahlungen. Darüber hinaus bietet sie Ihnen einen Rund-um-Service mit Nachbetreuung, kostenloser Wartung und Reparatur.

Hätten Sie’s gewusst? Hörschädigungen gehören (leider) zu den am häufigsten angeborenen Sinnesbehinderungen: Zwei von 1.000 Babys werden mit Hörstörungen geboren. Wird die angeborene Hörstörung nicht frühzeitig erkannt und medizinisch versorgt, kommt es zu Entwicklungs- und Sprachstörungen. Denn: Wenn das Kind nur unzureichend hört, kann es auch nicht normal sprechen lernen. Deshalb hat bei der IKK classic jedes Neugeborene Anspruch auf ein Hörscreening!
Diese einfache und schmerzlose Untersuchung wird in den ersten drei Tagen nach der Geburt durchgeführt. Ob das Baby wach ist oder gerade schläft, spielt bei dem Test keine Rolle: Zuerst überprüft der Arzt die natürlichen Reaktionen des Innenohrs auf Schallreize, die so genannten otoakustischen Emissionen. Dazu wird eine winzige Sonde – ausgestattet mit einem Lautsprecher und einem hochsensiblen Mikrofon – in den Gehörgang eingeführt. Reagiert das Innenohr nicht auf den Schallreiz, werden weitere Tests durchgeführt. Die Kosten für das Hörscreening übernimmt natürlich Ihre IKK! Sollte das Baby tatsächlich ein Hör-Handicap haben, beraten Eltern gemeinsam mit HNO- und Kinderärzten, welche Therapie sinnvoll ist und wann eine Hör- und Spracherziehung beginnen sollte. Wollen Sie mehr zum Hörscreening bei Neugeborenen wissen? Ihr Kundenberater hat immer ein offenes Ohr für Sie.
Auch bei den weiteren Früherkennungsuntersuchungen wird das Hörvermögen der Kleinen immer wieder überprüft. Denn auch später kann das Gehör beeinträchtigt werden, beispielsweise durch eine Mittelohrentzündung oder andere Infektionskrankheiten.
Mehr Informationen für Eltern hörgeschädigter Kinder gibt es hier: