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Gesunde Lymphe - starkes Immunsystem

Neben dem Blut gehört die Lymphe zu den Hauptflüssigkeiten, die im Körper lebenswichtige Funktionen übernehmen.

Ein eigenes Gefäßsystem, dass sich in feinen Bahnen durch den ganzen Körper zieht, dient als Transportweg für eine farblose Flüssigkeit, die besondere Aufgaben übernimmt: Die Lymphe. Zum System gehören auch mehrere lymphatische Organe wie Lymphknoten, Milz, Mandeln und das Knochenmark. Eine wichtige Rolle spielt die Lymphe zum Beispiel für das Immunsystem. Sie transportiert Krankheitserreger zu den Lymphknoten, wo die Immunzellen die Erreger bekämpfen und beseitigen können. Deshalb schwellen bei Infekten häufig die Lymphknoten an. Außerdem nimmt die Lymphe Stoffwechselendprodukte, Fette und überschüssige Gewebeflüssigkeit auf und transportiert sie durch das Gefäßsystem. Ist das Lymphsystem überlastet, schwächt dies das Immunsystem und beeinträchtigt den gesamten Stoffwechsel. Ein gesundes Lymphsystem hilft dagegen, Infekten vorzubeugen und stärkt das allgemeine Wohlbefinden.

Infekte belasten das Lymphsystem

Ständige Infekte im Hals-Rachenraum oder häufig geschwollene Mandeln deuten auf ein angegriffenes Lymphsystem hin. Oft sind Kinder davon betroffen, die dann meist zusätzlich noch unter einer Mittelohrentzündung oder geschwollenen Lymphknoten in der Halsgegend leiden. Allerdings sind die häufigen Infekte nicht so dramatisch, da sich das Immunsystem von Kindern noch entwickeln muss und demzufolge oft angegriffen ist. Trotzdem müssen die Infekte sorgfältig auskuriert werden, damit das Lymphsystem nicht zu stark belastet wird. Die Folge können sonst chronische Entzündungen der Lymphknoten oder Mandeln sein.

Erwachsene können bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhäute verhärtete Lymphknoten unter dem Kinn, unter den Ohren und am Hals ertasten. Schwellen die Lymphknoten nur langsam oder gar nicht mehr ab, kann das Lymphsystem nicht mehr ausreichend auf die Krankheitserreger reagieren und braucht medikamentöse Unterstützung. Dann sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen. Möglicherweise steckt auch eine Allergie hinter den überstrapazierten Lymphknoten.

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Warnsignal: Bleibende Schwellungen

Die meisten kennen das: Nach mehreren Stunden stehen oder sitzen sind die Beine angeschwollen. Der Grund dafür ist, dass die Gewebeflüssigkeit nicht mehr ausreichend weitertransportiert wird. Abhilfe schafft dann ein längerer Spaziergang oder anderweitige Bewegung. Dabei sollten die Beine schnell wieder abschwellen. Hält die Schwellung jedoch an oder tritt sie schon nach kurzer Zeit wieder auf, kann dies Anzeichen einer so genannten lymphatischen Ödemerkrankung sein. Sie sollten dann keine Zeit verstreichen lassen, bevor Sie einen Arzt aufsuchen. Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen) müssen unbedingt medizinisch behandelt werden. Ein Verschleppen kann schwerwiegende Komplikationen nach sich ziehen.

  • Ödeme machen sich durch ein Spannungs- und Schweregefühl auf der Haut bemerkbar.
  • Manche Menschen verfügen über eine angeborene Unzulänglichkeit des Lymphgefäßsystems und sind besonders anfällig für Ödeme. In den überwiegenden Fällen sind aber schwere Unfälle mit einhergehenden Quetschungen, Operationen, bei denen Lymphknoten entfernt wurden, oder auch eine Herz- und Venenschwäche die Ursache für eine Ödembildung.

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Pflege für die Lymphe

Sie können einiges tun, um die Lymphe im Fluss zu halten und bei ihrer Arbeit zu unterstützen:

  • Bewegen Sie sich ausreichend, bevorzugen Sie dabei Sportarten, die das Herz-Kreislaufsystem fördern wie Walken, Schwimmen, Radfahren. "Das regt den Lymphfluss an", sagt die Lymph-Expertin Dr. Ehtel Földi von der Földiklinik in Hinterzarten.
  • Vermeiden Sie schwere fetthaltige Mahlzeiten. Fette beeinträchtigen den Lymphtransport. Und Übergewicht führt zu einer Zunahme des Unterhautfettgewebes. Die Lymphgefäße verformen sich dadurch, der Transport der Lymphe gerät ins Stocken. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene Ernährung und vermeiden Sie Übergewicht.
  • In verkrampften Muskeln kann die Lymphe schlechter transportiert werden. Sorgen Sie für Entspannung.
  • Bei manchen Frauen kommt es vor der Periode zu einer verstärkten Gewebeflüssigkeitszunahme von bis zu 3 oder 4 kg. Dann helfen entwässernde Tees, zum Beispiel Brennessel- oder Zinkkrauttee, die überschüssige Flüssigkeit auszuscheiden.
  • Lagern Sie so oft wie möglich die Beine hoch.
  • Vermeiden Sie einengende Kleidung (abschnürende Strümpfe und Ärmel oder Hosen, die im Schrittbereich zu eng sind).
  • Tiefes Atmen und Atemübungen regen den Lymphfluss an.
  • Akupressur: Massieren Sie sanft kreisend links und rechts am Kopf die Schläfen dort, wo die Schläfenarterie tastbar ist. Oder: Ziehen sie die Schulter nach vorne. Streichen Sie die so entstandene "Schale" mit den Händen sanft von außen nach innen aus.

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