Kostenloses IKK-Webinar „Betriebliches Eingliederungsmanagement“

Hamburg, 22. Februar 2017. Mitarbeiter, die länger als sechs Wochen krankgeschrieben waren oder wiederholt wegen der gleichen Erkrankung ausgefallen sind, haben Anspruch auf betriebliches Eingliederungsmanagement. Was bedeutet das für den Arbeitgeber, zu was ist er gesetzlich verpflichtet und wie kann das Verfahren im Betrieb umgesetzt werden? Am 7. März 2017 beantworten Fachleute der IKK classic diese Fragen im kostenlosen Online-Seminar von 15 bis 16 Uhr. Teilnehmer erfahren zudem, welche Vorteile das Eingliederungsmanagement dem Unternehmen bringt.

Für die Teilnahme ist lediglich ein PC, Laptop oder Tablet mit Internetzugang und Audioempfang nötig. Teilnehmen können interessierte Arbeitgeber und Personalfachleute, unabhängig davon, ob Mitarbeiter bei der IKK classic versichert sind oder nicht.

Anmeldung unter www.ikk-classic.de/seminare

Was ist „Betriebliches Eingliederungsmanagement“?

Fehlen Beschäftigte innerhalb von zwölf Monaten länger als sechs Wochen wegen Krankheit am Arbeitsplatz - entweder am Stück oder wiederholt – muss der Arbeitgeber aktiv werden. Er muss klären, ob und wie die Arbeitsunfähigkeit überwunden werden kann, mit welchen Leistungen und Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und so der Arbeitsplatz erhalten werden kann. Die gesetzliche Grundlage bildet § 84 Abs. 2 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX). Der Arbeitgeber hat im Rahmen eines organisierten Suchprozesses zu prüfen, ob und gegebenenfalls in welcher Weise der Arbeitnehmer beschäftigt werden kann. Zu diesem Prozess gehören das Gespräch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, unter Umständen die Einbeziehung von externem Sachverstand und – in dafür geeigneten Fällen – die stufenweise Wiedereingliederung des Arbeitnehmers im Rahmen des so genannten „Hamburger Modells“. Zu prüfen sind mögliche Änderungen der Betriebsanlagen, Maschinen und Geräte als auch eine mögliche Umgestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsumfeldes, der Arbeitsorganisation und der Arbeitszeit. Wird ein derartiges BEM nicht durchgeführt, kann beispielsweise eine ausgesprochene krankheitsbedingte Kündigung unwirksam sein. Dies hat das Arbeitsgericht Berlin unter Konkretisierung der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts im Oktober 2015 entschieden

Hamburg

Peter Rupprecht
Pressereferent

Tel.: 040 54003 460014
Fax: 040 54003 461029

peter.rupprecht@ikk-classic.de
twitter.com/IKKcl_Presse_HH