Gesunde Mitarbeiter – starker Betrieb

IKK classic und Handwerkskammer Kassel motivieren Handwerk zu betrieblichem Gesundheitsmanagement

Kassel, 05.03.2018 –  Arbeitnehmer sind das wichtigste Kapital im Unternehmen, und man muss sorgsam damit umgehen. Diese Weisheit wird oft mit erhobenem Zeigefinger zitiert. Doch wenn man sich mit der eigenen Gesundheit und der der Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt, kann das durchaus interessant sein und Spaß machen. Das erfuhren Unternehmer und Führungskräfte aus dem regionalen Handwerk bei der Veranstaltung „Gesunde Mitarbeiter – starker Betrieb“ vergangenen Dienstag im Ständehaus Kassel. Geladen hatten die Handwerkskammer Kassel und die IKK classic, die sich mit ihrem Konzept des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen wendet.

BGM bietet betriebswirtschaftliche Vorteile

„Gerade in Handwerksbetrieben sind die Mitarbeiter im Alltag höheren körperlichen Belastungen ausgesetzt als in vielen anderen Berufen“, erklärte Gabriele Graf-Weber, Regionalgeschäftsführerin der IKK classic. Die IKK-Fehlzeitenanalyse zeige, dass 30,1 Prozent der Fehltage im Handwerk auf das Konto von Muskel-Skelett-Erkrankungen gehen, bei allen IKK-Versicherten fällt die Quote mit 27,2 Prozent niedriger aus. Durchschnittlich fällt der Statistik zufolge ein Beschäftigter im Handwerk mit 19,2 Tagen im Jahr länger aus als Beschäftigte anderer Berufsgruppen.

Deshalb wies Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel, auch darauf hin, dass ein betriebliches Gesundheitsmanagement Unternehmen handfeste betriebswirtschaftliche Vorteile biete: „Es geht darum die Gesundheit und damit auch die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten, sowie alternde Belegschaften gezielt zu unterstützen. Auf diesem Weg lassen sich Engagement und Motivation fördern sowie die Arbeitszufriedenheit verbessern.“ In der Folge würde die Produktivität steigen und sich die Qualität der Produkte, des Kundenservices sowie der Dienstleistungen erhöhen, Arbeitsausfälle würden reduziert und die Kosten gesenkt. „Insgesamt verbessern sich so auch Image und Bekanntheit des Unternehmens, was wiederum seine Wettbewerbsfähigkeit auch auf dem Arbeitsmarkt erhöht“, betonte Gringel.

Gesetzgeber fordert BGM

Eine stärkere Gesundheitsförderung in Betrieben hat zuletzt der Gesetzgeber auch im Präventionsgesetz verankert. Im Fokus stehen vor allem kleine und mittlere Unternehmen, mit denen die Krankenkassen gesundheitsfördernde Maßnahmen durchführen sollen. „Die Wurzeln der IKK classic liegen im Handwerk – deshalb investieren wir dort seit vielen Jahren unsere BGM-Mittel und unterstützen die Betriebe mit unserer langjährigen Erfahrung“, so Gabriele Graf-Weber. Betriebliches Gesundheitsmanagement umfasse alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, um die Gesundheit und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern. Dazu zählten beispielsweise Gymnastikkurse, Stressmanagement-Angebote, Ernährungstipps, Workshops zur Förderung eines gesunden Führungsstils oder die gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen. 

Den „inneren Schweinehund“ überwinden

Dass ein gesundes Leben auf einem ganzheitlichen Konzept beruht, zeigte auf der Veranstaltung Dr. Marco Freiherr von Münchhausen, Experte für Selbstmanagement und Work-Life-Balance. Sein Vortrag drehte sich um die Fragen „Was hält uns immer wieder von einem gesunden Leben ab?“ und „Wer ist das Hindernis auf dem Weg zu einem erfolgreichen Gesundheitsmanagement?“ Die Antwort: der „innere Schweinehund“. Dieser sei der Wächter der inneren Grenzen und trete vor allem bei den Themen Bewegung, gesunde Ernährung und im Berufsleben auf. Anschließend führte der Motivationstrainer den Teilnehmern vor Augen, mit welchen Tricks und Taktiken der innere Schweinehund arbeitet und wie er sich überwinden lässt. „Wenn Sie Ihre Gewohnheiten ändern und den inneren Schweinehund überwinden wollen, dürfen Sie in der Anfangsphase keine Ausnahmen zulassen“, so von Münchhausen. Ausnahmen führten dazu, dass gute Vorsätze schnell wieder fallen gelassen würden.

In einer abschließenden Frage- und Diskussionsrunde wurde deutlich, dass die Bedürfnisse und Anliegen in den einzelnen Betrieben, BGM betreffend, oft unterschiedlich sind. „Das macht nichts. Unsere Angebote sind vielfältig und können ganz individuell gestaltet werden. Ganz gleich, ob der Betrieb 5 oder 500 Mitarbeiter hat“, erklärte Barbara Rippel, Expertin für betriebliches Gesundheitsmanagement bei der IKK classic. Sie ermunterte gerade auch kleine Betriebe, sich mit dem Thema zu beschäftigen. „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist eine lohnende Investition in die Gesundheit der Mitarbeiter, von der Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen profitieren.“ Schon kleine Veränderungen reichten aus, um einen gesunden Arbeitsalltag zu fördern.

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Hessen

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