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Zwei Kugeln Sommer

Wenn sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, öffnen die Eiscafés ihre Türen. Große und kleine Naschkatzen warten schon sehnsüchtig auf ihre erste Kugel der köstlichen Erfrischung. Vanille, Erdbeer, Schoko, Pistazie und viele weitere Sorten - für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Schon in der Antike wusste man um die Herstellung von Speise-Eis: Der griechische Dichter Simonides von Keos beschreibt im 5. Jahrhundert v. Chr. ein Eis-Rezept, bestehend aus Gletscherschnee und Zutaten wie Früchten, Honig oder Rosenwasser.

Auch Alexander der Große hegte angeblich eine Vorliebe für Wasser-Eis. Und Hippokrates verschrieb seinen Patienten den Genuss von Eis als Mittel bei Fieber. Eiscreme wie wir sie heute kennen, stammt aus Südeuropa: Ein Neapolitaner eröffnete im 18. Jahrhundert die erste Gelateria.

Das erste Eis am Stiel wurde 1923 vom US-amerikanischen Limonadenhersteller Frank Epperson patentiert. In Deutschland eröffneten in den 1920er Jahren die ersten italienische Eisdielen, die schnell in Mode kamen.

“Hat der Dezember Eis und Schnee,
sitzt kein Mensch im Strandcafé.”

Scherzhafte Wetterregel

Bewusst genießen

Im Durchschnitt schlecken wir pro Person etwa 8 Liter Eis pro Jahr. So mancher hat beim Schlemmen ein schlechtes Gewissen. Das muss nicht sein. Wird Eis in kleinen Mengen und bewusst genossen, spricht nichts gegen die sommerliche Erfrischung.

Bei der Lieblingssorte scheiden sich die Geschmäcker, denn die Zubereitungsarten von Eis sind vielfältig.

Sahne-Eis hat natürlich einen größeren Fettanteil als Wasser-Eis. Dies schlägt allerdings mit mehr Zucker zu Buche. Eine gute Wahl für ein bewusstes Schlemmen ist Eis, das mit Joghurt oder aus einem größeren Fruchtanteil hergestellt wird. Die meisten Eisdielen führen mittlerweile diese gesündere Alternative.

Die Kalorienangaben sind immer auf 100 g berechnet. Je nach Portionsgröße und weiteren Zutaten wie Schlagsahne, Schokostreusel, Krokant oder Waffeln  kommt die eiskalte Leckerei schnell auf den Kaloriengehalt einer Mahlzeit. Wenn Sie Eis im Supermarkt kaufen, achten Sie auf die Nährwertangaben - die gelten meist nicht für ganze Packung.

Milcheis 150 kcal
Fruchteis / Fruchtsorbet 140 kcal
Sahneeis 260 kcal

Achtung bei Lactose-Intoleranz

Eine herrliche Abkühlung bei heißen Temperaturen, der perfekte Abschluss eines guten Essens – ein Eis gehört zum Sommer einfach dazu. Doch für manche Menschen hat die kalte Verführung einen Haken: Bei Lactose-Intoleranz sollten sie besser auf den Genuss von Sahne-, Soft- und Milcheis verzichten. Ein Blick auf die Zutatenliste gibt Sicherheit.

Greifen Sie lieber zu der Wassereis-Variante. Wer nicht den cremigen Geschmack eines Sahne-Eises missen möchte, für den gibt es seit einiger Zeit Lactose-freie Produkte zu kaufen. Auch Soja-Eis ist eine gute Alternative. Ein Blitz-Rezept: Einfach in den Deckel ihres Soja- oder lacatosefreien Lieblingsjoghurt einen Plastiklöffel stecken und ab ins Gefrierfach. Und schon nach zwei Stunden können Sie sich ihr Express-Joghurt-Eis schmecken lassen.

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Eiskalte Vielfalt

Softeis

ist ein aufgeschäumtes Speiseeis. Es wird unmittelbar nachdem es den Gefrierapparat verlassen hat, verkauft. Seine Temperatur beträgt nur -6C, die von Speiseeis dagegen -18C.

Sorbet

besteht aus gefrorenem Wasser, das mit Fruchtmark, -sirup, Zucker und Anderem aromatisiert und mit Eischnee oder auch Schlagsahne verfeinert wird. In Italien heiß die beliebte Erfrischung für heiße Sommertage Granita.

Milch- oder Joghurt-Eis

setzt sich im Wesentlichen aus Milch bzw. Joghurt (mindestens zu 70 %) zusammen und wird dann mit Zuckersirup gesüßt bzw. mit Fruchtmark oder anderen Zutaten aromatisiert.

Sahne-Eis

enthält statt Milch flüssige Sahne, die in der Eismaschine beim Gefrieren aufgeschlagen wird. Wird noch Eigelb zugefügt, spricht der Dessert-Experte von Parfait. Durch den hohen Fettgehalt ist Sahne-Eis besonders cremig und aromatisch, aber leider auch sehr gehaltvoll.

 
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