Wo drückt der Schuh in Handwerksbetrieben?

Umfrage der IKK classic zeigt deutliche Trends

Das baden-württembergische Handwerk geht von 40.000 unbesetzten Stellen aus. Das hat der baden-württembergische Handwerkstag unlängst vermeldet. Dass das für die Betriebe im Land durchaus problematisch ist, zeigte eine Live-Umfrage, die die IKK classic Ende 2018 unter rund 2000 Handwerkern bei acht Veranstaltungen im Land durchführte. Die Krankenkasse bietet Handwerksunternehmen Maßnahmen an, die die Attraktivität des Betriebs steigern können.

Für rund 40 Prozent der Befragten zeigten sich Fachkräftesuche und Fachkräftesicherung als beherrschendes Thema (Ergebnisse siehe Grafik). Rund 30 Prozent identifizierten ein hohes Auftragsvolumen und die damit verbundene Belastung der Mitarbeiter als Problem. Digitalisierung und Betriebsübergabe folgten mit rund 20 bzw. rund zehn Prozent.

Dabei gab rund die Hälfte der Befragten an, dass die Veränderungen im Betrieb zu höheren Belastungen für die Mitarbeiter führen. Immerhin ein knappes Viertel berichtete, dass das Betriebsklima leidet. Dass Veränderungen im Betrieb gar keine Auswirkungen haben, urteilten nur knapp sechs Prozent.

Wie gehen Betriebe mit solchen schwierigen Situationen um? Mehr als die Hälfte hat – trotz erkennbaren Auswirkungen auf den Betrieb und die Mitarbeiter – noch nichts unternommen. Insgesamt rund 30 Prozent haben einen Maßnahmenplan erstellt oder eine Arbeitsgruppe gebildet. Und nur rund ein Fünftel hat sich Unterstützung durch Externe geholt.

„Das Ergebnis verwundert mich nicht. Der Arbeitsmarkt im Land ist leergefegt, und es ist auch für Handwerksbetriebe sehr schwierig, Fachkräfte zu finden“, sagt Rainer Beckert. Umso wichtiger sind laut dem Landesgeschäftsführer der IKK classic deshalb Aktivitäten, um die eigenen Fachkräfte im Unternehmen zu halten. Dabei fehlen häufig die zeitlichen und personellen Ressourcen, um Maßnahmen gegen etwaige Störfaktoren im Betrieb zu ergreifen. „Manchmal genügt jedoch schon das Drehen an kleinen Stellschrauben, um die Situation zu entzerren“, betont Beckert.

Um Betriebe in dieser Problemlage zu unterstützen, gibt ihnen die IKK classic als Krankenkasse des Handwerks Hilfen an die Hand. Beckert: „Mit Aktivitäten rund um ein betriebliches Gesundheitsmanagement kann man viel bewirken. Es trägt dazu bei, die Gesundheit der Mitarbeiter im Betrieb zu erhalten und zu verbessern. Aber das ist nicht alles. Die Tatsache, dass der Arbeitgeber sich kümmert, werten die Mitarbeiter als Wertschätzung. Das ist nicht nur gut fürs Betriebsklima. Es steigen auch Motivation und Leistungsbereitschaft, die Mitarbeiter fühlen sich dem Betrieb verbunden. Gleichzeitig wirkt sich das positiv bei der Akquise von neuen Mitarbeitern aus.“

Handwerksbetriebe können sich von den Gesundheitsmanagern der IKK classic kostenlos Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zusammenstellen lassen, die ganz individuell auf die Bedürfnisse des Betriebs zugeschnitten sind. Bei Fragen zu Personalthemen helfen die Personalberater der Handwerkskammer weiter.

Die Umfrageergebnisse zusammengefasst: Auf die Frage „Welche Veränderungen beschäftigen Sie im Betrieb?“ antworteten 39,7 Prozent mit Fachkräftesuche bzw. Fachkräftesicherung, 30,6 Prozent mit hohem Auftragsvolumen und damit verbundener Belastung der Mitarbeiter, 19,4 Prozent mit Digitalisierung und 10,3 Prozent mit Betriebsübergabe bzw. Nachfolgeregelungen.

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Die Frage „Wie wirken sich diese Veränderungen auf die Gesundheit/ das Wohlbefinden von Ihnen und Ihren Mitarbeitern aus?“ ergab folgende Antworten: Höhere Belastungen – 49,8 Prozent, Betriebsklima leidet – 23,3 Prozent, Überstundensituation – 10,8 Prozent, höherer Krankenstand – 10,4 Prozent, gar nicht – 5,8 Prozent. (Rundung ergibt einen Wert über 100 Prozent)

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Die letzte Frage lautete „Wie sind Sie mit der Situation umgegangen?“ Hier wurde so geantwortet: Bisher noch nichts unternommen – 50,3 Prozent, Maßnahmenplan erstellt – 20,7 Prozent, Unterstützung durch Externe geholt – 19,4 Prozent, eine Arbeitsgruppe gebildet – 9,6 Prozent.

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Baden-Württemberg

Bettina Uhrmann
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