Häufigste Gründe für Krankschreibungen waren wie in den Vorjahren mit 24,3 Prozent Muskel-Skelett-Erkrankungen. 16,2 Prozent der Fehltage wurden von Verletzungen verursacht. Mit 13,2 Prozent folgten Erkrankungen des Atmungssystems wie erkältungsbedingte Infektionen, Bronchitis oder Grippe.
Die Erhebung der IKK classic bestätigt den Trend, dass vermehrt psychische Erkrankungen diagnostiziert werden: 9,2 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage gingen darauf zurück. Das ist fast ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr (8,3 Prozent). Insgesamt lagen die psychischen Erkrankungen auf Platz vier der Krankheitsursachen.
| 2010 | 2011 | |
|---|---|---|
| Muskel- und Skeletterkrankungen | 26,4 % | 26,3 % |
| Verletzungen und Vergiftungen | 16,8 % | 16,2 % |
| Krankheiten der Atmungsorgane | 13,1 % | 13,2 % |
| Psychische Erkrankungen | 8,3 % | 9,2 % |
| Krankheiten des Verdauungssystems | 6,1 % | 5,9 % |
| Kreislauferkrankungen | 4,8 % | 4,8 % |
Durchschnittlich war ein IKK-Versicherter 16,9 Tage krankgeschrieben. Von einem IKK-Versicherten wurden rund 1,4 Krankmeldungen eingereicht. Ein Krankheitsfall dauerte durchschnittlich 12,3 Tage. Der Anteil an Langzeiterkrankungen von mindestens sechs Wochen lag mit 43,6 Prozent unverändert auf hohem Niveau.
| 2010 | 2011 | |
|---|---|---|
| Krankenstand | 4,5 % | 4,6 % |
| durchschnittliche Fehltage pro ganzjährig IKK-Versicherten | 16,4 Tage | 16,9 Tage |
| AU-Fälle pro ganzjährig IKK-Versichertem | 1,34 | 1,38 |
| durchschnittliche Falldauer | 12,2 Tage | 12,3 Tage |
| Anteil Langzeiterkrankungen (über 42 Tage) | 43,4 % | 43,6 % |
Der Krankenstand bezeichnet den Anteil der Arbeitsunfähigkeitstage an allen Tagen (inklusive Sonn- und Feiertagen), für die Versicherungsschutz bestand. Im Jahr 2011 war durchschnittlich jeder ganzjährig bei der IKK classic versicherte Berufstätige 16,9 Tage krankgeschrieben. Das entspricht 4,6 Prozent der jährlichen Versicherungszeit.
Vielen Ergebnissen werden nicht auf tatsächliche Personen bezogen, sondern auf „ganzjährig IKK Versicherte“. Ein Mitglied , das 365 Tage bei der IKK classic versichert und davon 20 Tage krank geschrieben war, hat einen anderen Krankenstand als eine Person, die nur 150 Tage eines Jahres bei der IKK classic versichert war, aber ebenfalls 20 Krankheitstage aufwies. Aus diesem Grund werden die Versichertenzeiten zu „künstlichen“ Personen (ganzjährig Versicherte) aufaddiert, die dann alle 365 Tage IKK versichert waren.
Für die Berechnung der Arbeitsunfähigkeitstage (kurz „AU-Tage“ genannt) zählen alle Abwesenheitstage von der Arbeit, für die der IKK classic eine ärztliche „Krankmeldung“ vorliegt. Bei Erkrankungen von nur ein oder zwei Tagen Dauer muss in vielen Fällen keine ärztliche Bescheinigung eingereicht werden. Sie werden daher nicht berücksichtigt.
Alle Angaben zu den AU-Tagen beziehen sich auf Kalendertage. Es werden also auch Wochenenden und Feiertage mitgezählt. Die Begriffe „Fehltage“, „Krankheitstage“ und „AU-Tage“ werden in der Regel gleichbedeutend verwendet.
Krankheitsfälle/ AU-Fälle sind krankheitsbedingte Abwesenheiten vom Arbeitsplatz, für die der IKK eine ärztliche „Krankmeldung“ vorliegt. Bei besonders schwer wiegenden Erkrankungen können auf einen AU-Fall mehrere Krankmeldungen kommen. Dadurch verlängert sich dann die Falldauer.
Einen Ansatzpunkt, den Krankenstand im Unternehmen zu senken, bietet die Betriebliche Gesundheitsförderung. Mit IKK Fit im Betrieb hält die IKK classic vielfältige Angebote vor – von der Arbeitsplatzanalyse im Betrieb bis hin zu individuellen Trainings zu Stressbewältigung, Ausgleichssport oder Ernährung.
Detaillierte Informationen über die IKK-Angebote zur Betrieblichen Gesundheitsförderung und Krankenstandsauswertungen für einzelne Betriebe oder Innungen können bei den Gesundheitsberatern der IKK classic angefordert werden.