Unterstützung für Alltagshelden

Rund 70 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Bayern werden zuhause versorgt. Ein bundesweiter Aktionstag am 8. September 2019 macht auf die pflegenden Angehörigen und deren beachtliche Leistung aufmerksam.

Augsburg, 4. September 2019 - Viele Menschen wollen, auch wenn sie pflegebedürftig geworden sind, in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Hochrechnungen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zufolge haben im Jahr 2017 rund 750.000 Menschen in Bayern in ihrem privaten Umfeld regelmäßig jemanden gepflegt. Ein bundesweiter Aktionstag macht jedes Jahr am 8. September auf die beachtliche Leistung dieser pflegenden Angehörigen aufmerksam. Unabhängig vom Grad der Hilfebedürftigkeit stellt die Betreuung eines Familienmitglieds in den eigenen vier Wänden für pflegende Angehörige eine Herausforderung dar. Tagesabläufe müssen strukturiert, Arzttermine vereinbart und Papierkram erledigt werden. Dazu kommt die körperliche Belastung, die die Pflege eines Angehörigen meist mit sich bringt.

Gut abgesichert

Unterstützung bekommen pflegende Angehörige von der gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie ist an die gesetzliche Krankenversicherung gekoppelt und springt ein, wenn ein Versicherter pflegebedürftig wird. So zahlt die IKK-Pflegekasse ihrem gesetzlichen Auftrag folgend Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, wenn pflegende Angehörige für die Dauer der Pflege ihre arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung unterbrechen oder ganz aufgeben. Voraussetzung ist, dass die Pflege nicht erwerbsmäßig und in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen stattfindet. Zudem muss mindestens der Pflegegrad 2 vorliegen und die Pflege mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf zwei Tage in der Woche, durchgeführt werden. Die gleichen Voraussetzungen gelten für die Unfallversicherung für Pflegende. Sie greift zum Beispiel bei Wegeunfällen – also Unfällen auf dem Weg zur oder von der Pflegetätigkeit – sowie Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, die mit der Pflegetätigkeit zusammenhängen. Wer neben der Pflege nicht über 30 Wochenstunden erwerbstätig ist und zudem keine Vollrente aufgrund des eigenen Alters erhält, für den zahlt die IKK-Pflegekasse zudem Beiträge zur Rentenversicherung. Diese richten sich nach dem Pflegegrad und den bezogen Leistungen des Pflegebedürftigen. Bei der IKK classic müssen für alle diese Leistungen keine Anträge gestellt werden, dieser Schutz ist für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige kostenlos.

Pflegen lernen

Wer beruflich keine Berührungspunkte mit der Pflege von hilfsbedürftigen Menschen hat, fühlt sich oft überfordert, wenn er einen Angehörigen pflegt. Mit speziellen Pflegekursen möchte die IKK-Pflegekasse ihren Versicherten und deren Angehörigen die Pflege erleichtern und die Belastung damit so gering wie möglich halten. In den Pflegekursen lernen Pflegende zum Beispiel Techniken, die helfen, Rückenschäden bei der Pflegeperson zu verhindern. Behandelt werden Themen rund um Gesundheit, Hygiene, Ernährung und Körperpflege. Speziell für die Pflege von Angehörigen mit einer Demenz oder nach einem Schlaganfall bietet die IKK classic eigene Kurse an. Neben den Kursinhalten bieten die einzelnen Seminare auch immer die Gelegenheit, sich mit anderen Pflegenden auszutauschen und Erfahrungen zu teilen.
Da in manchen Pflegesituationen ein Pflegekurs nicht mehr ausreicht, können Pflegende auch individuelle Schulungen – insbesondere in der häuslichen Umgebung – in Anspruch nehmen. Hier werden individuelle Bedürfnisse besprochen und umgesetzt. Durchgeführt werden die unterschiedlichen Pflegekurse beispielsweise von ambulanten Pflegediensten, der Caritas oder den Maltesern. Die Kosten für die Kurse übernimmt die IKK-Pflegekasse.

Bayern

Viktoria Durnberger
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