Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Ausdauersport bei der Bewältigung einer Krebserkrankung helfen kann.
Frauen, die eine Brustkrebsbehandlung hinter sich haben, kämpfen häufig noch eine ganze Zeit lang mit Beschwerden, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen. Zu diesen Nachwirkungen gehören Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme, Erschöpfung, Depression und Angst. In einer Studie mit 86 Frauen, deren Krebstherapie bis zu drei Jahre zurücklag, hat ein Forscherteam um Dr. Tetsuya Ohira von der Universität in Minnesota untersucht, welchen Einfluss ein halbjähriges Krafttraining auf diese Beschwerden ausübt.
Die jetzt in der angesehenen Fachzeitschrift "Cancer" veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass ehemalige Brustkrebspatientinnen, die zweimal in der Woche ein jeweils einstündiges, abwechslungsreiches Krafttraining betrieben, sowohl seelisch als auch körperlich von dem Training profitierten. Im Vergleich zu der Gruppe, die keinen Sport betrieben hatte, verspürten sie eine verbesserte Lebensqualität, ein stärkeres Körpergefühl insbesondere im Oberkörper und einen erhöhten Anteil an fettfreier Körpermasse.
Weil frühere Studien schon einen günstigen Einfluss von Ausdauersportarten, wie etwa Walking, bei Brustkrebspatientinnen gezeigt hatten, glauben die Forscher, dass ein zusätzliches Krafttraining die Lebensqualität noch weiter erhöhen könnte. Allerdings sollten Brustkrebspatientinnen den Umfang des Trainings mit einem Arzt absprechen und sich von einem erfahrenen Trainer beraten lassen.