Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen, z.B. durch Anhusten, Niesen oder Küssen. Die Bakterien besiedeln die Schleimhäute des Nasenrachenraumes. Eine Vermehrung der Bakterien kann vor allem auftreten, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Dann durchdringen sie die Schleimhäute und lösen Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen aus.
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 3-4 Tage, wobei das Spektrum der Erkrankung von leichten Verläufen mit spontaner Abheilung bis hin zu einem hochakuten Ausbruch, der trotz Behandlung in wenigen Stunden zum Tod führt, reicht. Die Meningitis beginnt mit starkem Krankheitsgefühl wie Abgeschlagenheit, hohem Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost, Gelenk- und Muskelschmerzen, Krämpfen oder Bewusstseinsstörungen. Als typisches Zeichen einer Hirnhautentzündung tritt die Nackensteifigkeit auf. Säuglinge zeigen neben Fieber oft Apathie oder Unruhe, Nahrungsverweigerung und Berührungsempfindlichkeit.
Bewusstseinstrübung, punktförmige Hautblutungen und Kreislaufkollaps sind Hinweise auf einen lebensbedrohenden Krankheitsverlauf. Treten die Bakterien in die Blutbahn über und überschwemmen den Körper mit ihren Giftstoffen, spricht der Arzt von einer lebensbedrohlichen Sepsis.





