Sich von Junkfood zu ernähren, ist ungesund und erhöht das Risiko für Übergewicht – diese Fakten sind allgemein bekannt. Eine aktuelle Tierstudie britischer Wissenschaftler weist jetzt darauf hin, dass werdende Mütter auch ihrem Baby eine schwere Hypothek mit auf den Weg geben – sofern sie sich überwiegend von Kuchen, Chips und Süßem ernähren. Denn Schwangere, die sich überwiegend von diesen und ähnlich ungesunden Nahrungsmitteln ernähren, riskieren, dass ihr Kind ein Leben lang übergewichtig sein wird. Das gleiche gilt für stillende Mütter.
Wissenschaftler des königlichen Instituts für Tiermedizin, London, fütterten eine Gruppe schwangerer und stillender Ratten hauptsächlich mit Keksen, Chips, Süßigkeiten und Kuchen. Die schwangeren und stillenden Ratten einer Vergleichsgruppe wurden mit ausgewogenem Futter ernährt. Die Rattenkinder der mit Junkfood gefütterten Mütter hatten nicht nur höhere Cholesterinwerte, sondern waren auch dicker als die Rattenkinder der Vergleichsgruppe. „Menschen teilen mit Ratten fundamentale biologische Funktionen. Es gibt also gute Gründe anzunehmen, dass die Auswirkungen, die wir bei Ratten beobachtet haben, auch auf Menschen zutreffen“, so Professor Neil Stickland im „The Journal of Physiology. Wie sich gelegentlicher Junkfood-Genuss werdender und stillender Mütter auf die Kinder auswirkt, wurde bei der Studie leider nicht untersucht.
Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt auch in der Schwangerschaft eine ausgewogene Mischkost mit fünf Mal am Tag Obst und Gemüse. Besonders auf eine zusätzliche Folsäure-Zufuhr sollten werdende Mütter dabei achten.