Weniger Keuchhusten in Hessen

In Hessen gab es 2018 weniger Keuchhusteninfektionen als in den Vorjahren –
Dennoch sollten vor allem Babys geimpft werden

Wiesbaden, 11.06.2019 – In Hessen erkrankten im vergangenen Jahr 1440 Menschen an Keuchhusten. Das waren weniger Fälle als in den Vorjahren 2017 (1660) und 2016 (1710). In diesem Jahr gab es bis Ende Mai 450 gemeldete Erkrankungen. Das berichtet die IKK classic in Hessen, die Daten des Robert Koch-Instituts ausgewertet hat.

Keuchhusten (Pertussis) kann besonders für Säuglinge einen schweren Krankheitsverlauf nehmen, angeschwollene Atemwege oder Atempausen können für sie lebensgefährlich sein. Keuchhustenbakterien verbreiten sich sehr leicht und die Ansteckung erfolgt oft über enge Kontaktpersonen, ohne dass diese sich dessen bewusst sind. „Deshalb sollten Säuglinge und Kinder, aber auch Erwachsene, geimpft werden. Die Entscheidung, ob Eltern ihr Kind impfen lassen, kann ihnen natürlich niemand abnehmen; eine Impfpflicht gibt es nicht. Es ist jedoch wichtig, dass Eltern sich mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen, zum Schutz ihrer Kinder und dem Dritter“, sagt Stefan Dörner, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Hessen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt mit der Impfung gegen Keuchhusten ab dem zweiten Lebensmonat zu beginnen. In der Regel ist die Impfung Bestandteil eines Kombinationsimpfstoffes. Aufgefrischt wird sie im Alter von fünf bis sechs Jahren sowie im Jugendalter. Auch Erwachsene sollten die Impfung regelmäßig erneuern, da diese nicht ein Leben lang hält. Die Kosten trägt die Krankenkasse.

Keuchhusten wird durch Tröpfchen-Infektionen übertragen. Die hochansteckende Krankheit kann mehrere Wochen bis Monate andauern. Anfangs kommt es zu Schnupfen, manchmal in Kombination mit Heiserkeit und Husten. Nach ein bis zwei Wochen entstehen heftige Hustenanfälle, die mit Erbrechen einhergehen und vier bis sechs Wochen dauern können.

 

 

 

 

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Hessen

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