„Das einzig Beständige im Handwerk ist und bleibt der Wandel“

Coach Johannes Warth zeigte Würzburger Unternehmern und Führungskräften, wie Veränderungen im Betrieb fair und für alle verträglich ablaufen können.

Innovation gilt als der Motor der Wirtschaft. Stillstand dagegen ist nie gut. Denn Stillstand heißt, dass nichts vorangeht, sich nichts bewegt. Für einen Betrieb kann Stillstand schnell das Aus bedeuten. Doch Innovation und Fortschritt gehen meist mit Veränderungen einher. Kommt es in einem Betrieb zu Veränderungen, ist der Schreck für alle – Betriebsinhaber, Führungskräfte und Mitarbeiter – meist groß. Im Gut Wöllried in Rottendorf zeigte Unternehmensberater und Coach Johannes Warth am 19. November 2019, wie Führungskräfte mit Veränderungen so umgehen können, dass weder sie selbst noch ihre Mitarbeiter unter ihnen leiden. Gastgeber der Veranstaltung war die IKK classic in Kooperation mit der Signal Iduna und der Kreishandwerkerschaft Würzburg.

Wie sich Veränderungen im Betrieb auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitarbeitern und Führungskräften auswirken, machte die Live-Umfrage unter den rund 160 Gästen deutlich. Lediglich sieben Prozent gaben an, dass Veränderungen diesbezüglich keine Auswirkungen haben. Dagegen sahen 48 Prozent die Folgen in höherer Belastung, Überstunden (13 Prozent) und einem höherer Krankenstand (13 Prozent). Auch das Betriebsklima leidet bei 18 Prozent der Befragten unter Veränderungen. Trotz der teils beträchtlichen Folgen gaben 55 Prozent an, bisher noch nichts unternommen zu haben, um die Situation zu lösen. Immerhin ein Viertel (24 Prozent) hat einen Maßnahmenplan erstellt. 17 Prozent holen sich Unterstützung von extern, während drei Prozent die Lösung in eigens geschaffenen Arbeitsgruppen suchen.

FAIR: Veränderungsprozesse positiv gestalten

Orientierung im Veränderungsprozess bietet das Akronym FAIR – es steht für Fundament, Agieren, Inspiration und Ruhe. Wer sich an diesen vier Leitbegriffen entlanghangelt, kann Veränderungsprozesse positiv gestalten. Steht eine Veränderung in der Tür, empfiehlt Johannes Warth jedem, sich auf sein Fundament zu besinnen. Denn wie schon sein Vater zu sagen pflegte: „Was du kannst und was du weißt, das kann dir keiner mehr nehmen“. Soll heißen, dass keiner auch bei noch so großen Veränderungen mit leeren Händen dasteht. Führen wir uns in solchen Situationen vor Augen, was wir eigentlich schon alles können und wissen, lassen der Schreck und die damit verbundene Schockstarre schnell nach. Das ist wichtig, denn zur positiven Gestaltung von Veränderungsprozessen gehört es, selbst aktiv zu werden und selbst zu agieren, statt nur zu re-agieren. Das bedeutet auch, Veränderungen aktiv und planvoll anzustoßen.

Den dritten Baustein einer erfolgreichen Veränderungsbewältigung bildet die Inspiration. Sie steht zum einen für die Offenheit für Neues und zum anderen für die Inspiration der Mitarbeiter durch ihre Führungskräfte. Denn wer bildlich gesprochen auf seinem Platz verharrt, wird andere kaum dazu bewegen, von ihren Plätzen aufzustehen. Der vierte Buchstabe des Akronyms FAIR steht für Ruhe. Denn bei aller Inspiration und Tatkraft warnt Coach Johannes Warth vor übereiligem Aktionismus. Nicht jede Innovation ist sinnvoll und nicht jede Veränderung bringt den Betrieb wirklich weiter. Wie wichtig es für das Handwerk ist, sich mit Veränderungen auseinanderzusetzen, betonte auch Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, in seinem Schlusswort noch einmal: „Das einzig Beständige im Handwerk ist und bleibt der Wandel“.

Betriebliches Gesundheitsmanagement der IKK classic

Wer sich um die Gesundheit seiner Mitarbeiter kümmert, hat im Wettbewerb die Nase vorn: Die Mitarbeiter werden seltener krank, sind motiviert und leistungsstark. Das spricht sich auch unter Kunden und potenziellen Bewerbern herum und trägt so auch zum positiven Image als Arbeitgeber bei.  Als starker Partner des Handwerks und des Mittelstands unterstützt die IKK classic Unternehmer dabei, ihre Mitarbeiter – und sich selbst – fit und gesund zu halten. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist ein kostenfreies Angebot der Innungskrankenkasse. Die Gesundheitsmanager der IKK classic passen die einzelnen Maßnahmen, von Workshops über Gesundheitstage bis zum umfassenden Betrieblichen Gesundheitsmanagement, individuell an die Bedürfnisse eines jeden Betriebs und seiner Mitarbeiter an.

Bildmaterial

Gastgeber Reinhold Heller begrüßte am 19. November 2019 rund 160 Führungskräfte und Betriebsinhaber im Gut Wöllried

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Rund 160 Führungskräfte und Betriebsinhaber aus Würzburg und der Umgebung informierten sich am 19. November 2019 über die Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung.

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Auch Herbert Sowa, Gebietsdirektor der Signal Iduna, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste im Gut Wöllried willkommen zu heißen

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Kreishandwerksmeister Josef Hofmann und IKK-Gesundheitsmanagerin Petra Heinle diskutierten die Auswirkungen und Maßnahmen rund um Veränderungsprozesse in Betrieben

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Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, verabschiedete das Publikum mit dem Apell, sich Veränderungsprozessen zu stellen und sie aktiv zu gestalten

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Wenn alle zusammenarbeiten, können sie gemeinsam viel bewegen

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Auch unter schwierigen Bedingungen lassen sich gute Ergebnisse erzielen, wie Johannes Warth mit seinem Pappkarton-Schlagzeug eindrucksvoll zeigte

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Zum Schluss wurde es noch einmal wild: Johannes Warth performte den IKK-Song im U2-Stil

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