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Datum: 10. Februar 2012 - 07:44 Uhr

Arzt übergibt Patienten einen Impfausweis

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Masern, Mumps, Röteln

Die Masern sind eine sehr ansteckende, hochfieberhafte Viruserkrankung mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen. Das Virus befällt die Schleimhäute des Atemtraktes und die Bindehaut. Die Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Masern sind so ansteckend, dass jeder Nichtimmune, der mit Masern in Kontakt kommt, sich infiziert und auch erkrankt. Die Krankheit beginnt mit hohem Fieber (> 39°C), bellendem Husten, Schnupfen und Bindehautentzündung. Nach ein bis zwei Tagen sinkt das Fieber, und es entwickelt sich der typische Hautausschlag mit erneutem Fieberanstieg. Durch die Masern wird die Immunabwehr unterdrückt, weshalb Mittelohr- und Lungenentzündungen häufig sind. Eine Hirnentzündung ist die schwerste Komplikation, die je nach Alter bei einem von 500 bis 2.000 Masernkranken auftritt. 20 Prozent sterben daran, und 20 bis 30 Prozent der Überlebenden haben Folgeschäden des Gehirns.

Die Ausrottung der Masern ist ein erklärtes gesundheitspolitisches Ziel der WHO, das von der Bundesregierung unterstützt wird. Um dieses zu erreichen, müssen alle Kinder frühzeitig zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln erhalten. Mit 11 bis 14 Monaten werden Kleinkinder zum ersten Mal geimpft (3-fach-Impfstoff: MMR-Impfstoff). Frühestens vier Wochen später kann die 2. MMR-Impfung gegeben werden. Sie sollte spätestens  bis zum Ende des 2. Lebensjahres verabreicht werden. Oftmals werden Impfungen jedoch versäumt. In diesem Fall können die MMR-Impfungen auch später noch nachgeholt werden.