Wir treten sie im wahrsten Sinne des Wortes tagtäglich mit ihnen selbst: unsere Füße. Egal, ob zu hohe, zu spitze, zu enge oder zu ausgetretene Schuhe – was uns gefällt, macht den Füßen meist nur wenig Spaß. Und das zeigen sie dann auch irgendwann. Untersuchungen belegen, dass etwa 30 Prozent der Erwachsenen unter Problemen mit ihren Füßen leiden. Aber ist die Basis nicht in Ordnung, hat das Auswirkungen auf den gesamten Körper. Knie- und Hüftbeschwerden, Rücken-, ja sogar Kopfschmerzen können ihren Ursprung in Senk-, Spreiz- oder Knickfüßen haben.
Georg Büchner
26 Knochen, die über 33 Gelenke miteinander verbunden sind, über 100 Bänder, die das Ganze zusammenhalten. 20 Muskeln, die mit ihren starken Sehnen für Bewegung und festen Stand sorgen. Und eine Vielzahl von Nerven, die Haut, Muskeln und Sehnen versorgen: Der Fuß ist ein sensibles Organ, das Unebenheiten erkennt, einen weichen von einem harten Untergrund unterscheidet – genauso wie warm und kalt, spitz oder stumpf. Und uns durchs Leben trägt.
Damit der Fuß all seine Aufgaben meistern kann, müssen die so genannten Fußgewölbe – längs wie quer – intakt sein. Das Längsgewölbe reicht von den Zehengelenken bis zur Ferse und stabilisiert den Fuß. Das Quergewölbe reicht von der Innen- zur Außenseite des Fußes. In der Fußmitte finden sich die Fußwurzelknochen, die die Kuppel des Längsgewölbes bilden und zuständig für die Bewegung sind. Senkt sich das Quergewölbe ab, sprechen Mediziner vom Spreizfuß. Dabei werden die Mittelfußknochen auseinandergedrückt. Neben einer genetischen Veranlagung liegt die Ursache meist in hohen Schuhen, da sie den Mittelfuß überlasten. Aber auch langes Stehen und Übergewicht können zu dieser häufigsten Fehlstellung führen. Typisch für den Spreizfuß sind Druckstellen mit Schwielen an der Fußsohle und Schmerzen im Mittelfuß.
Unbehandelt kann der Spreizfuß das Gelenk des großen Zehs in Mitleidenschaft ziehen, der Hallux valgus – die schmerzhafte Verformung am Ballen – ist die Folge. Der große Zeh wird dabei immer stärker zu den anderen Zehen hingedrückt. Dadurch wandert der erste Mittelfußknochen nach innen. Am Rand der Fußinnenseite bildet sich allmählich eine Beule, die den ganzen Druck abbekommt. Auch wenn Frauen deutlich häufiger betroffen sind, sind zu enge Schuhe und hohe Absätze nicht die alleinige Ursache. Neben einer erblichen Veranlagung spielen auch eine schwach ausgebildete Fußmuskulatur und angeborene Fehlstellungen eine Rolle.

„Damit uns unsere Füße ein Leben lang problemlos tragen können, sollten wir sie immer gut verpacken“, sagt Dr. Ulrich Hafkemeyer, Facharzt für Orthopädie am St.-Vincenz-Hospital im westfälischen Coesfeld. Denn so gesund das Barfußlaufen auch für Muskeln, Sehnen und Bänder ist, so schwierig ist es im Alltag umzusetzen.
Deshalb kommt es beim Schuhwerk auf bestimmte Kriterien an. „Erst einmal muss sich der Schuh nach dem Fuß richten – nicht umgekehrt“, so der Mediziner. Das heißt: Er muss in Länge und Breite passen. Vor allem die Zehen brauchen Freiraum und die Ferse muss fest umschlossen sein.
Zusätzlich unterstützen ein richtiges Fußbett sowie eine flexible und flache Schuhsohle das möglichst natürliche Abrollen beim Gehen. Das heißt aber nicht, dass frau nicht zwischendurch auch mal auf hohen Hacken unterwegs sein darf. Vielmehr ist Abwechslung gefragt: mal flach, mal hoch und mal auf nackten Sohlen. „Auf unterschiedlichen Böden ist das Barfußlaufen besonders gesund“, so Hafkemeyer. Wer sich das Vergnügen nicht nur für den Strandurlaub aufheben will: Inzwischen gibt es in zahlreichen Städten spezielle Barfußparks oder -pfade, auf denen man seinen Füßen eine Auszeit vom Schuhalltag gönnen kann. Und natürlich bieten die eigenen vier Wände oder der Garten genügend Frei-Fuß-Zonen.
Allerdings hat das Deutsche Schuhinstitut 2010 herausgefunden, dass 80 Prozent der Deutschen Schuhe tragen, die ihnen nicht richtig passen:
Im Laufe des Tages schwellen die Füße an. Deshalb ist am Nachmittag die richtige Zeit zum Schuhkauf. Vor den Zehen sollte rund ein Zentimeter Spielraum sein und am Ballen sowie an den Fersen sollten sie fest sitzen, um Halt zu geben. Das ideale Material ist Leder, da es Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann und dehnbar genug ist, um sich der Fußform anzupassen. Seit einigen Jahren gibt es auch Schuhe aus synthetischem Material, das atmungsaktiv ist, sodass der Fußschweiß entweichen kann.
Besonders wichtig sind passende Schuhe bei Kindern: Ihre Knochen sind noch weich und daher verformbar. Vor allem zu kleine Schuhe können leicht Fußfehlstellungen verursachen. Eltern sollten regelmäßig die Schuhgröße ihrer Kinder prüfen, da die Füße schnell wachsen. Vor jedem Schuhkauf ist es ratsam, die Füße in einem Fachgeschäft vermessen zu lassen, um die richtige Länge und Weite zu ermitteln. Die Daumenprobe an der Schuhspitze funktioniert bei Kindern nicht zuverlässig, da sie aus Reflex die Zehen einziehen.
Allerdings hat das Deutsche Schuhinstitut 2010 herausgefunden, dass 80 Prozent der Deutschen Schuhe tragen, die ihnen nicht richtig passen: Zu große Schuhe geben dem Fuß keinen Halt beim Abrollen. In zu kleinen Schuhen werden die Füße gequetscht und eingeschränkte Zehen können zu Durchblutungsstörungen in den Beinen führen. Im Laufe des Tages schwellen die Füße an. Deshalb ist am Nachmittag die richtige Zeit zum Schuhkauf. Vor den Zehen sollte rund ein Zentimeter Spielraum sein und am Ballen sowie an den Fersen sollten sie fest sitzen, um Halt zu geben. Das ideale Material ist Leder, da es Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann und dehnbar genug ist, um sich der Fußform anzupassen. Seit einigen Jahren gibt es auch Schuhe aus synthetischem Material, das atmungsaktiv ist, sodass der Fußschweiß entweichen kann.
Wer unter Senk-, Platt- oder Spreizfüßen leidet, für den können unter Umständen spezielle Einlagen eine passende Lösung sein. Sie stützen nicht nur den Fuß, sondern stimulieren darüber hinaus über eingearbeitete Polsterungen und Keile die Fußmuskeln, bis diese wieder so kräftig sind, dass sie den Fuß in Form halten und den Körper wieder in die richtige Balance bringen. Neben standardisierten Einlagen können sie je nach nach Bedarf auch auf der Grundlage einer Ganganalyse hergestellt werden. Werden Einlagen vom Arzt verschrieben, übernimmt die IKK classic im Rahmen des Sachleistungsprinzips die Kosten in Höhe des gesetzlich vorgeschriebenen Festbetrags.
Wer unter Senk-, Platt- oder Spreizfüßen leidet, für den können unter Umständen spezielle Einlagen eine passende Lösung sein. Sie stützen nicht nur den Fuß, sondern stimulieren darüber hinaus über eingearbeitete Polsterungen und Keile die Fußmuskeln, bis diese wieder so kräftig sind, dass sie den Fuß in Form halten und den Körper wieder in die richtige Balance bringen. Neben standardisierten Einlagen können sie je nach nach Bedarf auch auf der Grundlage einer Ganganalyse hergestellt werden. Werden Einlagen vom Arzt verschrieben, übernimmt die IKK classic im Rahmen des Sachleistungsprinzips die Kosten in Höhe des gesetzlich vorgeschriebenen Festbetrags.