Dies hat eine Arbeitsgruppe um Karin Taube von der Atem-Reha GmbH in Hamburg nachgewiesen. Dabei erwies sich ein Training in ambulanten Lungensportgruppen erfolgreich, in denen zweimal pro Woche etwa eine Stunde lang unter Anleitung trainiert wurde. Zum Programm gehörten Ausdauer- und Krafttraining, Koordinations-übungen und Atemgymnastik. Körperliches Training ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung einer COPD. Der Nutzen von Bewegung ist auch wissenschaftlich gut belegt. Wer an COPD erkrankt ist, sollte aber nicht nur vorübergehend, sondern möglichst langfristig in Bewegung bleiben, um seine Fitness zu erhalten. Wie das funktionieren kann, zeigt die Hamburger Studie eindrucksvoll.
Zunächst beurteilten die Sportmediziner darin die körperliche Belastbarkeit von 72 COPD-Patienten zu Beginn und am Ende einer sportlichen Reha-Maßnahme. Als Maßstab diente die Gehstrecke, die von den Patienten in sechs Minuten bewältigt werden konnte. Schafften die Teilnehmer anfangs im Durchschnitt 454 Meter, so waren es nach der Reha schon 499 Meter. Anschließend setzten 54 der Patienten die Übungen zweimal pro Woche in einer ambulanten Lungensportgruppe fort, während die restlichen 18 Patienten keinen Sport mehr betrieben. Nach neun Monaten zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen: Bei den sportlich Aktiven hatte sich die in sechs Minuten bewältigte Gehstrecke auf 526 Meter weiter verbessert und die Atemnot bei Alltagsaktivitäten verringert. Dagegen war bei den sportlich Inaktiven die Wegstrecke gesunken und die Atemnot erhöht.
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