© Shutterstock

Spikeball spielen – rasanter Spaß für Menschen mit Ballgefühl

Man sieht sie immer öfter in Parks, auf Wiesen, am Strand: vier Sportler, die einen Ball auf ein Netz schlagen und dabei jede Menge Spaß zu haben scheinen. Wir sind absolut überzeugt: dieses Spiel – Spikeball – hat das Zeug zum Trendsport. Aber worum geht es da genau?

Der vergangenen Sommer wird für so manches in Erinnerung bleiben. Für einen beispiellosen Lockdown, für verschobene Urlaubsreisen und für Maskenpflicht im Biergarten. Aber auch für den Beginn eines neuen Trendsports – Spikeball.

Das englische Wort bedeutet übersetzt „Schmetterball“ – was wiederum das Ziel des Spiels auf den Punkt bringt. Es gilt, den Ball mit Wucht so auf eine federnde Fläche zu schmettern, dass der Abpraller von den Gegenspielern kaum noch erreicht werden kann. Schon seit fast 30 Jahren gibt es dieses Spiel, das ursprünglich unter dem Namen Roundnet zu einer gewissen Popularität kam. 

Rasant wachsende Fangemeinde

Mit einiger Verspätung – im vergangenen Sommer – ist der rasante Trend nun auch hier in Deutschland angekommen. Dafür hat er aber rasend schnell eine begeisterte Fangemeinde gefunden. Was vermutlich auch daran liegt, dass die notwendigen Utensilien in vielen Gärten sowieso schon vorhanden sind.

Denn man braucht eigentlich nur ein kleines Trampolin und einen etwa faustgroßen Ball. Ambitioniertere greifen zu einem Spikeball-Set, das im Handel bereits für unter 100 Euro zu haben ist. Der Hauptunterschied: Man spielt nicht auf ein federndes Trampolin, sondern auf ein rundes Netz. Und der Ball ist ein offizieller Spikeball aus Kunststoff mit 9,5 Zentimetern Durchmesser, der mit einer normalen Ballpumpe aufgepumpt wird. 

Wie Beachvolleyball – nur ohne Netz und mit Trampolin

Und worum geht es dabei? Jeweils zwei Zweierteams treten gegeneinander an und versuchen, den Ball so auf das Trampolin zu schlagen, dass die Gegner den Ball nicht mehr erreichen und zurückspielen können. Also ein wenig wie Beach-Volleyball, nur ohne Netz, dafür mit Trampolin.

Der Spaß daran: Man bewegt sich völlig frei rund um das runde Spikeball-Netz – oder das kleine Trampolin – und versucht, den Ball so scharf wie möglich zum gegnerischen Team zu spielen. Die andere Mannschaft wiederum versucht dann, den Ball zu erreichen und wiederum über das Trampolin im Spiel zu halten. Dabei entstehen teils wahnwitzig akrobatische Ballwechsel. 

Der Spaß steht im Vordergrund

Wie der Ball auf das Netz gespielt wird, ist dabei erstmal unerheblich. Die Punktevergabe erfolgt dann wieder wie beim Volleyball. Punkte werden nicht nur erzielt, wenn man Aufschlag hat, sondern auch, wenn die andere Mannschaft einen Fehler macht. Gewonnen hat das Team, das zuerst 15 bzw. 21 Punkte hat.

Natürlich sind die Regeln genau ausformuliert: Jedes Team darf den Ball pro Spielzug nur dreimal berühren, der Ball muss beim Aufschlag mindestens fünf Zentimeter nach oben geworfen werden, trifft der Ball den Rahmen des Trampolins, so gilt das als Fehler. Wer es genauer wissen möchte findet hier eine Reihe von Regeln.

Doch um das Reglement geht es für die Hobbyspieler tatsächlich nur am Rande. Wer Freude an trendigen Ballsportarten und ein gutes Ballgefühl hat, der wird bei diesem noch jungen Sport Riesenfreude haben. Positiver Aspekt: Man kann Spikeball auch Indoor spielen. Und für die Sommerfreunde gilt: nicht verzagen, denn der nächste Sommer kommt bestimmt. Dann mit den richtigen Temperaturen für Spikeball.

© powerofforever
Bewegen

So finden Sie die richtige Sportart

Bye-bye Fitness-Studio, hallo Outdoor-Training. Wir stellen fünf Bewegungstypen vor – und Sportarten, die zu Ihnen passen!

Artikel lesen
© iStockphoto
Bewegen

Trendsport Marathon

Seit Jahren schon wächst der Zulauf zu den Marathonläufen dieser Welt. Doch für wen ist diese Sportart eigentlich geeignet – und für wen nicht?

Artikel lesen
© Stocksy
Bewegen

Laufen für Fortgeschrittene

BVB Rehab-Coach Heiko Bias erklärt, wie Läufer ihr Training effizienter und schneller gestalten können.

Artikel lesen