Extra-Schutz für Kinderzähne: Fissuren- und Glattflächenversiegelung

Bleibende Zähne, die bei Kindern frisch durchgebrochen sind, gelten als sehr kariesanfällig. Ihr Schmelz ist noch wenig widerstandsfähig. Am stärksten kariesgefährdet sind die Fissurenbereiche der Kauflächen. Das sind die zerklüfteten Oberflächen der Zähne mit ihren Rillen und Vertiefungen. Nahrungsreste und Bakterien können sich hier besonders gut festsetzen. Diese Bereiche werden selbst bei guter Mundhygiene zuerst und am häufigsten kariös. Weil die Fissuren schwierig zu reinigen sind, raten Fachleute häufig, diese Zähne möglichst zu versiegeln.

„Ob es wirklich sinnvoll ist, die bleibenden Backenzähne eines Kindes versiegeln zu lassen, können Eltern nur gemeinsam mit dem Zahnarzt entscheiden“, sagt Claudia Osten von der IKK classic. Drei Dinge spielen laut der Leiterin der Landesvertragspolitik in Hamburg dabei eine wesentliche Rolle: das Ernährungsverhalten, die Zahnhygiene und die Anatomie der Kinder. Spätestens, wenn das Kind an einem Zahn Karies hat, sollten Eltern diese Zahnprophylaxe in Betracht ziehen.

Bei einer Versiegelung werden die Fissuren mit einem speziellen Material verschlossen. In der Regel ist es Kunststoff. Das soll das Eindringen von Bakterien und damit die Entstehung von Karies verhindern. Der Schutz hält bis zu zehn Jahre. Die Behandlung ist nicht schmerzhaft, kann aber von Kindern als unangenehm empfunden werden. „Gewissenhafte Zahnhygiene sollte trotz des Zusatzschutzes natürlich weiterhin Pflicht sein“, rät die Fachfrau von der IKK classic. „Auch der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt zur Kontrolluntersuchung bleibt wichtig.“

IKK classic unterstützt Vorsorgeleistung

Die Fissurenversiegelung bei Kindern ist für die hinteren zwei bleibenden Backenzähne gesetzliche Leistung der Krankenkassen und kostenlos. Für die vorderen Backenzähne gilt das nicht. Diese Versiegelung müssen die Eltern als privatärztliche Leistung selbst bezahlen. „Die IKK classic unterstützt diese zusätzliche Vorsorgeleistung aber für ihre Versicherte von sechs bis 13 Jahren mit bis zu 50 Euro über das persönliche Gesundheitskonto, das unsere Versicherten für bestimmte, qualitätsgesicherte Zusatzleistungen nutzen können“, erklärt Claudia Osten. „Das gilt übrigens auch für die Glattflächenversiegelung bei Versicherten von neun bis 17 Jahren.“

Eine Glattflächenversiegelung kann für Kinder und Jugendliche wichtig sein, wenn eine feste Zahnspange notwendig ist. Denn die erschwert die Zahnhygiene. Zum Schutz der Zahnflächen tragen Kieferorthopäden dann in bestimmten Fällen einen Versiegelungslack rund um die Brackets auf.

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