Im Handwerk sind Beruf und Familie kein Gegensatz

Aktuelle Befragung zeigt Betriebe beweglich

Dresden, den 30. Juli 2020. Konflikte zwischen familiären und beruflichen Anforderungen erzeugen Stress und seelische Belastungen. Sie sind eine Ursache für den Vormarsch psychischer Diagnosen bei Krankschreibungen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist daher ein wichtiges Präventionsziel im betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Ein familienfreundliches Arbeitsumfeld beugt Krankheiten vor. Zugleich hilft es beim Werben um die begehrten Fach- und Nachwuchskräfte. Wer Kinder bekommen oder nach einer Geburt wieder arbeiten will, schaut bei der Wahl des Arbeitgebers zunehmend auf den Faktor Vereinbarkeit.

Wie steht das Handwerk in diesem Vergleich da? Können die Betriebe gut auf Bedürfnisse von Müttern und Vätern eingehen? Fördern die übersichtlichen, familiennahen Strukturen (im Schnitt neun Köpfe) die Flexibilität bei spontan auftretenden Problemen (Kind krank) oder schränken sie die Spielräume eher ein?

Spielraum bei freiem Tag

Die IKK classic hat handwerkliche Unternehmer und Beschäftigte nach ihren Erfahrungen mit betrieblicher Flexibilität befragt. Konkret wollte die Handwerker-Krankenkasse wissen: Ist es in den Betrieben in der Regel problemlos möglich, etwa aus familiären Gründen kurzfristig einen Tag frei zu nehmen?

In der durch das forsa-Institut im Juni durchgeführten repräsentativen Befragung bejahten 86 Prozent der Arbeitgeber die Option des spontanen freien Tages, nur 13 Prozent schlossen sie aus. Bei einer analogen Erhebung im Januar hatten noch 97 Prozent der Arbeitgeber positiv geurteilt und nur 3 Prozent nicht. Offenbar hat die Erfahrung der dazwischenliegenden Corona-Zeit die neue Einschätzung beeinflusst.

Bei den befragten Arbeitnehmern, also den eigentlich Betroffenen, hat die Corona-Erfahrung das insgesamt positive Bild aber kaum beeinflusst: Der spontane freie Tag war im Januar aus Sicht von 85 Prozent der Beschäftigten im eigenen Betrieb problemlos möglich, im Juni lag der Wert mit 81 Prozent nur wenig darunter.

Bei den Arbeitgebern variiert die Aussage mit der Betriebsgröße: in Betrieben von 5 bis 9 Mitarbeitern sagen 87 Prozent der Arbeitgeber, der freie Tag sei uneingeschränkt möglich; in Unternehmen mit 10 bis 99 Mitarbeitern sagen dies 89 Prozent der Unternehmer; in Betrieben mit 100 und mehr Beschäftigten stimmen dem nur 65 Prozent der Arbeitgeber zu.

Die Beschäftigten sehen die Sache einheitlicher und bestätigen mit 85 Prozent (Betriebe 5 bis 9 MA); 76 Prozent (10 bis 99 MA) und 79 Prozent (100 bis 249 MA) die Flexibilität ihres Betriebes.

Die IKK classic bietet Handwerksbetrieben umfassende Unterstützung bei der betrieblichen Prävention.

„Die auch von den Beschäftigten erlebte Flexibilität des Handwerks ist ein gutes Argument beim Kampf um Fachkräfte und Berufsnachwuchs. Durch unsere Präventionsmaßnahmen tragen wir gern dazu bei, diesen Wettbewerbsvorteil noch weiter auszubauen“, erklärt Frank Hippler.

Die komplette Studie kann unter presse@ikk-classic.de angefordert werden.

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Flexibilität des eigenen Handwerksbetriebs: Arbeitgebersicht © IKK classic/forsa

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Flexibilität des eigenen Handwerksbetriebs: Arbeitnehmersicht © IKK classic/forsa

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