2017 weniger Entbindungen in Hamburgs Kliniken, Kaiserschnittrate nahezu unverändert

In deutschen Kliniken sind 2017 insgesamt 762.343 Kinder zur Welt gekommen, 232.505 von ihnen per Kaiserschnitt. Das sind 30,5 Prozent. Der Wert ist identisch mit dem im Jahr 2016, im dem 232.479 von insgesamt 761.777 Entbindungen per Kaiserschnitt durchgeführt wurden.

In Hamburg liegt die Kaiserschnittrate 2017 über dem Bundesdurchschnitt, ist im Vergleich zum Vorjahr marginal gesunken. Das teilt die Krankenkasse IKK classic nach Auswertung von Daten des Statistischen Bundesamts mit.

Demnach wurden im Jahr 2017 insgesamt 24.806 Kinder in Hamburger Kliniken geboren, 7.886 von ihnen per Kaiserschnitt. 2016 gab es dort 7.953 Kaiserschnittgeburten bei insgesamt 24.911 Neugeborenen. Damit ist der Anteil von Kindern, die per Kaiserschnitt zur Welt kamen, von 31,9 Prozent auf 31,8 Prozent gesunken. „Hamburg liegt damit im Vergleich mit den anderen Bundesländern im oberen Drittel der Statistik“, sagt Andreas Schönhalz, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Hamburg. „In Schleswig-Holstein ist die Kaiserschnittrate 2017 mit 32,3 Prozent höher als in der Hansestadt, Niedersachsen und Bremen liegen mit ihren Werten aber deutlich niedriger und sogar unter dem Bundesdurchschnitt.“

Große Unterschiede zwischen Bundesländern

Den höchsten Anteil an Geburten per Kaiserschnitt verzeichnet im Jahr 2017 wieder das Saarland: 37,2 Prozent (9.149 Geburten, 3.401 per Kaiserschnitt). Mit deutlichem Abstand folgt Rheinland-Pfalz mit 33,6 Prozent (35.341 Geburten, 11.882 per Kaiserschnitt). Die wenigsten Kaiserschnittgeburten wurden mit 24 Prozent in Sachsen vorgenommen (2017: 36.274 Geburten, 8.698 per Kaiserschnitt), knapp dahinter liegt Brandenburg mit 24,6 Prozent (2017: 16.452 Geburten, 4.053 per Kaiserschnitt).

Anzahl von Kaiserschnitten auf Wunsch ist nicht bekannt

Warum eine Entbindung per Kaiserschnitt notwendig ist, kann verschiedene Gründe haben. Mediziner unterscheiden dabei absolute von relativen Indikationen. Ein Kaiserschnitt ist immer dann absolut erforderlich, wenn die Gesundheit von Mutter und Kind ansonsten bedroht wäre. Von einer relativen Indikation wird gesprochen, wenn eine natürliche Geburt zwar möglich ist, aber ein größeres Risiko darstellt als der Kaiserschnitt. Eine Sonderform ist der Kaiserschnitt auf Wunsch, bei dem es keine medizinische Indikation gibt. Dieser Eingriff wird als geplanter Kaiserschnitt zu einem bestimmten Termin durchgeführt. Wie viele der Kaiserschnitte auf Wunsch der werdenden Mutter durchgeführt wurden, kann die IKK classic nicht beantworten. Diese Zahl wird in der vorliegenden Statistik nicht genannt.

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Fast 25.000 Kinder sind 2017 in Hamburgs Kliniken zur Welt gekommen, etwa ein Drittel von ihnen per Kaiserschnitt.

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