Sie verringert nicht nur das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen, sondern halbiert auch die Gefahr für COPD und Asthma. Darauf weisen die Lungenärzte des Bundes-verbands der Pneumologen (BdP) unter Berufung auf zwei aktuelle Studien hin. Aber auch bei einer schon bestehenden COPD kann sich die Mittelmeerküche günstig auf den Krankheitsverlauf auswirken.
Unter einer mediterranen Diät wird eine Ernährung verstanden, die viel frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Nüsse, mehr Fisch als Fleisch sowie vermehrt pflanzliche statt tierische Öle verwendet. Auch im Hinblick auf die Entwicklung von Lungenerkrankungen ist diese Ernährungsweise vorteilhaft, betont Lungenarzt Michael Barczok vom Vorstand der BdP. Wer sich hingegen vorwiegend von Fertiggerichten, rotem Fleisch, tierischen Fetten und Süßigkeiten ernähre, habe etwa doppelt so häufig unter Atemwegsproblemen zu leiden. Dies bestätigen zwei aktuelle Untersuchungen bei amerikanischen Männern und griechischen Kindern.
Auch wer schon an einer COPD erkrankt sei, könne die Krankheit durch die Art der Ernährung negativ oder positiv beeinflussen, betonen die Lungenärzte. So weist etwa gepökeltes, rotes Fleisch viel Nitrit auf, das im Körper einen so genannten oxidativen Stress hervorruft. Bei Patienten mit COPD kann dieser Stress das Fortschreiten der Lungenerkrankung beschleunigen. Wer sich dagegen mindestens zwei Mal am Tag mit Lebensmitteln aus der Mittelmeerküche ernährt, kann die Entzündungsprozesse in der Lunge hemmen.