„Da ist man überall willkommen“

Ein Unfall, ein Sturz, eine schwere Erkrankung – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Pflegebedürftigkeit ist nicht nur eine Frage des Alters. Sie kann jeden treffen und vor neue Probleme und organisatorische Herausforderungen stellen.

Die IKK classic hat als eine der ersten Kassen ein flächendeckendes Netz von Pflegeberatern eingerichtet, die Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen im Dschungel der nun zu erledigenden Aufgaben helfen, die Versorgung organisieren und koordinieren und die Betroffenen und ihre Familien mit Rat und Tat begleiten. Die Pflegeberaterin im Kreis Göppingen ist Anke Reichel. Die gelernte Sozialversicherungsfachangestellte hat eine zertifizierte Fortbildung zur Pflegeberaterin und bildet sich momentan zur Case Managerin im Gesundheitswesen weiter. 

Bei plötzlicher Pflegebedürftigkeit stellen sich viele Fragen, die dringend eine Antwort brauchen: Was für Maßnahmen sind notwendig, dass ich in meiner Wohnung bleiben kann? Wer kann wie und wann welche Aufgaben zu meiner Unterstützung übernehmen? Welche Pflegestufe bekomme ich? Auf welche Sozialleistungen habe ich Anspruch, zum Beispiel für einen Umbau, und wie bekomme ich sie? Was muss gegebenenfalls mit Arbeitgeber, Arbeitsamt oder Sozialamt geklärt werden? Woher bekomme ich ein Pflegebett? „Wir leisten eine differenzierte und komplexe Beratung und versuchen, in allen betroffenen Bereichen eine Lösung zu finden“, beschreibt Anke Reichel ihre Aufgabe. Das kann nur gelingen, wenn sie die Wohnumstände des Pflegebedürftigen kennt. Deshalb findet die Pflegeberatung nach Bedarf bei ihm zu Hause statt. 

Wie zum Beispiel bei Franz K., 67. Nach einem schweren Unfall lag er lange im Krankenhaus und wurde jetzt entlassen. Er sitzt im Rollstuhl, wohnt im 6. Stock und ist alleinstehend. „Die Frage, wie hier Pflege möglich ist, lässt sich nicht so schnell lösen. Das ist ein längerer Organisationsprozess“, sagt Anke Reichel. „Da muss man viele Möglichkeiten abklopfen: Funktioniert es mit einem Treppenlift? Kann man das Bad umbauen? Gibt es vielleicht eine Wohnung im Erdgeschoss? Gibt es Freunde, die helfen können? Hier müssen wir auf lange Sicht eine Lösung finden, die für Herrn K. tragbar ist.“ 

Wenn die Pflegeberaterin den „Hilfebedarf analysiert“ hat, erstellt sie – auf Wunsch gemeinsam mit dem Betroffenen und den Angehörigen – einen Versorgungsplan und organisiert, dass dieser umgesetzt wird. „Dann ist das für mich aber noch nicht erledigt“, sagt Anke Reichel. Sie überprüft auch langfristig, ob alles läuft, und wenn es Schwierigkeiten gibt, kann sie eingreifen und helfen. 

„Pflegebedürftige ohne Angehörige sind Personen ohne Lobby“, sagt Anke Reichel. „Oft ist niemand da, der hilft, und die Leute sind doch schwer krank.“ Deshalb unterstützt sie neben der praktischen, organisatorischen Hilfe wenn nötig auch bei der Kommunikation mit Ämtern und Behörden und beim Verfassen von Widersprüchen. „Es ist für alle Beteiligten besser, schneller und günstiger, wenn ein Ansprechpartner alles koordiniert“, ist ihre Erfahrung. 

Bei allen Problemen und Schwierigkeiten, die sie Tag für Tag bewältigen muss, liebt Anke Reichel ihre Aufgabe. „Es ist eine schöne Tätigkeit, weil so viel zurückkommt. Stellen Sie sich vor, es kommt jemand, nimmt mich und meine Probleme wahr und hört mir zu. Und das alles kostet nichts! Da ist man überall willkommen. Und es gibt nie einen Fall, wo man gar nichts machen kann.“ 

Nähere Informationen zur Pflegeberatung oder bei Anke Reichel, Tel. 0711 39001-33, anke.reichel@ikk-classic.de

Baden-Württemberg

Bettina Uhrmann
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