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Datum: 30. Juli 2010 - 12:03 Uhr

Mann mißt Hüftumfang mit Maßband

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Abnehmen: Diät-Tipps unter der Lupe

Brot, Nudeln und Kartoffeln machen dick. Wer abends fastet, nimmt ab. Gute Ratschläge bekommt zu hören, wer abnehmen will. Doch was ist wirklich dran, an den Figur sichernden Tipps?

Wer Abspecken möchte, sieht sich oft einer Vielzahl von Ratschlägen gegenüber, die bei dem Vorhaben unterstützen sollen. Doch sind diese Tipps tatsächlich wirksam? Was sagt die Wissenschaft dazu? Die IKK classic hat zehn Diätratschläge genauer hinterfragt, auf die Abnehmwillige immer wieder stoßen. Erstaunlich: Manche Verhaltensweisen wirken dem Vorhaben "Gewicht zu reduzieren" aus wissenschaftlicher Sicht sogar entgegen.

Zehn Diätratschläge: richtig oder falsch?

  • Light macht schlank. Das wäre schön. Doch Light-Produkte enthalten zwar weniger Kalorien, werden aber oft mit Aromen und anderen Zusatzstoffen "aufgepeppt". Und diese Stoffe können den Appetit anregen. Außerdem gaukelt ein niedriger Kalorienwert vor, dass man üppiger zugreifen darf. So manch einer erlaubt sich von den Light-Produkten gerne einen mehr oder weniger großen Nachschlag und nimmt dadurch dann doch wieder viele Kalorien auf. Gut und empfehlenswert für die schlanke Linie sind hingegen fettarme Milch und Milchprodukte sowie natürlich frisches Obst und Gemüse.
  • Brot macht dick. In der Regel ist es nicht das Brot, dass für Hüftgold sorgt, sondern der Belag: üppig Butter, fette Wurst, süße Aufstriche. Gut für die Linie ist Vollkornbrot. Es macht nämlich lange satt und schmeckt mit fettarmer Geflügelwurst oder Quark köstlich.
  • Nudeln und Kartoffeln machen dick. Auch hier gilt: Nicht Nudeln und Kartoffeln machen dick, sondern Beilagen wie fette Soßen. Kartoffeln können außerdem für zusätzliche Pfunde sorgen, wenn sie mit viel Fett zubereitet werden. Bratkartoffeln und Pommes frites sind in der Tat Feinde der schlanken Linie.
  • Saunabesuche machen schlank. Auch diese Aussage stimmt nicht. Denn in der Sauna schwitzen Sie nur reichlich Flüssigkeit aus. Dieser Flüssigkeitsverlust sorgt dafür, dass Sie nach dem Saunabesuch tatsächlich weniger Gewicht auf die Waage bringen. Kaum trinken Sie aber anschließend etwas, zeigt die Waage wieder das Ausgangsgewicht an.
  • Wer Sport treibt, kann essen was er mag - ohne auf Kalorien zu achten. Sport unterstützt eine Diät, das stimmt. Und ohne körperliche Bewegung ist Abnehmen sehr schwer. Doch das heißt nicht, dass Sie sich Tag für Tag nach dem Joggen zwei Tafeln Schokolade oder ein Stück Kuchen gönnen können. Denn bei sportlicher Betätigung verbrauchen Sie in der Regel weniger Kalorien, als angenommen oder erhofft. So verbrennt ein Mann durchschnittlich 500 Kalorien bei einer halben Stunde joggen.
  • Fett macht Fett. Eine Aussage, die so nicht stimmt. Nur zu viel Fett macht fett. Der menschliche Körper benötigt Fett. Sonst könnte er zum Beispiel fettlösliche Vitamine gar nicht aufnehmen.
  • Wer aufs Abendessen verzichtet, nimmt ab. Die Wissenschaft weiß es heute besser. Für das Gewicht zählt die Gesamtmenge der Kalorien, die Sie täglich aufnehmen. Wenn Sie den ganzen Tag über viel mehr Kalorien essen, als Sie verbrauchen, dann reduziert auch das ausgefallene Abendessen das Ergebnis auf der Waage nicht.
  • Ohne Frühstück zur Traumfigur. Auch morgendliches Hungern zeigt auf der Waage selten den gewünschten Effekt. Denn der Magen macht sich ohne Frühstück in den Vormittagsstunden so lautstark bemerkbar, dass die meisten Menschen wahllos schnell etwas in sich hineinfuttern - in der Regel ungesunde, fette Lebensmittel. Ein ausgewogenes Frühstück mit Müsli und Magermilch oder Vollkornbrot mit fettarmem Belag wie Geflügelwurst oder fettarmem Quark sättigt dagegen lange und beugt Heißhunger-Attacken vor.
  • Fünf Mahlzeiten am Tag halten schlank. Ob man drei, vier, zwei oder fünf Mahlzeiten täglich zu sich nimmt, ist nicht entscheidend. Auch hier zählt nur die gesamte Anzahl der Kalorien an einem Tag. Außerdem zeigt die Erfahrung: Aus fünf kleinen Mahlzeiten werden bei manchen Menschen schnell fünf große.
  • Schlankheitspillen lösen das Figurproblem. Finger weg von Appetitzüglern. Sie können dem Körper massiv schaden.

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Die heimlichen Diätkiller

Kennen Sie das? Sie essen bewusst, zählen akribisch Kalorien und specken doch nicht ab. Beobachten Sie noch mal genauer Ihr Verhalten. Zwei Muster können eine Diät besonders boykottieren:

Zwischendurch essen. Hier ein Stück Schokolade, dort ein Stückchen Kuchen oder eine Handvoll Nüsse. Viele Menschen merken gar nicht mehr, was sie sich so zwischendurch in den Mund schieben. Dagegen hilft: Nur zu den Hauptmahlzeiten essen oder Buch führen über jeden Bissen, den Sie zu sich nehmen.

Zu wenig Schlaf. Forscher haben festgestellt, dass Menschen, die zu wenig schlafen, mehr Gewicht auf die Waage bringen. Woran das liegt, ist bislang noch nicht richtig geklärt. Einige Forscher vermuten, dass sich durch Schlafmangel der Stoffwechsel verlangsamt. Dagegen hilft nur: Die Nacht nicht zum Tag machen und auf geregelten Schlaf achten.

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