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Tochter umarmt ihren Vater im Park

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Der sichere Weg zur Schule

Eine der wichtigsten Elternaufgaben vor dem Schulstart ist die Vorbereitung des Schulwegs. Da Schulanfänger oftmals Gefahrenquellen im Straßenverkehr übersehen, sollten Eltern ihr Kind in den ersten Wochen auf dem Weg zur Schule begleiten.

Kindern fehlt Übersicht im Verkehr

Kinder können weder die Entfernung noch die Geschwindigkeit von Fahrzeugen einschätzen. Außerdem lassen sie sich gern ablenken. Lotsen Sie Ihren Sprössling sicher durch den Verkehr - mit klaren Anweisungen, viel Übung und einigen Vorsichtsmaßnahmen. Sprechen Sie über das richtige Verhalten im Straßenverkehr mit Ihrem Kind auch, wenn es kein Schulanfänger mehr ist.

Den Kleinen fehlt einfach der Überblick. Um den Straßenverkehr aus Sicht der Kinder zu erleben, ruhig einmal in die Hocke gehen. Wer einige Köpfe kleiner ist, muss schon sehr genau hinsehen, um einen schnell herannahenden Radfahrer wahrzunehmen.

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Richtiges Schulwegtraining macht sicher

  • Schulweg üben: Gehen Sie den Schulweg zu den üblichen Schulzeiten. So lernt Ihr Kind die "echten" Verkehrsbedingungen kennen. Üben Sie nicht nur den Weg zur Schule sondern auch den Heimweg. Gehen Sie den Schulweg gemeinsam mit Ihrem Kind bis er sicher sitzt - mindestens sieben Mal. Auch ein Rollentausch trainiert. Hier führt das Kind die Eltern zur Schule und weist auf Gefahrenquellen hin.
      
  • Sicherheit geht vor: Nicht immer ist der kürzeste Schulweg auch der sicherste. Ihr Kind sollte die Straße möglichst nur an Ampeln und Fußgängerüberwegen überqueren. Prägen Sie Ihrem Kind den Merksatz "Stehen bleiben - Schauen - Gehen" ein.
      
  • Ausreichend Zeit einplanen: In der Eile vergessen Kinder meist alle Sicherheitshinweise. Ihr Kind sollte etwa eine Viertelstunde vor Unterrichtsbeginn in der Nähe des Schulgebäudes sein. Wenn Sie verschlafen haben: Hetzen Sie Ihr Kind nicht nur Schule. Schreiben Sie lieber einen Entschuldigungszettel. Sicherheit geht vor.
      
  • Mit Bus und Bahn: Üben Sie den Schulweg auch, wenn Ihr Kind mit Bus oder Straßenbahn fahren muss. Zuerst machen Sie eine gemeinsame Probefahrt. Dann fährt Ihr Kind allein und Sie erwarten es an der Haltestelle. Wichtig ist, dass Ihr Kind immer rechtzeitig an der Haltestelle ist und nicht unter Zeitdruck über die Straße rennen muss.
      
    Üben Sie auch das Verhalten an der Haltestelle: erst an den Bus oder die Bahn heran treten, wenn der Bus zum Stehen gekommen ist und die Türen geöffnet hat. Nach dem Aussteigen muss Ihr Kind immer warten, bis der Bus weggefahren ist und erst dann die Fahrbahn überqueren - möglich am nächsten Fußgängerüberweg oder einer Ampel.
      
  • Verhalten im Straßenverkehr: Auch das Verhalten an Zebrastreifen und Ampeln muss besonders geübt werden. Eltern müssen ihrem Kind vermitteln, dass auch an vermeintlich sicheren Straßenübergängen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist. Wichtig zu wissen: Kinder brauchen nicht nur länger als Erwachsene, um die Straße zu überqueren, sondern reagieren auch in Problemsituationen wesentlich langsamer. Im Durchschnitt brauchen sie die zweieinhalb- bis dreifache Zeit.
      
  • Achten Sie auf die richtige Kleidung: Kaufen Sie - vor allem für die dunkle Jahreszeit - helle Kleidung. Motorisierte Verkehrsteilnehmer können Kinder so wesentlich besser wahrnehmen. Einige Hersteller rüsten Kinderkleidung mit reflektierenden Materialien aus. Das sieht nicht nur chic aus, es ist vor allem sicher. Reflektoren am Schulranzen bieten zusätzliche Sicherheit.
      
  • Mit dem Rad zur Schule: Mit dem Fahrrad zur Schule sollte Ihr Kind frühesten im dritten oder vierten Schuljahr. Helm und verkehrssicherer Zustand sind natürlich selbstverständlich. Ob Schulweg oder in der Freizeit: Auf Straßen haben Kinder mit Fahrrad oder Roller mindestens bis zum achten Lebensjahr auf keinen Fall etwas verloren. Die reflektierenden Warnwesten gehören inzwischen zur Standardausrüstung für Autofahrer und meist für wenig Geld erhältlich. Falls keine Jacke mit reflektierenden Elementen zur Hand ist, kann Ihr Kind so eine Weste auch über der Straßenkleidung tragen. So sind kleine Radfahrer besser zu erkennen.
      
  • Zeigen Sie Beispiele: Machen Sie Ihr Kind auf falsche Verhaltensweisen von Erwachsenen oder älteren Kindern sowie auf mögliche Gefahrenquellen aufmerksam. Und vor allem: Seien Sie Ihrem Kind - besser noch allen Kindern - selbst Vorbild beim Überqueren der Straße.

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