Aus Expertensicht haben Soft skills einen Anteil von mindestens 50 Prozent am beruflichen Erfolg. Gemeint sind damit Eigenschaften von Mitarbeitern wie Teamfähigkeit, Empathie und Verantwortungsbewusstsein – außerdem fundierte Fähig- und Fertigkeiten in den Bereichen Kommunikation und Konfliktlösung. Reines Fachwissen reicht in der heutigen Arbeitswelt schon längst nicht mehr aus. Soft skills sind – bewusst oder unbewusst – immer auch Bestandteil eines Unternehmens und des Handelns seiner Mitarbeiter. Denn wie Mitarbeiter jenseits ihrer fachlichen Qualifikation zum Beispiel mit Kunden, deren Wünschen und auch Beschwerden umgehen, gehört zum Leitbild eines Unternehmens und dessen Unternehmenskultur. Obwohl sich diese Begriffe klar definieren lassen, ist ihre Bedeutung in der Praxis vielfach unklar.
Unter Unternehmenskultur versteht man die Gesamtheit von grundlegenden und gemeinsamen Werten, Vorstellungen und Orientierungen in einem Unternehmen, die das Verhalten der Mitarbeiter nach innen und außen prägen. Die Unternehmenskultur ist gewissermaßen die Persönlichkeit eines Betriebes; sie entscheidet ganz wesentlich darüber, wie Kundenbeziehungen, aber auch der Umgang der Arbeitnehmer untereinander gestaltet und geregelt sind. Eine Unternehmenskultur äußert sich in bestimmten, meist langjährig gewachsenen Denk-, Problemlösungs- und Verhaltensmustern. Dabei können die Faktoren, die beispielsweise das Verhalten von Mitarbeitern bestimmen, unbewusst sein. Aber sie sind, und das ist wichtig, vorhanden. Der Begriff Unternehmenskultur beschreibt damit den bestehenden Zustand, während das Unternehmensleitbild eine langfristige Zielvorgabe ist. Hier wird der angestrebte Soll-Zustand für künftiges Handeln beschrieben.