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Augen auf bei Ranzenkauf

Der Ranzen gehört zum Schulkind wie die Zuckertüte zum Schulanfang. Um Bücher und Hefte, Federmappe, Brotdose und Trinkflasche sicher zur Schule und zurück zu transportieren und Rückenschmerzen vorzubeugen, ist ein vernünftiger Ranzen Voraussetzung. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Ein beeindruckend großes und buntes Sortiment macht die Entscheidung wirklich nicht leicht. Hier finden Sie einige praktische Tipps zum Kauf eines Schulranzens.

Schulranzen - der tägliche Begleiter

Neue Erfahrungen, neue Anforderungen: Erstklässler haben es in den ersten Wochen schon schwer genug. Da sollte der Schulranzen auf dem täglichen Schulweg nicht auch noch drücken. Auch Motiv und Farbe sollten dem Kind gefallen, denn er wird ihm jahrelang ein täglicher Begleiter sein.

Ein Ranzen muss aber vor allem praktisch, rückenschonend und verkehrssicher sein. Der Preis des Ranzens bestimmt nicht immer die Qualität. Manche Modelle vom Vorjahr sind billiger, erfüllen aber trotzdem wichtige Kriterien. Die Rückenfläche sollte ergonomisch sein und sich der Wirbelsäule durch Polsterungen anpassen. Auch die Trageriemen sollten gepolstert und vor allem mindestens vier Zentimeter breit sein.

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DIN-Norm für Schulranzen

Wussten Sie, dass es für Schulranzen eine DIN-Norm gibt? In dieser ist zum Beispiel festgelegt, dass ein Schulranzen

  • "signalwirksam" sein muss. Mindestens 20 Prozent der Oberfläche müssen einen so genannten Warnfarbenanteil (entweder fluoreszierendes Orange-Rot oder Gelb) aufweisen. Außerdem müssen mindestens 10 % der Gesamtfläche der Vorder- und Seitenteile mit reflektierenden Materialien versehen sein.
  • muss strapazierfähig und wasserabweisend sein. Bei Regen dürfen maximal 10 g Wasser ins Innere eindringen.
  • muss Haltungsschäden vorbeugen. Das heißt, er sollte nicht über die Körperkontur des Kindes hinausragen. Die Tragriemen müssen sich verstellen lassen, im Schulterbereich gepolstert und mindestens 40 mm breit sein.

Achten Sie also beim Ranzenkauf nicht nur auf Design und Preis, sondern auch auf das Etikett. Erfüllt der Ranzen die die DIN-Norm, finden Sie hier auch einen Hinweis zu dessen Eigengewicht.

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Große Last für kleine Rücken

Moderne Materialien machen es möglich, dass ein leerer Ranzen sehr leicht sein kann. Dazu kommt noch alles, was Ihr Kind für seinen Schultag braucht. Viele Kinder schleppen Tag für Tag einen viel zu schweren Ranzen - das kann auf Dauer zu Haltungsschäden führen.

Als Faustregel gilt: Kinder sollten niemals mehr als 10 Prozent des eigenen Körpergewichts auf dem Rücken tragen. Stellen Sie Ihr Kind einmal mit und einmal ohne gepackten Ranzen auf die Personenwaage. Die Differenz sagt Ihnen, ob die Schultasche das richtige Gewicht hat.

Körpergewicht Schulranzen-Höchstgewicht
24 - 28 Kilogramm 2,5 Kilogramm
29 - 33 Kilogramm 3,0 Kilogramm
34 - 38 Kilogramm 3,5 Kilogramm
39 - 43 Kilogramm 4,0 Kilogramm
44 - 48 Kilogramm 4,5 Kilogramm
49 - 53 Kilogramm 5,0 Kilogramm

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Unnötige Lasten

  • Packen Sie zusammen mit Ihrem Kind gemeinsam jeden Tag den Ranzen. Was wirklich am nächsten Schultag benötigt wird, ergibt sich aus dem Stundenplan.
      
  • Fragen Sie nach, ob es in der Schule Schließfächer oder ähnliche Möglichkeiten gibt. Dann muss zum Beispiel Bastelmaterial nicht ständig transportiert werden.
      
  • Verpacken Sie das Pausenbrot in leichten Behältnissen. Wenn Ihr Kind eine Trinkflasche mitnimmt, kaufen Sie ein "Leichtgewicht". Vielleicht bietet die Schule auch Getränke an?
      
  • Spielzeug oder ein Märchenbuch gehört nicht in den Ranzen - höchstens ausnahmsweise, wenn es im Unterricht benötigt wird.

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Darauf müssen Sie beim Kauf eines Schulranzens achten

  • Beim Kauf auf die Zertifizierung nach der DIN 58124 achten: Schulmappen, die diese Qualitätskriterien erfüllen, sind leicht, haltbar, wasserabweisend, körpergerecht und mit Reflektoren ausgestattet.
      
  • Aus Gründen der Verkehrssicherheit sollte der Ranzen die Konturen des Kindes nicht überragen, also nicht seine Beweglichkeit einschränken.
      
  • Suchen Sie den Ranzen gemeinsam mit Ihrem Kind aus. Lassen Sie ihn anprobieren, um die Passform zu überprüfen. Achten Sie dabei auch auf gepolsterte Tragegurte.
      
  • Rucksäcke und Tragetaschen sind ungeeignet, Trolleys eher unpraktisch.
      
  • Helfen Sie Ihrem Kind beim Packen des Ranzens für den nächsten Tag. Was braucht es wirklich? Alles nicht unbedingt Notwendige sollte zu Hause bleiben.
      
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind den Ranzen nicht über einer Schulter sondern auf dem Rücken trägt. Überprüfen Sie zudem regelmäßig, ob die Tragegurte passend und gleichmäßig eingestellt sind.

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