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rodelnde Kinder

Aktiv durch den Winter

Sportler und Mediziner sind sich einig: Auch in der kalten Jahreszeit gibt es für Gesunde keinen Grund, auf Aktivitäten im Freien zu verzichten. Im Gegenteil.

Wer sich richtig vorbereitet und einige Grundregeln beachtet, tut seiner Gesundheit etwas Gutes, weil er seine Kondition aufbaut oder aufrecht erhält und gleichzeitig die Abwehrkräfte stärkt. Senioren und Menschen mit chronischen Krankheiten sollten vor dem Sport unter erschwerten Witterungsbedingungen ihren Arzt um Rat fragen, weil die Kälte Muskeln, Bändern und Stoffwechsel zu schaffen machen kann.

“Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischt, Wind kräftigt, Schnee erheitert. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur verschiedene Arten von gutem.”

John Ruskin

Winterfit - besser drauf, seltener krank

Sportliche Aktivitäten an winterlicher Luft regen das Immunsystem intensiver an als während der warmen Sommermonate. Der Kältereiz gibt der Abwehr den Auftrag, sich zu stärken. Willkommener Nebeneffekt: Die Temperaturregler des Körpers werden mittrainiert, so dass man bei Kälte nicht mehr so leicht friert. Die lange Dunkelheit und der Aufenthalt in geheizten Räumen schwächen den Organismus im Winter. Dann liefern leichter Ausdauersport wie Walken, Joggen, Skaten, Radfahren oder Skilanglaufen eine Extraportion Energie.

Wer mit der körperlichen Betätigung sein Gewicht unter Kontrolle halten möchte, dem gewährt die kühle Jahreszeit einen zusätzlichen Vorteil: Sport in der Kälte kurbelt den Stoffwechsel kräftiger an. Das schlägt sich auch auf eine erhöhte Fettverbrennung nieder. Die größere Stoffwechselaktivität wirkt auch auf das Herz-Kreislauf-System, es muss sich mehr anstrengen und der Trainingseffekt ist höher.

Auch die Psyche profitiert: Wer trotz Dunkelheit und Eiseskälte seinen anfänglichen Widerwillen überwindet und eine Runde läuft, der kann sich nach dieser Anstrengung innerlich gestärkt und selbstbewusst in der warmen Stube entspannen, denn während der lichtarmen Monate hat Schwermut ansonsten leichtes Spiel.

  • Nicht zuletzt gilt: Wer im Herbst und Winter durchtrainiert, läuft im Frühling allen davon, die sich auf die faule Haut gelegt und so ihre Vorjahresform eingebüßt haben. Bis eine Trainingspause von drei Monaten wettgemacht ist, braucht es mindestens ein halbes Jahr ...

Optimal verpackt mit der richtigen Bekleidung

Bei klirrenden Temperaturen neigen viele Freizeitsportler dazu, sich zu dick einzupacken. Dann droht ein Wärmestau. Genauso unsinnig ist es allerdings, in Harter-Mann-Manier bei kaltem Wetter mit nackten Beinen zu trainieren. Von Profis kommt folgender Tipp: Wer beim ersten Schritt ins Freie leicht fröstelt, ist richtig angezogen. Denn Kälte und Bewegung regen die Muskeln an, sich zügig aufzuwärmen. Nach einigen hundert Metern sollten Sie sich angenehm warm fühlen.

Atmungsaktive Funktionswäsche leitet den Schweiß nach außen ab, speichert gleichzeitig aber die Körperwärme. Empfehlenswert sind langärmlige Unterhemden und knöchellange, eng anliegende Hosen.

Baumwolle ist wenig geeignet, weil sie beim Schwitzen nass wird und feucht bleibt. Dann kühlt der Körper aus und das Risiko für eine Erkältung wächst. Ein kräftiger Wind verstärkt das Frieren. Eine zusätzliche winddichte Jacke oder Weste schützt davor.

Viel Wärme – bis zu 40 Prozent – verliert der Organismus über den Kopf und zusätzlich noch über die Hände. Stirnband oder Mütze und Handschuhe gehören bei Winterwetter darum unbedingt zur Ausrüstung dazu.

Beim Anziehen bewährt sich der Zwiebellook: besser zwei oder drei dünne atmungsaktive Sweatshirts übereinander tragen als eine Winterjacke. Zwischen den einzelnen Lagen bilden sich wärmende Luftpolster. Dicke und gefütterte Jacken sind meist nicht atmungsaktiv, heizen sich unangenehm auf und behindern die sportliche Bewegung. Notwendig sind sie nur bei eisigem Wind und klirrender Kälte. Die Anzahl der Sweatshirts lässt sich hingegen individuell auf die tatsächliche Temperatur abstimmen. Darüber hinaus können Sie die Shirts bequem um die Hüfte binden, sollte es während des Trainings zu warm werden. 

Da es von Oktober bis März früh dunkel wird, ist es ratsam, Sportkleidung mit Reflektoren zu tragen, um Auto- und Radfahrer auf sich aufmerksam zu machen. Auf unbeleuchteten Wegen ist eine leichte Stirnlampe hilfreich, um Schlaglöcher oder Bordsteinkanten rechtzeitig wahrzunehmen und um wahrgenommen zu werden, zum Beispiel von Radfahrern ohne Licht.

Aufwärmen

Vor dem Start sollte auch der ehrgeizigste Hobbysportler auf seinen Körper hören. Wer den Anflug einer Erkältung oder einer anderen Infektion verspürt, sollte besser zu Hause bleiben. Sonst könnte er sich durch das Training überanstrengen und seinen Körper so schwächen, dass er krank wird.

Ein kalter Motor braucht seine Zeit, um warm zu laufen. Und zwar umso länger, je kühler es draußen ist. Das Gleiche gilt auch für Bewegungsbegeisterte. Bevor es losgeht, sollten sie eine längere Aufwärmphase einplanen als im Sommer. Der Grund: Bei Minusgraden reagieren Muskeln und Bänder langsamer.

Sorgfältiges Dehnen bereitet optimal auf die eisigen Bedingungen vor. Zum einen wird die Muskulatur gelockert und aufgeheizt, zum anderen beugt man Verspannungen und Zerrungen von Bändern und Sehnen vor. Sie werden vor allem beim Laufen auf glattem oder rutschigem Untergrund belastet.

Wichtig: Wenn draußen Kälte herrscht, gehört die Aufwärmphase nach drinnen. Wenn es in der Wohnung zu eng wird, sollten Aktive die Übungen wenigstens im Treppenhaus durchführen.

Abkühlen

Statt am Ende der Runde noch einmal richtig Gas zu geben, ist es besser, allmählich langsamer zu werden. So kann man ohne zu frieren in die Abkühlphase übergehen. Auch beugt man so schmerzhaften Verhärtungen der Muskeln vor.

Dehnen nach dem Sport darf besonders im Winter nicht ausfallen, sollte aber wie das Aufwärmen vorher auf jeden Fall in der Wohnung stattfinden. Wer sich nass geschwitzt noch zu lange draußen aufhält, kann sich leichter erkälten. Denn unmittelbar nach dem Kraftaufwand ist das Immunsystem für etwa eine halbe Stunde schwach und angreifbar.

Keine Ausrede für Outdoor-Sportler

Wenn’s richtig gießt oder gar schneit, müssen Sie auch nicht auf Sport verzichten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auch zu Hause in Form zu bleiben. Für Liegestützen, Kniebeugen, Sit-ups benötigen Sie nicht einmal Hilfsmittel. Und das Herz trainieren Sie in den eigenen vier Wänden prima mit Seilspringen - wenn Sie Platz dafür haben - oder Laufen auf der Stelle.

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Gesund durch den Winter

Vitamine stärken die Abwehrkräfte

Essen Sie möglichst viel frisches Obst und Gemüse. Vor allem Zitrusfrüchte, Kiwis, Paprika und Kohl enthalten viel Vitamin C.

Trinken hält fit

Das gilt auch in der kalten Jahreszeit. Frucht- oder Gemüsesäfte versorgen Sie mit Vitaminen. Genießen Sie Glühwein & Co. bewusst und in Maßen. Wie wäre es stattdessen mit einer Tasse Tee? Das Angebot ist groß und bietet für jeden Geschmack etwas.

Die Hände von Viren befreien

Waschen Sie sich häufig mit warmem Wasser und Seife die Hände - Krankheitskeime überleben auf Klinken und anderen Gegenständen einige Zeit und können über die eigenen Hände auf die Schleimhäute von Nase und Mund gelangen.

Kleiden nach dem Zwiebelprinzip

Wer im Winter oft draußen ist, braucht Kleidung, die ausreichend vor Kälte schützt. Bewährt hat sich das Zwiebelprinzip: Mehrere dünne Kleidungsstücke wärmen besser als ein dicker Pullover. Und Sie können bei Bedarf auch etwas davon ausziehen.

Wechselduschen stärken gegen Erkältungen

Wechselduschen funktionieren ganz einfach, indem Sie sich morgens lange heiß duschen und sich anschließend mindestens 30 Sekunden eiskalt abbrausen. Beginnen Sie die kalte Dusche an den Füßen und führen Sie die Brause über Beine und Arme langsam zum Rumpf von außen in Richtung Herz. Kosmetisches Plus – Ihre Haut wird streichelzart, wenn Sie zusätzlich zu Massagehandschuh oder Bürste greifen. Vorsicht: Wer sich bereits krank fühlt, sollte auf Wechselduschen verzichten. Bei Fieber ist der Temperaturschock absolut tabu.

Durchstarten und dranbleiben

Überlisten Sie den "inneren Schweinehund", statt gegen ihn anzukämpfen. Dann wird Sport zum Selbstläufer:

  • Zur selben Zeit am selben Ort: Feste Trainings-Termine einzurichten, erleichtert das Durchhalten. Müssen Sie sich anfangs noch überwinden, wird Bewegung bald zur lieben Gewohnheit.
  • Verbündete suchen: Mit Trainingspartnern hält man eher durch, feuert sich gegenseitig an. Selbstdisziplin fällt in der Gruppe wesentlich leichter.
  • Positiv denken: Nutzen Sie statt leerer Durchhalteparolen echte Motivationskicks: "Ich treibe Sport, weil ich will, nicht, weil ich muss." "Ich darf an die frische Luft und genieße die Sauerstoffdusche." So wird Sport von der Pflicht zur Passion!
  • Spaß haben: Wer sich aus Spaß bewegt, macht Sport zur schönsten Nebensache der Welt. Sie müssen keine Temporekorde aufstellen.
 
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