IKK classic zur Nationalen Diabetesstrategie: „Jetzt müssen endlich Taten folgen“

Dresden, 1. Juli 2020. Mit Blick auf die morgige Beratung des Themas im Bundestag mahnt die IKK classic den umgehenden Beschluss einer Nationalen Diabetesstrategie durch das Parlament an.

„Jetzt ist der Zeitpunkt, den zahlreichen Ankündigungen der Vergangenheit entschlossene Taten folgen zu lassen“, sagt Kai Swoboda, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der IKK classic. „Angesichts des pandemischen Ausmaßes, das die Ausbreitung des Diabetes anzunehmen droht, wäre jede weitere Verzögerung fatal.“

Die Volkskrankheit, von der gegenwärtig bereits gut sieben Millionen Bundesbürger betroffen sind, breitet sich nach Swobodas Worten rasant aus. Fachleute rechnen mit einem jährlichen Zuwachs von einer halben Million Betroffener allein in Deutschland. Bereits jetzt summieren sich die Kosten des Diabetes und seiner Folgeerkrankungen auf über 20 Milliarden Euro pro Jahr. Allein die IKK classic mit 3,2 Millionen Versicherten wendet dafür jährlich mehr als 20 Prozent ihrer Leistungsausgaben auf.

Die Corona-Pandemie hat, so Swoboda, ein Schlaglicht auf die Versorgungsstrukturen für Diabetes-Patienten geworfen und die Notwendigkeit verdeutlicht, das bestehende Versorgungsangebot durch digitale Angebote der medizinischen Vorsorge und Betreuung von Diabetikern zu ergänzen.

Die IKK classic biete ihren betroffenen Versicherten digitale Betreuungsalternativen, um so den gerade bei dieser Patientengruppe drohenden gesundheitlichen Folgen von Kontakteinschränkungen zu begegnen. Erforderlich sei aber eine gesamtgesellschaftliche Initiative. „Es braucht dringend eine übergeordnete Strategie, um ambulante wie stationäre Versorgungsstrukturen beim Diabetes rasch auf einen angemessenen Stand zu bringen. Nur dann sind wir auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vorbereitet“, sagt Swoboda. Dazu bedürfe es einer breiten gesellschaftlichen Allianz von Politik, Wissenschaft, Leistungserbringern, Lebensmittelwirtschaft, Pädagogik, Medien und Kostenträgern.

„Dazu gehört auch eine robuste Ansage an die Ernährungsindustrie, um den Zuckerkonsum, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, endlich wirksam einzudämmen“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende. „Lobbyinteressen müssen angesichts der immensen gesamtgesellschaftlichen Herausforderung, die Diabetes darstellt, zurückstehen.“ 

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