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Tasche gefüllt mit Obst, Gemüse und Wraps

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Ernährungstrends

Im Ernährungsbereich werden ständig neue Produkte entwickelt, von der Tütensuppe mit dem besonderen Geschmack nach Gartentomaten bis zum Diät-Kochbuch mit angeblich wissenschaftlich aktuellsten Erkenntnissen. Aber können wir den geschmackvollen Angeboten in der Fernsehwerbung und auf Buchtiteln glauben? Ist zum Beispiel Trennkost gesund und sind Kinder-Schokoriegel sinnvoll? Die IKK gibt Antworten auf aktuelle Fragen.

Ist Fast Food so schlecht wie sein Ruf?

Als "Fast Food" bezeichnet man Lebensmittel, die bereits verzehrfertig gekauft werden, zum Beispiel Hamburger, Fritten und Currywurst, aber auch fertig belegte Brötchen vom Bäcker und Snacks vom China-Imbiss. Weil die Bandbreite an Fast Food sehr groß ist, kann es nicht pauschal als einseitiges oder ungesundes Essen bezeichnet werden. Zum Beispiel sind China-Snacks mit viel Gemüse und Reis positiv zu bewerten. Generell muss jedoch jedes Gericht einzeln und im Zusammenhang mit den Essgewohnheiten gesehen werden. Eine Rolle spielen also Auswahl und auch Menge des Fast Foods. Da es oft zu viel Fett und Salz und zu wenig Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält, ist es wichtig, auf die Gesamtaufnahme an Kalorien und Nährstoffen zu achten. "Aufgewertet" werden können Fast-Food-Mahlzeiten zum Beispiel durch einen Beilagensalat oder Obst als Nachtisch.

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Was ist der Glyx-Index?

Der glykämische Index, auch Glyx-Index oder kurz GI genannt, bezeichnet die Auswirkung von Lebensmitteln auf den Blutzuckerspiegel: Lebensmittel mit einem hohen Glyx-Index lassen den Blutzuckerspiegel schnell und hoch ansteigen. Lebensmittel mit einem geringen GI bewirken dagegen nur einen langsamen und insgesamt geringeren Anstieg des Blutzuckerspiegels. Dies hat den Vorteil, dass der Körper weniger Insulin produziert. Insulin sorgt dafür, dass der Blutzucker in den Körperzellen verwertet wird - es führt aber gleichzeitig dazu, dass Körperfett gebildet und nicht abgebaut wird. Vertreter der Glyx-Theorie sind deshalb der Ansicht, dass eine Ernährung mit niedrigem GI das Abnehmen erleichtert und generell vor der Entstehung von Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt.

Lebensmittel nicht nur nach GI auswählen

Auch der aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e.V. empfiehlt Lebensmittel mit einem geringen GI: Laut aid sorgen sie für einen gleichmäßigen Blutzuckerverlauf und machen länger satt. Nicht nur deshalb hätten Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Getreideprodukte aus Vollkorn und Milchprodukte einen wichtigen Stellenwert in der gesunden Ernährung. Lebensmittel mit einem hohen GI, wie Weißmehlprodukte, Pizzen, Schokoriegel und Limonaden, seien dagegen weniger empfehlenswert. Doch der GI sollte laut aid nicht das einzige Auswahlkriterium sein, denn dieses Prinzip könne auch zu einer unausgewogenen Lebensmittelauswahl führen. Fleisch, Fisch und Eier sollten trotz ihres günstigen GI nicht im Übermaß gegessen werden; Kartoffeln, Reis und Nudeln sollten nicht ganz vom Speiseplan verschwinden.

Da ein Lebensmittel selten isoliert aufgenommen wird, beeinflusst letztendlich der Glyx-Index der ganzen Mahlzeit die Insulinwirkung.

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Was sind Glutamate?

Glutamate sind Geschmacksverstärker. Sie sind chemisch in der Lage, bestimmte Geschmacksrichtungen in ihrer Intensität zu verstärken oder auch zu überlagern. Glutamate sind natürliche Stoffe, die in gebundener Form in vielen Lebensmitteln vorkommen, jedoch nur in freier Form eine geschmacksverstärkende Wirkung zeigen. Der am häufigsten verwendete Geschmacksverstärker ist Natriumglutamat, der durch Fermentation aus Melasse hergestellt wird. Er wird zum Beispiel vielen Fertigmenüs und Tüten- oder Dosensuppen beigegeben und findet sich z. B. auch in Chips. Auch in der asiatischen Küche wird Glutamat oft verwendet. Einige Menschen scheinen unter einer Überempfindlichkeit gegen Glutamat zu leiden, was bisher jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen werden konnte. Mögliche Symptome sollen Herzrasen, Gesichtsrötung oder Kopfschmerz sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. empfiehlt Personen, die sensibel auf Glutamat reagieren, auf Lebensmittel mit Geschmacksverstärkern zu verzichten.

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Sind Kinderlebensmittel für Kinder besonders geeignet?

Unter Kinderlebensmitteln versteht man Produkte, die in der Werbung als besonders geeignet für Kinder angepriesen werden. Im Gegensatz zu speziellen Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder unterliegen sie jedoch keinen Richtlinien, die zum Beispiel strenge Mindestwerte für Rückstände und Schadstoffe festlegen. Kinderlebensmittel unterscheiden sich bezüglich Zutaten und Nährstoffgehalt grundsätzlich nicht von vergleichbaren herkömmlichen Lebensmitteln. Jedoch ist der Anteil an Zusatzstoffen, wie Aroma- und Farbstoffen, oft höher als in "normalen" Produkten. Auch bei Herstellern, die mit einem besonders hohen Milchanteil in ihren Schokoriegeln werben, muss man genau hinschauen: Die Süßigkeiten enthalten meistens keine Vollmilch, sondern sind mit Magermilchpulver, Süßmolkepulver, Butterreinfett oder gezuckerter Kondensmilch angereichert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. folgert, dass Kinderlebensmittel keinerlei Vorteile gegenüber herkömmlichen Lebensmitteln bieten. Sie zeichneten sich oft durch kleinere Portionen und überhöhte Preise aus.

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Was ist eigentlich Trennkost?

Die Trennkost wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom amerikanischen Arzt Dr. Howard Hay entwickelt. Er glaubte, die Ursache aller Zivilisationskrankheiten liege in einer Übersäuerung des Körpers, die unter anderem durch Mischung von Eiweiß und Kohlenhydraten in der Ernährung hervorgerufen wird. Die Theorie von Hay besagt, dass Kohlenhydrate und Eiweiße nicht gleichzeitig verdaut werden können. Heutige moderne Formen der Trennkost beruhen auf Hays Annahmen - deshalb sollen kohlenhydratreiche und eiweißreiche Lebensmittel getrennt voneinander verzehrt werden.

Ist Trennkost gesund?

Die Trennkost ist energie- und fettarm: Es wird viel Gemüse, Salat und Obst und wenig Fleisch verzehrt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. kritisiert jedoch, dass die Trennkost zu einseitig sei und zum Beispiel keine ausreichende Nährstoffversorgung sicherstellen könnte. Außerdem würde der Eindruck vermittelt, dass durch das Trennprinzip bestimmte Krankheiten wie Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen maßgeblich beeinflusst beziehungsweise geheilt werden könnten. Wer seine Ernährung umstelle und reichlich Obst, Gemüse und Salat verzehre und gleichzeitig auf große Fleischportionen, fette Wurst, Zucker, Süßigkeiten sowie auf täglichen Alkohol verzichte, könne den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen - auch ohne Trennkost.

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Essen Vegetarier nur Gemüse?

Vegetarier werden je nach Ernährungsweise in Veganer, Lacto-Vegetarier und Ovo-Lacto-Vegetarier unterteilt. Sie lehnen bestimmte oder alle tierischen Lebensmittel ab. Während Lacto-Vegetarier Milch und Milchprodukte akzeptieren, verzehren Ovo-Lacto-Vegetarier darüber hinaus auch Eier. Veganer verweigern sämtliche tierische Produkte.

Leben Vegetarier gesund?

Eine fleischlose Ernährung, die aus vielen Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst besteht, ist reich an Stärke, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Außerdem wird nur wenig tierisches Fett und Cholesterin aufgenommen, was wiederum Krankheiten wie Übergewicht oder Fettstoffwechselstörungen vorbeugt. Eine lacto-vegetabile bzw. eine ovo-lacto-vegetabile Ernährung kann laut Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) als dauerhafte Ernährungsform geeignet sein. Hierbei muss jedoch darauf geachtet werden, ausreichend Eiweiß und Eisen zu sich zu nehmen. Eine vegane Kost wird nicht dauerhaft empfohlen, weil die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen wie Eiweiß, Eisen, Spurenelementen und Vitamin B12 schwieriger sicherzustellen ist. Die DGE rät besonders für Säuglinge, Kinder und Jugendliche dringend von einer veganen Kost ab.

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Profis lassen sich von der IKK beraten

Gesunde Ernährung ist für Profi-Sportler besonders wichtig. Tipps von Experten holten sich die Handballer und Verantwortlichen des Erstligisten FRISCH AUF! Göppingen und der Handball Akademie Göppingen bei der IKK. Dort stellte der Nährstoffexperte Dr. Wolfgang Feil im Februar 2009 das Konzept vor, mit dem er seit zwei Jahren die Deutsche Handball-Nationalmannschaft und seit einem Jahr den Fußballclub 1899 Hoffenheim betreut.

Mit gesunder Ernährung gegen Verletzungen
Die gezielte Nährstoffsteuerung, die der Biologe Feil bei den Fußballern einsetzt, trägt dazu bei, dass „Hoffenheim schneller laufen kann und dass sich dort kaum einer verletzt", betonte er. Denn der Mensch sei ein Regenerationssystem – der Körper bilde ständig neue Zellen. Schlechte und unzureichende Ernährung führe dazu, dass schlechte Zellen gebildet werden. Das habe höhere Verletzungsanfälligkeit und geringere Leistung zur Folge.

Wertvolle Nährstoffe statt schlechter Diesel
Interessiert verfolgten die Profisportler die Tipps des Fachmanns zur Leistungssteigerung im Spitzensport. Die Grundlagen einer gesunden Ernährung für einen leistungsfähigen Körper gelten jedoch auch für Freizeitsportler und eigentlich für jeden Menschen, der ein bisschen auf seinen Körper achtet: „Wenn ich einen Sportwagen fahre, dann tanke ich ja auch nicht minderwertigen Diesel", sagte Dr. Feil. Wie gut eine gesunde Ernährung mit Vollkornprodukten, Fisch, Gemüsesticks und Quark-Dips schmecken kann, bewies die IKK Gesundheitsberaterin Karin Geiger dann auch gleich mit einem leckeren Fitness-Buffet für die Gäste.

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