IKK classic hat Krankschreibungen in 2019 ausgewertet:

Mehr als die Hälfte der Hamburger Handwerker fehlte 2019 an keinem einzigen Tag wegen Krankheit

Über die Hälfte der Handwerker in Hamburg waren 2019 keinen einzigen Tag krankgeschrieben: 50,5 Prozent. Der Anteil der Beschäftigten im Handwerk der Hansestadt, der im ganzen Jahr keinen gelben Schein braucht, steigt sogar kontinuierlich an. 2013 waren es 43,3 Prozent, 2018 bereits 49,9 Prozent. Das sind gute Nachrichten.

Die IKK classic hat die Gesundheitssituation der pflichtversicherten Arbeitnehmern analysiert und dafür die Daten aller Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgewertet. „Die Bilanz für Hamburg ist interessant“, berichtet Landesgeschäftsführer Andreas Schönhalz. „Besonders die Situation im Handwerk zeigt im Vergleich zu den bundesweiten Ergebnissen zum Teil deutliche Unterschiede.“ So betrug die Gesundheitsquote, also der Anteil der Arbeitnehmer ohne Krankschreibung, im vergangenen Jahr bei allen bei der IKK classic versicherten Handwerkern nur 45,4 Prozent. Der Wert liegt damit deutlich hinter dem der Kollegen in der Elbmetropole.

Nase vorn beim Unfallschutz

Auch bei der Unfallverhütung haben Hamburgs Handwerker die Nase vorn: Bei 4,7 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage im Jahr 2019 war ein Arbeitsunfall die Ursache. „Diese Unfallquote ist besser als der Mittelwert aller Versicherten bei der IKK classic, bei denen sie 6,0 Prozent betrug“, sagt Andreas Schönhalz. „Noch deutlicher zeigt sich das gute Hamburger Ergebnis im Vergleich mit allen im Handwerk beschäftigten Versicherten.“ Bundesweit lag die Arbeitsunfallquote im Handwerk bei 7,5 Prozent.

Der Krankenstand betrug 2019 im hamburgischen Handwerk 5,3 Prozent. Der Wert ist seit Jahren nahezu unverändert, 2018 lag er bei 5,4 Prozent. Im Vergleich zu allen Hamburger Versicherten bei der größten deutschen Innungskrankenkasse (2019 = 4,8 Prozent) ist er zwar höher, aber bundesweit betrachtet liegt er im Durchschnitt (2019 = 5,2 Prozent). Das zeigt auch der Vergleich mit allen IKK classic-Versicherten im Handwerk (2019 = 5,4 Prozent). „Der Krankenstand ist ein statistischer Wert, der aussagt, wie viele von hundert ganzjährig Versicherten an einem Tag im untersuchten Zeitraum krankgeschrieben waren“, erklärt der IKK classic-Landesgeschäftsführer. „Bei einem Krankenstand von fünf Prozent waren also durchschnittlich fünf von hundert Beschäftigten pro Kalendertag krankgeschrieben.“

Weniger Rückenleiden, mehr psychische Probleme

Am häufigsten wurden Handwerker in der Hansestadt im vergangenen Jahr wegen Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems krankgeschrieben, 29,4 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage gingen auf ihr Konto. Der Anteil, den diese Diagnosegruppe deutschlandweit bei Handwerkern verursachte, ist mit 34,4 Prozent deutlich höher. Auch der Anteil, den Verletzungen und Vergiftungen bei Beschäftigten im Handwerk ausmachten, war in Hamburg (2019 = 13,6 Prozent) geringer als deutschlandweit (2019 = 17,4 Prozent). Ganz anders sieht das Ergebnis bei Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen (Depressionen, Angststörungen, Burnout etc.) aus. Diese Diagnosegruppe schafft es im Hamburger Handwerk auf den zweiten Platz der häufigsten Gründe für Krankschreibungen: 19,7 Prozent aller Krankheitstage wurden 2019 damit attestiert. Bundesweit sind es bei Handwerkern nur 13,4 Prozent – der dritte Platz im entsprechenden Ranking. „Die Hamburger scheinen aber branchenunabhängig häufiger an psychischen Erkrankungen zu leiden als der Bundesdurchschnitt“, sagt Andreas Schönhalz. „So verursachten 2019 entsprechende Diagnosen 22,6 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage aller Versicherten der IKK classic in der Hansestadt, bundesweit waren es nur 16,6 Prozent.“

Statistisch betrachtet fehlte 2019 jeder im Hamburger Handwerk beschäftigte IKK classic-Versicherte insgesamt 19,5 Tage wegen 1,2 Krankschreibungen bei der Arbeit. Durchschnittlich dauerten diese jeweils 15,9 Tage. Im Vergleich der Daten mit den bundesweiten Ergebnissen im Handwerk zeigen sich in der Hansestadt keine signifikanten Besonderheiten. Im Durchschnitt waren Deutschlands Handwerker 2019 zwar einen halben Tag kürzer pro Arbeitsunfähigkeitsfall krankgeschrieben: 15,4 Tage. Insgesamt kommt aber jeder einzelne rechnerisch mit 1,3 Krankschreibungen auf 19,6 Fehltage.

Tipp:

Wer die Ursachen für krankheitsbedingte Ausfälle in seinem Unternehmen kennt, kann durch passgenaue Maßnahmen für mehr Gesundheit im Betrieb sorgen. Deshalb ist die Fehlzeiten-Analyse ist ein wichtiges Instrument des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Die IKK classic unterstützt Arbeitgeber dabei mit betriebs- und branchenbezogenen Gesundheitsberichten und mit vielen praktischen Angeboten zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Arbeitgeber, die diesen Vorteil für ihren Betrieb nutzen wollen, finden alle Informationen im Internet unter www.ikk-classic.de/fk/gb/bgm-massnahmen?mc=earned.off.f.oldprint.all.flyer.

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