Gesund schlafen und im Betrieb durchstarten

Zum nächtlichen Grübeln ab auf den Grübelstuhl!

Exklusivseminar der IKK classic für Vertreter des regionalen Handwerks

Schlafstörungen – die allermeisten von uns kennen sie, die einen mehr, die anderen weniger ausgeprägt. Dabei ist ein erholsamer Schlaf unerlässlich für das Wohlbefinden und für die Leistungsfähigkeit im Beruf – Schlafdefizit hat auf den Körper einen ähnlichen Einfluss wie Alkohol. Grund genug für die IKK classic in Heilbronn, sich mit dem Thema „Gesund schlafen und im Betrieb durchstarten“ zu beschäftigen und ein Seminar extra für Vertreter des regionalen Handwerks anzubieten.

Ein Viertel der Deutschen bekommt nachts weniger als fünf Stunden Schlaf. Dabei ist nicht nur die Dauer, sondern auch die Schlafqualität verbesserungswürdig: Jeder Dritte schläft schlecht und kann nachts nicht genügend Energie für die Herausforderungen des kommenden Tages tanken, betonte Silvia Braun, Regionalgeschäftsführerin der IKK classic in Heilbronn, bei ihrer Begrüßung am Donnerstagnachmittag im Inselhotel in Heilbronn. Das führt zu steigender Unfallgefahr und möglichen Folgeerkrankungen.

Zu wenig Schlaf ist in Deutschland ein relativ junges Phänomen: Vor 70 bis 100 Jahren haben die Menschen noch rund anderthalb Stunden länger pro Tag geschlafen als heute, berichtete Judy Fieres, wissenschaftliche Beraterin des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG). Dabei variiert das individuelle Schlafbedürfnis zwischen sieben und zehn Stunden. Diese Zeit dient nicht nur der körperlichen Erholung, sondern auch der Wiederherstellung unserer geistigen Leistungsfähigkeit. „Das Gehirn nimmt Schaden von dauerhaft zu wenig Schlaf“, warnte Fieres.

Schlafstörungen lassen das Hungergefühl zunehmen, begünstigen Typ-II-Diabetes und schwächen das Immunsystem. Weitere Folgen sind geringerer Lernzuwachs, negative Befindlichkeit, geringere kognitive Leistungsfähigkeit und ein höheres Depressionsrisiko. Für die Expertin ergibt sich daraus die Notwendigkeit von Informations- und Beratungsangeboten direkt im Betrieb, aber „nur eines von zehn Unternehmen befasst sich mit dem Thema“, so Fieres.

Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, den verschiedenen Ursachen von Schlafproblemen abzuhelfen. Am einfachsten dürfte das bei den äußeren Faktoren funktionieren: Störquellen wie Lärm oder Licht sollten vermieden werden, notfalls mit Ohropax oder einer Schlafmaske. Wichtig sind für Judy Fieres eine behagliche Atmosphäre, Ordnung und Sauberkeit im Schlafzimmer. Frische Luft, eine passende Matratze und eine jahreszeitlich angepasste Zudecke sind förderlich, PC, Radio oder Fernseher im Schlafzimmer hinderlich für einen gesunden Schlaf. Die Expertin rät außerdem zu einer räumlichen Trennung der Bereiche Schlafen und Wach-Sein.

Auch körperliche Faktoren lassen sich ein Stück weit in den Griff bekommen: Blähende oder essighaltige Lebensmittel sowie anregende Getränke (Alkohol, Kaffee, Tee) sollte man vor dem Schlafengehen vermeiden, ebenso wie zu viel Flüssigkeit. Schlaffördernd dagegen sind zum Beispiel ein Becher Sojamilch mit Honig und eventuell ein paar Nüsse oder auch schlaffördernde Tees. Körperliche Aktivität wie Sport fördert den Schlaf, allerdings nicht direkt vor dem Zu-Bett-Gehen. Wer schlecht schläft, sollte auch auf einen längeren Mittagsschlaf verzichten, denn der vermindert den nächtlichen Schlafdruck. Regelmäßige Schlafzeiten helfen dem Körper ebenso wie Einschlafrituale, Entspannungs- oder Atemübungen, um zur Ruhe zu kommen.

Am schwierigsten ist psychosozialen Ursachen von Schlafstörungen beizukommen, doch Judy Fieres hatte auch hier wertvolle Tipps, wie man dem Gedankenkarussell entkommen kann: Wer mehr als 15 bis 20 Minuten wach liegt und grübelt, der sollte aufstehen und das Zimmer verlassen. Die Gedanken zu notieren hilft, sie aus dem Kopf zu bekommen. Manchem hilft ein „Grübelstuhl“, der auch tagsüber nur zum Grübeln aufgesucht wird und auf den man sich auch nachts ein paar Minuten setzt, um nur dort zu grübeln. Auch die Katastrophenskala (wie schlimm ist mein Problem auf einer Skala von eins - unproblematisch bis zehn – lebensbedrohlich?) kann dazu beitragen, das Problem zu relativieren. Manchen hilft auch der „Wachexperte“ – man geht mit dem Ziel ins Bett, so lange wie möglich wachzubleiben. Oft führe das unweigerlich dazu, dass man einschläft, riet Fieres.

Den anwesenden Handwerksvertretern legte die Schlafexpertin ans Herz, das Thema in ihre Betriebe zu tragen und auch bei den Mitarbeitern ein Bewusstsein für die Bedeutung von gesundem Schlaf zu fördern. Als Krankenkasse des Handwerks unterstütze sie die IKK classic dabei, betonte IKK-Gesundheitsmanager Frank Ruhnau, der das betriebliche Gesundheitsmanagement der Kasse vorstellte. Weitere Tipps und Selbsttests zum Schlafen finden sich auf der Webseite des IFBG unter www.letsleep.de

Baden-Württemberg

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