Da fühl ich mich gut
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Familie im Herbst

Schwitzen fürs Wohlbefinden

Wer im Winter ein paar Stunden in der Sauna verbringt, kombiniert das Angenehme mit dem Nützlichen. Denn regelmäßiges Schwitzen wirkt sich auf Körper und Seele gleichermaßen positiv aus.

Bekanntester Effekt der Sauna ist die Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten. Die Erhöhung der Körpertemperatur in der Schwitzphase bewirkt im Körper dasselbe wie ein leichtes Fieber – die Zerstörung von Krankheitserregern. Aber bitte nicht mit einer Erkältung oder einem grippalen Infekt in die Sauna gehen. Die Temperaturreize bringen die Infektion erst richtig zum Ausbruch. Klingt die Erkältung ab, kann ein Schwitzbad helfen, die restlichen Krankheitserreger auszuscheiden.

  • Der Wechsel von Wärme und Kälte entspannt die Muskulatur und kann den Blutdruck senken. Kreislauf und Stoffwechsel werden angeregt, Atmung und Immunsystem positiv beeinflusst.
  • Saunabaden ist gleichzeitig Hautpflege und Gefäßtraining. Beim Betreten der Sauna weiten sich die Blutgefäße, die Durchblutung nimmt zu. Durch kalte Dusche oder Güsse oder im Tauchbecken verengen sich die Blutgefäße wieder. Saunabaden ist eine schonende, aber gründliche Hautreinigung. Alte Hautzellen werden abgespült – Sie sehen frisch aus. Nach dem letzten Saunagang aufgetragene Pflegemittel werden von der Haut besser aufgenommen.
  • Grundsätzlich gilt: Wer gesund ist, kann einmal pro Woche einen Saunatag einlegen. Auch bei einer Vielzahl von Erkrankungen kann der regelmäßige Saunabesuch möglich sein und sogar positive Effekte für Ihre Gesundheit haben. Sie sollten zu Ihrer Sicherheit in jedem Fall Ihren Arzt dazu befragen. Das gilt auch, wenn Sie älter als 60 Jahre sind und noch nie in der Sauna waren. Ihr Arzt kann Ihnen auch Empfehlungen geben, was Sie beachten sollten, damit der Saunabesuch Ihnen wirklich gut tut, zum Beispiel welcher Saunatyp für Sie geeignet ist.
  • Regelmäßige Saunagänge sind auch in der Schwangerschaft erlaubt. Wenn Sie schon immer "Sauna-Fan" sind, ist Ihr Körper an die Temperaturreize gewöhnt und der Saunabesuch hat viele positive Effekte für Ihr Wohlbefinden. Falls Sie in der Schwangerschaft Ihren ersten Saunabesuch planen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Es gibt viele Möglichkeiten, gesund ins Schwitzen zu kommen. Mit unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit bietet jede Sauna ihr spezielles Klima und wohltuende Effekte. In vielen Freizeitbädern erwartet Sie ein wahres Saunaparadies, in dem Sie Ihre persönlichen Favoriten entdecken können. Meist finden Sie vor der Tür zur "Schwitzstube" die wichtigsten Hinweise zum richtigen Saunieren.

So wird's entspannt

Wer in die Sauna hetzt, wird kaum einen Erholungseffekt spüren. Planen Sie wenigstens zwei Stunden ein, die nur Ihnen gehören. Die einzige Uhr, die Sie in der Sauna brauchen, ist die Sanduhr im "Schwitzraum". Noch besser ist es, wenn Sie sich bei der Dauer der einzelnen Saunagänge auf Ihre innere Uhr verlassen. Bitte gehen Sie auch nicht mit vollem Magen - aber auch nicht hungrig - in die Sauna.

Der einzelne Saunagang kann zwischen zehn und 20 Minuten dauern. Lassen Sie Ihr Wohlbefinden entscheiden, wie lange Ihr Saunagang dauert und auch ob Sie zwei oder drei absolvieren. Nach jedem Saunagang kühlen Sie sich mit Dusche, Kneippschlauch oder im Tauchbecken ab. Manche Saunabäder haben verschiedene Duschen mit unterschiedlicher Intensität und Temperatur des Wasserstrahls. Oder sogar eine riesige Schüssel mit zerstoßenem Eis zum Abreiben. Saunagefühl wie in Skandinavien kommt für viele auf, wenn sie sich im Winter zum Abkühlen im Schnee bewegen können. Nach jedem Saunagang genießen Sie die Ruhephase. 20 Minuten sind ideal. Nach dem letzten Saunagang können Sie sich eine Extraportion Pflege gönnen. Haarkur & Co. werden deutlich besser aufgenommen. Zwischen den Saunagängen trinken Sie nur wenig - am besten stilles oder Mineralwasser. Wenn Sie zuviel trinken, verringern sich die Ausscheidung der Schadstoffe und der Reinigungseffekt. Nach dem Saunabesuch ist es jedoch wichtig, viel zu trinken allerdings keinen Alkohol, sondern Mineralwasser und verdünnte Fruchtsäfte.

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Sauna-Typen

Finnische Sauna|

Sie ist der "Klassiker" unter den Saunen und wird auch als Blockhaussauna bezeichnet.

Biosauna

Sie ist eine kreislaufschonende Mischung aus Sauna und Dampfbad. Typisch sind Temperaturen von 45-60°C und eine Luftfeuchtigkeit von 40-55 Prozent. Die Luft wird häufig mit ätherischen Ölen angereichert, deshalb spricht man auch von einer Kräutersauna. Die Dauer eines Saunagangs bis zu 30 Minuten, leise Musik oder Farblicht intensivieren oft den Entspannungseffekt.

Römisches Bad

Hier erwarten Sie drei unterschiedlich heiße und feuchte Räume: Tepidarium (39°C), Caldarium (40°C) und Lanconicum (50-60°C).

Banja, Hamam und Rasul

Das sind die russische, türkische und arabische Variante der Sauna. In der Banja herrschen Raumtemperaturen von 40-50°C, die hohe Luftfeuchtigkeit, die hohe Luftfeuchtigkeit wird durch das Begießen heißer Ofensteine erzeugt. Im Hamam erwarten Sie mehrere Räume mit Temperaturen zwischen 40-50°C; typisch ist die Reinigung mit Seifenschaum: Im Rasul sorgen Dampfschübe und Nieselregen für die Luftfeuchtigkeit.

Sauna-Ausstattung

Für Ihren Saunabesuch benötigen Sie eine größere Tasche. Das nehmen Sie mit:

  • Saunatuch zum Hinlegen (Mit der Größe von 80 x 200 cm ist es schmaler und länger als ein übliches Duschtuch - passt also genau auf die Saunabank. Der Hygiene zuliebe hat es idealerweise zwei unterschiedliche Seiten - so sehen Sie sofort, welche Seite Ihrem Körper und welche der Saunabank zugewandt ist.)
  • Duschtücher zum Abtrocknen (dann liegen Sie beim nächsten Saunagang nicht auf einem nassen Handtuch) bzw. als Auflage für die Liege im Ruheraum
  • Bademantel (die Alternative ist  für Herren ein Saunakilt, für Damen ein Sarong)
  • Badeschuhe
  • dicke Socken, damit Sie beim Entspannen keine kalten Füße bekommen
  • Massagehandschuh
  • Duschbad, Haarwäsche und Pflegeprodukte für Haut und Haar
  • entspannende Musik (natürlich nur auf MP3-Player & Co.) oder Lektüre
 
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