„Gerechtigkeit braucht Vielfalt“

Neujahrsempfang der B 52-Verbändekooperation in Stuttgart

Stuttgart, 18.01.2019 -  „Gerechtigkeit braucht Vielfalt.“ Unter dieser prägnanten Überschrift hielt die Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg ein Plädoyer für ein Gemeinwesen, dessen Infrastruktur das Miteinander Aller ermöglicht. „Ausgrenzung und Abschottung zerstören den Grundkonsens dessen, was unsere Gesellschaft als Ganzes ausmacht“, betonte Aras beim Neujahrsempfang der B52-Verbändekooperation Baden-Württemberg, einer Arbeitsgemeinschaft des BKK Landesverbandes Süd, der IKK classic, der KNAPPSCHAFT und des Verbandes der Ersatzkassen Baden-Württemberg (vdek), im Stuttgarter Literaturhaus. Anerkennend beschrieb sie die Sozialversicherung und das Gesundheitswesen in Deutschland, die ein „gesellschaftliches Wir“ formten und einen gemeinsamen Raum, der Menschen verbinde, als beispielgebend für eine Solidargemeinschaft.

„Die soziale Krankenversicherung ist eine Erfolgsgeschichte praktizierter Solidarität“, unterstrich Kai Swoboda von der B 52-Verbändekooperation in seiner Eröffnungsrede. „Sie ist die beste Werbung für das Miteinander in der Gesellschaft – und gegen jede Art der Ausgrenzung.“ Dass alle Versicherten den gleichen Anspruch auf die umfassende Gesundheitsversorgung haben, „um die uns die Welt beneidet“, sei eine historische Errungenschaft. „Unsere Aufgabe ist, solche Errungenschaften selbstbewusst zu verteidigen, wenn sie in Frage gestellt werden“, betonte Swoboda.

Ganz praktische Herausforderungen für gelebte Vielfalt identifizierte Muhterem Aras in der Pflege, deren Bedarf nur mit Kräften aus dem Ausland gedeckt werden könne. Hier gelte es nicht nur, den Zuzug und die Weiterqualifikation zu regeln. „Wir brauchen auch eine Vorstellung davon, was für diese Menschen, die dauerhaft in unser Land kommen, wichtig ist – jenseits ihrer Arbeit“, sagte die Landtagspräsidentin. Eine in sich vielfältige Verwaltung sei aufgrund ihrer vielen unterschiedlichen Perspektiven am besten geeignet, auf diese Bedürfnisse einzugehen. Gleichzeitig gelte es, im Rahmen einer kultursensiblen Pflege an den entscheidenden Stellen Menschen einzusetzen, die ein Gefühl dafür hätten, welche Konflikte entstehen könnten zwischen ausländischen Pflegekräften und Senioren, die in ihrem Leben keinen Kontakt zu anderen Kulturen hatten.

Als Beispiel nannte die Rednerin so genannte „Diversity-Abteilungen“ in erfolgreichen, großen Unternehmen, die dafür sorgten, dass in Teams Männer und Frauen zusammenarbeiten, erfahrene mit jungen Mitarbeitern und Deutsche mit Menschen anderer Herkunft.

Mut, diese Unterschiede und die damit einhergehenden Konflikte auszuhalten, wünschte Muhterem Aras den rund 180 Gästen aus dem Gesundheitswesen. Das Gelingen von Integration, Chancengleichheit und Inklusion „wird unsere Gesellschaft nicht homogener machen und nicht konfliktfreier, aber gerechter.“

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Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Mitte) mit den Veranstaltern der B 52-Verbändekooperation Biggi Bender (vdek, links), Kai Swoboda (IKK classic, 2. von links), Anton Haupenthal (KNAPPSCHAFT, 2. von rechts) und Jacqueline Kühne (BKK-Landesverband Süd, rechts)

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Hintergrund

Zur Arbeitsgemeinschaft B 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg gehören der BKK Landesverband Süd, die IKK classic, der Verband der Ersatzkassen Baden-Württemberg und die KNAPPSCHAFT. Circa 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württem­berg vertrauen diesen Krankenkassen und sind bei diesen versichert.

Die vier Krankenkassenarten bilden seit vielen Jahren eine einzigartige Kooperationsgemeinschaft, die es so nur in Baden-Württemberg gibt und die es sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsame Interessen und politische Positionen abzustimmen und dadurch Effizienzsteigerungen, Synergieeffekte und noch mehr Qualität für die Versicherten und Patienten zu erreichen.

Baden-Württemberg

Bettina Uhrmann
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