Schriftgröße normal medium groß
Darstellung normal inverse
Händewaschen

Firmenkunden > Gesundheit und Beruf > Leistungsfähig und gesund durch den Arbeitstag > Hygiene am Arbeitsplatz

Hygiene am Arbeitsplatz

Hygienetechnisch hat es der Arbeitsalltag weit mehr in sich als jeder Besuch einer öffentlichen Toilette. Den meisten Erregern schüttelt man nämlich nicht dort die Hände, wo man sie am stärksten vermutet, sondern tagtäglich im Büro oder in der Werkstatt.

Winzige Schreibtischtäter gefährden die Gesundheit

Es  ist erst wenige Jahre her, dass US-Forscher bei Untersuchungen er auf Entdeckungen der besonders unangenehmen Art stießen: Sie stellten fest, dass sich auf dem Schreibtisch von Mitarbeitern, die am Arbeitsplatz essen, etwa 400-mal so viele Bakterien tummeln wie auf einer Toilettenbrille. Besonders die Tastatur hat es den Keimen angetan. Hier gedeihen etwa 67-mal mehr Keime, während es die Maus auf ca. 34-mal so viele Keime bringt. Schuld daran sind winzige Essensreste, aber auch Reste von Make-up und Handcremes, die liebend gern in Tastatur-Zwischenräumen, an der Maus oder dem Telefon-Headset hängenbleiben und zur Brutstätte für verschiedenste Keime werden.

Die kulinarischen und kosmetischen Gepflogenheiten während der Arbeit sind jedoch nur ein Grund für das große Krabbeln auf den Schreibtischen deutscher Arbeitnehmer. Da kaum einer um die Bakterienbelastung von Tastaturen, Headsets Beschäftigter gesund und Co. weiß, fühlt sich niemand veranlasst, regelmäßig den Putzlappen anzusetzen. Dabei verhindert eine regelmäßige und gründliche Abreibung der typischen Keim-Magneten eine Vermehrung und Ausbreitung von krankmachenden Bakterien und Viren. Der Einsatz von aggressiven Desinfektionsmitteln ist dabei zumeist überflüssig. Für gesunde Menschen reicht es völlig aus, die Gegenstände des täglichen Gebrauchs mindestens einmal die Woche mit einem feuchten Tuch und herkömmlichem Spülmittel zu reinigen.

Das kleine Reinigungs-Einmaleins für Tastatur und Maus

Den meisten geht das Reinigen von Armstützen und Schreibtischplatte noch leicht von  der Hand. Doch wie eigentlich reinigt man Tastatur und Maus? Bevor es hier ans Putzen geht, sollte der Computer vom Netz genommen werden. Dann mit einem großen Pinsel oder einer Bürste mit weichen Borsten die Tastenzwischenräume von Krümeln und losem Schmutz befreien. Das Keyboard anschließend umdrehen und leicht schütteln. Ein feuchtes Tuch mit etwas Spülmittel befreit die Tastaturoberfläche und auch die Maus von Verunreinigungen. Sollte der optische Sensor der Maus verunreinigt sein, dann einfach mit einem trockenen Wattestäbchen arbeiten. Der Computer ist bei den meistens von uns tagtäglich vielen Stunden in Gebrauch. Da gilt eine regelmäßige Reinigung einmal pro Woche sicher nicht als Putzfimmel. Außerdem ist es zeitsparender als wenn man sich nur selten dazu aufrafft.

Die Teeküche: Das gefundene Fressen für Bakterien

Ein weites Problemfeld in zahlreichen Büros ist die beliebte Firmen-Teeküche. Gern fühlt man sich berufen, die Kaffeemaschine um ihren Inhalt zu erleichtern und dafür zu sorgen, dass der mitgebrachte Streuselkuchen der Kollegin nicht verkommt. Doch keiner fühlt sich so recht verantwortlich, das schmutzige Geschirr in den Geschirrspüler zu räumen, die vergessenen Essensreste aus dem Kühlschrank zu beseitigen oder die bereits fleckigen Handtücher auszuwechseln.

  • Ein Plan hilft dabei, notwendige Pflichten wie das Einräumen der Geschirrspülmaschine oder die Reinigung von Mikrowelle und Kaffeemaschine  nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
  • Außerdem sollte es zur festen Gewohnheit für alle werden, die Arbeitsplatte nach jeder Benutzung von kulinarischen Hinterlassenschaften zu befreien. Dafür am besten nicht den Geschirrschwamm sondern einen eigens für alle Flächen bestimmten Lappen benutzen.
  • Besonders wichtig: Lappen und Schwämme immer so lange ausspülen, bis das hindurchlaufende Wasser klar ist. Übrigens gibt es Lappen in preiswerten Großpackungen - je mehr Mitarbeiter die Teeküche benutzen, umso häufiger sollten gebrauchte Lappen ausgetauscht werden. 
  • Für die Erneuerung der Geschirr- und Handtücher sowie aller Putzlappen muss der Arbeitgeber Sorge tragen - und zwar regelmäßig.

nach oben

Besondere Vorsicht in Infektionszeiten

Gerade in der Grippesaison können sich hygienische Nachlässigkeiten am Arbeitsplatz schnell rächen. Es reicht ein Kollege, der sich trotz laufender Nase und Kopfschmerzen ins Büro schleppt, und schon macht die Erkältung die Runde. Aber nicht nur tropfende Nasen und kratzende Hälse drohen. Auch Durchfallerkrankungen, Entzündungen der Bronchien und Nasennebenhöhlen und sogar fieberhafte Erkrankungen wie die Grippe können zur Gefahr für die Belegschaft werden, wenn nicht einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Die Klassiker unter den Infektionskrankheiten verbreiten sich durch Sekrettröpfen, die beim Niesen oder Husten in die Luft gelangen und über die Hände auf Türklinken, dem Telefon, Armlehnen oder der Tastatur landen. Das Ansteckungsrisiko lässt sich minimieren, wenn gerade Gegenstände und Geräte, die mehrere Personen gemeinsam nutzen, nach jedem Gebrauch gereinigt werden. Während es für gewöhnlich ein einfaches Reinigungsmittel tut, sollte es in der Erkältungszeit ein antibakterielles Produkt sein. Besonders praktisch sind feuchte, desinfizierende Reinigungstücher, die nach dem Gebrauch entsorgt werden.

Außerdem gilt:

  • häufig die Hände waschen
  • möglichst selten Mund, Nase und Augen berühren
  • Händeschütteln und Küsschen zur Begrüßung vermeiden
  • Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie anfällig für Keime, also regelmäßig Lüften und die Pausen für einen Spaziergang an der frischen Luft nutzen
  • bei aller Sympathie: In Besprechungen und in der Cafeteria möglichst Abstand zu den Kollegen halten
  • zum Schnäuzen am besten Papiertaschentücher benutzen und diese sofort entsorgen

Die beste Methode, um eine mögliche Ansteckung von Kollegen im Keim zu ersticken, ist und bleibt die Krankschreibung. Spätestens wenn einen die Magen-Darm-Grippe oder eine Infektion erwischt hat, die mit Fieber einhergeht, heißt es daheim bleiben und sich bei heißem Tee und reichlich Ruhe auskurieren. Wer sich jetzt trotz körperlicher Warnsignale ins Büro schleppt, riskiert Folgeerkrankungen wie eine Herzbeutelentzündung. Außerdem gelingt die Konzentration mit Brummschädel ohnehin nicht wirklich gut.

nach oben

Forscher geben Nachhilfe in Sachen Händewaschen

Eigentlich sollte der Griff zur Seife nach jedem Toilettengang selbstverständlich sein – und das nicht nur in der Erkältungszeit. Die Realität in deutschen Büros sieht jedoch weniger rosig aus. Mehrere Studien brachten ans Tageslicht, dass für jede dritte Frauen und fast jeden zweiten Mann das Händewaschen mit Seife eher die Ausnahme bleibt.

Vielleicht sind es diese erschreckenden Zahlen, die die Forscher des Robert-Koch-Instituts alle Jahre wieder zu der Vermutung veranlassen, dass eine kleine Nachhilfelektion in Sachen Handhygiene Not tut. Ihre Empfehlung: Die Hände mehrmals am Tag unter fließendes Wasser halten, anschließend eine kleine Portion Seife 20 bis 30 Sekunden zwischen den Fingern verreiben und im Anschluss sorgfältig abspülen. Außerdem das Abtrocknen nicht vergessen. Dafür lieber einen Bogen um Textilhandtücher machen, die Feuchtigkeit sammeln und so zum idealen Nährboden für Keime werden, und stattdessen ein Papierhandtuch benutzen. 

Mehr dazu auch auf der Seite der Aktion Wir gegen Viren.

nach oben

In der Verantwortung: Arbeitgeber und Vorgesetzte

Nicht immer ist es die Bequemlichkeit, die das Händewaschen zum seltenen Anblick in Firmentoiletten werden lässt. Leere Seifenspender gehören leider nach wie vor zum traurigen Alltag in so mancher Büro-Toilette. Dabei gelten in Deutschland ganz genaue Vorschriften, die in der sogenannten Arbeitsstättenverordnung zusammengefasst sind.

Die Arbeitsstättenverordnung verpflichtet zu Hygienestandards wie fließendem Wasser, gefüllten Spendern für Seifen und Desinfektionsmittel, Toilettenpapier, Handtüchern und vielem mehr. Die Arbeitgeber sollten die Umsetzung dieser Vorgaben im eigenen Interesse nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn der Zustand der sanitären Anlagen wirkt sich nicht nur aufs Arbeitsklima aus, sondern leistet außerdem einen großen Beitrag zur Sicherheit und dem Wohlergehen der Belegschaft. 

nach oben

Servicetelefon(kostenlos) für Versicherte:0800 455 1111 für Firmenkunden:0800 045 5400 Rückruf-Service
Formular für die Option von der IKK classic angerufen zu werden.
» Kontaktformular » Anregungen und Kritik
Geschäftsstellen
Formular um die Geschäftsstelle der IKK classic in ihrer Nähe zu finden.
Neues aus Ihrer Region

Bitte wählen Sie Ihre Region oder geben Sie Ihre PLZ ein:

oder

War dieser Beitrag hilfreich?

  • Aktuell 1.81 / 5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Diese Seite:

» weiterempfehlen » drucken

Social Bookmarks

                         

 
 Fenster schließen