Da fühl ich mich gut
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gut gelaunte Frau im Schnee

Nie wieder frieren!

Minusgrade und Schmuddelwetter machen vielen Menschen zu schaffen. Kalte Füße, rote Nase und leichtes Frösteln gehören zu den ständigen Begleitern. Wir haben die wichtigsten Tipps zum Schutz vor der Kälte zusammengestellt.

Egal, wie das Wetter ist: Die Temperatur im Inneren unseres Körpers beträgt etwa 37 Grad - wir Menschen sind in der Lage, unsere Kerntemperatur unabhängig von der Außentemperatur konstant zu halten. Das hat allerdings seinen Preis: Damit auch in einer kalten Umgebung die lebenswichtigen inneren Organe warm gehalten werden können, verengen sich die Blutgefäße in den "Außenstellen" des Körpers - so wird der Wärmeabgabe nach außen reduziert. Das trifft unter anderem Hände, Kopf und Füße: Sie werden schlechter durchblutet und wir beginnen zu frieren.

Doch warum zittern wir eigentlich, wenn wir frieren? Das Zittern ist zum einen ein Warnsignal, zum anderen wärmt es uns. Denn wenn alle 600 Skelettmuskeln mitzucken, steigert das unsere Körpertemperatur. Außerdem bekommen wir Gänsehaut, die Haare richten sich auf. Als unsere Vorfahren noch Fell hatten, entstanden dadurch zwischen den Haaren wärmende Luftpolster. Doch seit das Fell weg ist, vergrößert die Gänsehaut nur unsere Oberfläche und wir frieren noch mehr. Was tun?

“Ich freue mich, wenn ich friere. Denn wenn ich mich ärgere, friere ich noch mehr.”

Karl Valentin

Erste Hilfe gegen Frost

Das einfachste Gegenmittel ist Bewegung. Im Ruhezustand erzeugen wir eine Wärmeleistung von rund 80 Watt, in Bewegung bis zu 600 – das ist etwas weniger als eine Mikrowelle.

Die beste Vorsorge gegen Frieren ist Abhärten, zum Beispiel in der Sauna mit anschließendem Abreiben im Schnee oder eiskaltem Tauchbad. Auch wer viel draußen ist, trotzt der Kälte besser. Hundehalter sind hier klar im Vorteil, denn sie sind regelmäßig und bei jedem Wetter an der frischen Luft. Wichtig ist die richtige Kleidung: Vlies oder Daunen isolieren besonders gut, außerdem sollte die Jacke wasserabweisend sein.

Beim Frieren sind Frauen übrigens im Nachteil: Sie haben eine größere Hautoberfläche, die der Kälte mehr Angriffsfläche bietet. Zudem verfügt der männliche Körper über mehr wärmende Muskelmasse, das am besten durchblutete Gewebe des Menschen.

Warme Füße - das A und O

So lustig es klingt: Gut durchblutete und warme Füße sorgen für eine ebenso gut durchblutete Nasenschleimhaut. Und das hält die Schnupfenviren in Schach. Doch was tun bei Eisfüßen?

  • Schnelle Hilfe bei Eisfüßen bieten Wechselbäder. Eine große Schüssel mit warmem Wasser füllen, eine zweite mit kaltem. Jetzt abwechselnd die Füße hineinstellen: fünf Minuten warm baden, dann für zehn Sekunden ins kalte Wasser. Das ganze zweimal, aufgehört wird immer mit dem kalten Reiz. Zum Schluss die Füße mit einem Handtuch abfrottieren.
  • Wem nachts die Füße kalt werden, sollte beim Schlafen warme Wollsocken tragen. Oder vorm Zubettgehen mit den Händen erst beide Füße durchkneten, dann die Badewanne zur Hälfte mit kaltem Wasser füllen, darin auf und ab schreiten wie ein Storch. Danach die Tropfen abstreichen und mit noch feuchten Füßen ins Bett gehen, warm zudecken.
  • Auch die Massage mit einem Fußroller oder einer Trockenbürste oder ein Fußbad mit ätherischen Ölen erweitern die Gefäße und fördern die Durchblutung. Im Idealfall sollten Füße auf diese Art zweimal in der Woche verwöhnt werden. Zudem belebt eine regelmäßige Fußpflege müde Glieder und beugt Fußpilzerkrankungen vor

Wichtigstes Hilfsmittel, um erst gar keine kalten Füße zu bekommen, ist das richtige Schuhwerk. Darauf sollten Sie achten:

    • Enges Schuhwerk und kneifende Strümpfe gehören in die Mottenkiste, nicht an die Füße. Alles, was die Durchblutung hemmt, lässt die Füße frösteln!
    • Beim Schuhkauf unbedingt darauf achten, dass nicht nur das Obermaterial wasserabweisend ist, sondern auch für eine ausreichende Belüftung und einen guten Austausch zwischen frischer Luft von außen und erwärmter Luft im Schuh gesorgt ist
    • Füße nicht den ganzen Tag im Schuh belassen und erst nachts zum Schlafengehen herausholen. Sonst lautet das Ergebnis: Fußgeruch und müde Glieder. Wird die Frischluft abgeriegelt, setzen sich die Füße mit einer klimatischen Gegenreaktion zur Wehr: Da der Luftaustausch nicht mehr optimal funktioniert, erwärmen sich die Füße zu stark und beginnen zu schwitzen. Die entstehende Feuchtigkeit kann im Schuh nicht verdunsten, die Füße fühlen sich kalt und feucht an und unser Körper reagiert ähnlich einer Unterkühlung. Nicht selten sind Erkältungskrankheiten die Folge. Daher zuhause möglichst schnell die Schuhe aus und in bequeme Hausschuhe schlüpfen.
    • Wer seine Füße bewegt, hält sie warm: Probieren Sie es unterwegs mit Fußgymnastik. Einfach auf die Zehenspitzen stellen, dann bis zum Fußballen absenken - mehrmals wiederholen. Bei längerem Sitzen die Beine nicht übereinanderschlagen - auch hier wird die Blutzirkulation gebremst. Zwischendurch die Füße kreisen lassen.

Wenn das alles nicht hilft und Ihnen ständig die Füße frieren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Niedriger Blutdruck, Herzfehler oder Diabetes können sich in eisigen Füßen zeigen. Auch Gefäßerkrankungen und Durchblutungsstörungen sind mögliche Ursachen für dauerhaft kalte Füße. Wer stark raucht und zuviel Kaffee trinkt, riskiert ebenso kalte Füße wie jemand, der sich zu wenig bewegt - verengte Gefäße lassen die Extremitäten schlechter durchbluten.

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Die Top 5 gegen Frost

Lachen wärmt

Wer viel lacht, stört sich weniger an eiskalten Händen. Das wurde inzwischen sogar wissenschaftlich erforscht.

Heißgetränke

Heiße Tassen wärmen schon beim Anfassen. Sind sie dann noch mit Ingwertee, heißer Schokolade mit Chili oder einem Gewürzkaffee mit Nelken, Kardamom und Zimt gefüllt, kann uns die Kälte nichts mehr anhaben.

Suppe & Co.

Auch Suppen und Eintöpfe sind wahre Frostkiller: Eine Hühnersuppe mit Ingwer, Thaicurry, Knoblauch, Chili und Pfeffer vertreibt nach einer ausgedehnten Winterwanderung auch den letzten Kälteschauer.

Gut behütet

Gut, dass Mützen zurzeit wieder "in" sind. Denn rund 40 Prozent Körperwärme verlieren wir allein über den Kopf und frieren dadurch auch viel schneller am restlichen Körper. Also her mit warmer Kopfbedeckung, Schal und Handschuhen!

Zwiebel-Look

Zwiebeln sind ganz schön clever - machen wir's wie sie! Mehrere dünnere Bekleidungsteile statt eines mega-dicken Pullovers lautet die Devise. So frieren wir nicht auf dem Weg zur Arbeit und schwitzen auch nicht im Büro.

Bücherbox

Nie wieder frieren

Karin Hertzer
TRIAS Verlag, ISBN 978-3-8304-3689-8

Kalte Hände und Füße vermiesen die Stimmung. Doch es gibt Hilfe für Frierkatzen und Wintermuffel: wärmende Übungen zur Entspannung, feurige Gewürze und Bekleidung, die nicht nur gut aussieht. Insgesamt 50 Tipps heizen ein und bringen Sie mit guter Laune durch Minusgrade und Matschwetter.

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Warum Frauen kalte Füße haben

Es liegt mal wieder am kleinen Unterschied - in diesem Fall der Muskelmasse und der Körperoberfläche.  Die fundierte Antwort auf dieses und viele weitere Rätsel des Alltags gibt "Sonst noch Fragen?" gibt Ihnen  Diplom-Physiker Ranga Yogeshwar.

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