Bislang 30 Hepatitis-C-Infektionen in Wiesbaden

Leberschädigende Krankheit verläuft oft schleichend.

Wiesbaden, 17.10.2018 – Bei 30 Menschen aus Wiesbaden wurde in diesem Jahr das Hepatitis-C-Virus diagnostiziert. Im Gesamtjahr 2017 gab es 38 Neuinfektionen, 2016 waren es 33. Das geht aus aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts hervor, berichtet die IKK classic in Hessen.

„Eine Infektion mit Hepatitis C verläuft meist ohne eindeutige Krankheitszeichen. Die leberschädigende Erkrankung kann so über Jahre hinweg unentdeckt bleiben und wird häufig nur zufällig festgestellt, etwa bei einer Blutspende oder im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung“, sagt Sven Keiner von der Krankenkasse IKK classic in Hessen. Nur bei einem Drittel der Hepatitis-Infizierten zeigten sich grippeähnliche Symptome und Druckschmerzen im rechten Oberbauch. In seltenen Fällen trete eine Gelbsucht auf.

Lebererkrankungen mit Hepatitis-C-Viren gehören weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO infizieren sich jährlich bis zu vier Millionen Menschen mit dem Virus. Die Ansteckung erfolgt über infiziertes Blut, das in die Blutbahn oder die Schleimhäute eindringt. Anders als bei Hepatitis A und B gibt es gegen Hepatitis C bislang keine Impfung, da dieses Virus sehr wandlungsfähig ist und sein Erbgut immer wieder verändern kann. Die Erkrankung lässt sich aber dank neuer Arzneimittel meist gut behandeln und ist mittlerweile auch heilbar.

Die Zahlen der gemeldeten Infektionen stammen aus der Gesundheitsdatenbank des Robert-Koch-Instituts (https://survstat.rki.de/), Abfrage vom 17.10.2018.

Hessen

Sven Keiner
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