In Hamburg arbeiten immer mehr Menschen über 65 Jahren

Zahl der älteren Erwerbstätigen in Hamburg ist in einem Jahr um 1.294 gestiegen – Ursachen und Dauer von Arbeitsunfähigkeiten verändern sich mit dem Alter – betriebliche Gesundheitsförderung gewinnt an Bedeutung.

Hamburg, 08.03.2018. – In Hamburger Betrieben nimmt die Zahl der älteren Arbeitnehmer deutlich zu. Waren im Juni 2016 noch 8.496 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Altersgruppe der über 65-Jährigen beruflich aktiv, stieg die Zahl innerhalb eines Jahres bis Juni 2017 um 11,2 Prozent auf 9.450 an. Zudem bessern immer mehr Menschen über 65 Jahre ihr Einkommen durch eine geringfügig entlohnte Beschäftigung (monatliches Einkommen bis 450 Euro) auf: Die Anzahl der älteren Minijobber in der Hansestadt legte im gleichen Zeitraum um 1,7 Prozent auf 20.351 Personen zu, 340 Personen mehr (Juni 2016: 20.011). Das ergab eine Auswertung der Krankenkasse IKK classic anhand von Zahlen aus dem Länderreport über Beschäftigte von der Bundesagentur für Arbeit.

Der demografische Wandel in der Arbeitswelt und die sukzessive Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre macht es aus Sicht der IKK classic notwendig, dass sich Unternehmen stärker für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter engagieren. „Ältere Arbeitnehmer erkranken im Schnitt zwar seltener, dafür sind die Krankheitsverläufe oft langwierig. Jüngere Arbeitnehmer sind im Allgemeinen häufiger, aber kürzer krank“, erläutert Andreas Schönhalz, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Hamburg. „Im vergangenen Jahr konnten berufstätige Mitglieder der IKK classic über 59 Jahre durchschnittlich wegen 1,5 Krankschreibungen insgesamt knapp 33 Tage nicht zur Arbeit gehen. Bei den unter 20-Jährigen waren es im Schnitt 2,2 Arbeitsunfähigkeiten, die statistisch gesehen insgesamt fast zwölf Tage andauerten.“

Ursachen für Arbeitsunfähigkeiten verändern sich mit dem Alter

Die Arbeitsunfähigkeitsstatistik der IKK classic verdeutlicht auch, dass sich die Ursachen für Krankschreibungen je nach Alter des Beschäftigten stark unterscheiden. Mit zunehmendem Alter führen vor allem chronische und degenerative Erkrankungen zu Fehlzeiten. „Bei Arbeitnehmern ab 60 Jahren verursachen Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems über ein Drittel der Arbeitsunfähigkeitstage (35,3 Prozent). Bei den unter 20-Jährigen spielt diese Ursache kaum eine Rolle. Junge Leute fielen hauptsächlich wegen akuter Krankheiten des Atmungssystems aus. Etwa ein Viertel der Arbeitsunfähigkeitstage (25,4 Prozent) ging bei ihnen auf dieses Konto“, so Schönhalz.

Krankenkassen, wie die IKK classic, halten im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung verschiedene Angebote für Unternehmen bereit und unterstützen sie bei der Durchführung. Ziel dabei ist stets, Arbeitsprozesse so zu gestalten, dass sie sich auf Dauer nicht negativ auf die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken. Zudem lernen sie Techniken kennen, mit denen sie aktiv gesundheitsgefährdenden Belastungen im Arbeitsalltag begegnen können. Mehr Informationen über das betriebliche Gesundheitsmanagement.

Bildmaterial

Die Anzahl älterer Arbeitnehmer steigt. Das macht ein stärkeres Engagement in der betrieblichen Gesundheitsförderung notwendig.

©pa Picture-Alliance

Bild herunterladen

Das Foto darf nur im direkten Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Presseinformation verwendet werden.

Hamburg

Peter Rupprecht
Pressereferent

Tel.: 040 54003 460014
Fax: 040 54003 461029

peter.rupprecht@ikk-classic.de
twitter.com/IKKcl_Presse_HH