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| Datum: | 07. September 2010 - 06:19 Uhr |
Anlass für ihre Warnung ist eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung aus den USA. Sie hat ergeben, dass Frauen mit COPD häufiger und stärker unter Atemnot leiden, größere Lungenfunktionsverluste aufweisen und körperlich weniger belastbar sind als Männer mit derselben Krankheit. Die Gründe für den Geschlechterunterschied sind noch nicht bekannt. Dennoch raten die Lungenärzte Frauen jetzt verstärkt dazu, lieber heute als morgen mit dem Rauchen aufzuhören, um ihr geschlechtsbedingt erhöhtes COPD-Risiko so klein wie möglich zu halten. Über die Gründe für die stärkere COPD-Belastung bei Frauen wird in Fachkreisen derzeit noch spekuliert. Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie sieht mögliche Ursachen in der Anatomie der Atemwege, die bei Frauen filigraner und kleiner sind als bei Männern. Eine andere Erklärung könnte darin liegen, dass Frauen stärker von den COPD-Folgeerkrankungen wie Gewichtsverlust, Lungenfunktionsverlust und Depressionen betroffen werden als Männer. Unbestritten ist, dass COPD-Erkrankungen bei Frauen heute fast genauso häufig vorkommen wie bei Männern. In den USA erkrankten im Jahr 2000 sogar erstmals mehr Frauen als Männer.