Krank auf Reisen:
So bleibt der Urlaubsanspruch erhalten

Ein kleiner Unfall oder „Montezumas Rache“ und schon sind die schönsten Tage im Jahr ruiniert. Wer im Urlaub krank wird und statt Sehenswürdigkeiten und Strand nur den Arzt und sein Hotelzimmer sieht, hat wirklich Pech. Ein Trost ist es dann, dass wenigstens die Urlaubstage gerettet und später erneut genommen werden können. Damit es dabei zu keinen Problemen kommt, müssen aber einige Formalitäten beachtet werden. Die IKK classic erklärt, worauf es ankommt.

„Erkrankt man im Urlaub, muss das schnellstmöglich dem Arbeitgeber mitgeteilt werden – am besten per Telefon, E-Mail oder Fax“, erläutert Volker Hotes, Regionalgeschäftsführer der IKK classic in Hamburg. „Informiert werden muss über den Beginn der Arbeitsunfähigkeit und die voraussichtliche Dauer. Wichtig sind auch die Urlaubsanschrift und eine Kontaktmöglichkeit.“

Auch wenn es mühsam ist, der Weg zum Arzt lohnt sich. Denn Urlaub soll der Gesundheit dienen und die Arbeitsfähigkeit sichern. Ist man krank, tut er das nicht und kann nachgeholt werden. Auch wer vor Antritt des Urlaubs krank wird, kann die freien Tage mit seinem Chef neu vereinbaren.

Während des Urlaubs benötigt man allerdings bereits am ersten Tag ein ärztliches Attest, das die Arbeitsunfähigkeit und ihre voraussichtliche Dauer bescheinigt. Die einfache Bestätigung einer Erkrankung reicht nicht aus. Es ist dabei unerheblich, was tarifliche oder vertragliche Melderegelungen bei krankheitsbedingtem Ausfall im Normalfall verlangen.

Bei Fehlverhalten drohen Verlust von Entgeltfortzahlung und Urlaubstagen

Um seine Mitwirkungspflichten im Urlaub garantiert nachzukommen, sollte man den Nachweis sofort per Fax oder E-Mail an den Arbeitgeber senden. Wer den Urlaub nicht zuhause verbringt, muss außerdem seine aktuellen Kontaktdaten übermitteln, wo er erreichbar ist. Danach sollten die Originalbelege per Brief ans Unternehmen geschickt werden. Betroffene können auch eine Vertrauensperson beauftragen, die Kommunikation mit dem Arbeitgeber zu übernehmen. Die Krankenkasse benötigt die Bescheinigung innerhalb einer Woche nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Außerdem: Wird während der Erkrankung die Rückreise angetreten, muss auch dies dem Arbeitgeber und der Krankenkasse mitgeteilt werden.

„Erfolgt keine förmliche Krankmeldung oder wird die ärztliche Bescheinigung erst nach der Rückkehr eingereicht, kann der Anspruch auf Entgeltfortzahlung und Krankengeld entfallen“, warnt Uwe Kuhlmann. „Auch die durch Krankheit verloren gegangenen Urlaubstage müssen dann nicht erneut gewährt werden.“ Wurden alle Melde- und Nachweispflichten erfüllt, stehen diese Tage später wieder als Urlaubsanspruch zur Verfügung. Die IKK classic erinnert aber daran, dass der neue Urlaub natürlich rechtzeitig mit dem Arbeitgeber abgestimmt und von ihm genehmigt werden muss

Hamburg

Peter Rupprecht
Pressereferent

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