Betriebsberatung auf amüsante Weise

„Schreck lass nach! – Veränderungen im Betrieb“ Der Titel der Veranstaltung war Programm. Wie kann ich als Führungskraft mit einer Veränderung im Unternehmen so umgehen, dass weder ich selbst noch meine Führungskräfte darunter leiden?

Gemeinsam mit dem Coach/Comedian Johannes Warth zeigte die IKK classic am Montagabend in der Reutlinger Stadthalle Hilfestellungen und Wege durch Veränderungsprozess

Schreck lass nach! – „Den Schreck können wir nicht vermeiden, wohl aber den Ärger danach“, betonte Warth und empfahl gleich zu Beginn als wichtigste Eigenschaft bei Veränderungen die alte Tugend Besonnenheit. Damit Veränderungen auch „FAIRänderungen“ bleiben, solle man sich auf eben diese vier Buchstaben besinnen: F wie Fundament – was ich gelernt habe, meine Fähigkeiten, mein Netzwerk und meine Werte. Auf dieser Basis lasse sich – A – agieren. Wichtig sei, selbst aktiv zu werden und nicht zu re-agieren, denn dann sei es oft zu spät. Was dabei herauskommt, wenn man eine Veränderung anstößt, dann aber nicht mehr agiert, zeigte Warth mit einem simplen Experiment: Die Zuschauer im rechten Block sollten mit denen im linken Block die Plätze tauschen. Heraus kam ein großes Durcheinander. Erst als IKK-Gesundheitsmanagerin Birgit Kenneweg konkret ansagte, wie getauscht werden sollte, funktionierte das Experiment. Damit wurden ganz praktisch zwei weitere wichtige Aspekte im Veränderungsprozess deutlich: Den Prozess im Chaos abzubrechen ist kein Lösung, besser ist es, ihn bis zum Ende durchzuziehen. Und wenn man alleine nicht aus dem Durcheinander  herausfindet, kann externe Unterstützung sehr hilfreich sein.

Fehlen noch die beiden letzten Buchstaben. I wie Inspiration, wobei aber jeder abwägen müsse, was ihn dabei weiterbringe. Denn „nicht alles, was inspiriert, ist am Ende gut für mich“, sagte Warth und illustrierte auf seine unnachahmlich witzige Art, wohin fehlgeleitete Inspiration führen kann. Und schließlich R – Ruhe bewahren und Rat einholen.

Dass in den Betrieben der Region tatsächlich Bedarf an Hilfe besteht, zeigte die TED-Abfrage unter den 350 Gästen aus dem regionalen Handwerk, die Moderator Volker Siegle am Anfang der Veranstaltung durchführte. Auf die Frage „Welche Veränderungen beschäftigen Sie am meisten?“ antworteten 48 Prozent mit dem Fachkräftemangel, 35 Prozent mit hohem Auftragsvolumen, 25 Prozent mit Digitalisierung und 11 Prozent mit Betriebsübergabe. Die Frage „Wie wirken sich die Veränderungen auf Gesundheit/Wohlbefinden von Ihnen und Ihren Mitarbeitern aus?“ ergab folgende Antworten: Hohe Belastungen/Zeitdruck – 58 Prozent, Betriebsklima leidet – 37 Prozent, höherer Krankenstand – 14 Prozent, Überstunden – 11 Prozent, gar nicht – 10 Prozent. Die letzte Frage lautete „Wie sind Sie mit der Situation umgegangen?“ Hier wurde so geantwortet: Bisher noch nichts unternommen – 58 Prozent, Maßnahmenplan erstellt – 32 Prozent, Unterstützung durch Externe geholt – 21 Prozent, eine Arbeitsgruppe gebildet – 12 Prozent.

„Hier zeigt sich, was wir in Gesprächen mit Betriebsinhabern oft hören: dass die Betriebe häufig personell gar nicht in der Lage sind, Maßnahmen gegen die Belastungen im Betrieb zu ergreifen“, berichtete Regionalgeschäftsführer Herbert Raach. Deshalb gebe die IKK classic als Krankenkasse des Handwerks Betrieben Hilfen an die Hand. Gerade im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement unterstützen die Gesundheitsfachkräfte der Kasse Betriebe mit ganz individuell abgestimmten Maßnahmen. Bei Fragen zu Personalthemen können sich Handwerksbetriebe Unterstützung bei der Personalberaterin der Handwerkskammer Reutlingen holen.

IKK classic-Regionalgeschäftsführer Herbert Raach im Gespräch mit Moderator Volker Siegle
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Coach und Comedian Johannes Warth
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