IKK classic analysiert Gesundheitssituation im hessischen Handwerk

2019 lag der Krankenstand bei 5,1 Prozent – Anteil der Langzeiterkrankungen so hoch wie nie – Muskel- und Skelett-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigsten Krankheitsursachen

Wiesbaden, 08.05.2020 – Die IKK classic in Hessen hat die Gesundheitssituation im Handwerk für das vergangene Jahr ausgewertet. Auf Basis von 13.500 Versicherten aus dem hessischen Handwerk lag der Krankenstand im Jahr 2019 – wie schon 2018 – bei 5,1 Prozent. Das bedeutet, dass von 100 Handwerkern an einem Tag durchschnittlich fünf krankgeschrieben waren.

Der Krankenstand der bei der IKK classic in Hessen versicherten Gesamtbeschäftigten war etwas niedriger und lag bei 4,8 Prozent. „Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen haben die meisten Handwerker einen körperlich herausfordernden Berufsalltag. Das spiegelt der Krankenstand und der Blick auf die Ausfallursachen wider: An erster Stelle stehen Muskel- und Skelett-Erkrankungen, gefolgt von Verletzungen“, erklärt Stefan Dörner, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Hessen.

Gesundheitsquote lag bei 48 Prozent 

Im Durchschnitt war ein hessischer Handwerker vergangenes Jahr an 18,7 Tagen arbeitsunfähig. Das war rund ein Krankentag mehr als bei der Gesamtheit der Arbeitnehmer (17,4). Auch die durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit war mit 15,0 Tagen etwas länger als die der Gesamtbeschäftigten (13,9). Kaum einen Unterschied gibt es dagegen bei der sogenannten Gesundheitsquote: 48 Prozent, also fast die Hälfte der hessischen Handwerker, war vergangenes Jahr an keinen einzigen Tag krankgemeldet (Gesamtbeschäftigte: 49 Prozent).

Langzeiterkrankungen und Durchschnittsalter der Beschäftigten steigen

Mehr als die Hälfte der Krankheitstage im hessischen Handwerk sind auf eine Langzeiterkrankung (länger als 42 Tage) zurückzuführen. Auffällig dabei ist, dass dieser Anteil stetig zunimmt. Lag die Quote der Langzeiterkrankungen an allen Arbeitsunfähigkeitstagen im Jahr 2013 noch bei 47,7 Prozent, waren es im vergangenen Jahr 51,8 Prozent. Kontinuierlich gestiegen ist in diesem Zeitraum auch das Durchschnittsalter der Beschäftigten, von 39,5 auf 42,1 Jahre.

„Stärker als in anderen Berufen zeigt sich im Handwerk, dass jüngere Arbeitnehmer häufiger, dafür aber kürzer krank sind als ältere. Ältere Beschäftigte sind dagegen seltener, meist aber länger krankgeschrieben. Sie brauchen oft mehr Zeit zur Regeneration als ihre jüngeren Kollegen. Deshalb ist es wichtig, dass sich Unternehmen auf den demografischen Wandel einstellen und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern“, sagt Dörner.

Weniger psychische Erkrankungen

Der häufigste Grund für eine Krankschreibung im Handwerk waren auch im vergangenen Jahr wieder Muskel- und Skelett-Erkrankungen mit einem Anteil von 33,1 Prozent (Gesamtbeschäftigte: 30,9). Demnach fiel jeder dritte handwerklich Beschäftigte in Hessen wegen einer Beeinträchtigung am Bewegungsapparat aus. Dahinter folgten Verletzungen und Vergiftungen mit 17,4 Prozent (Gesamtbeschäftigte: 15,0 Prozent) und Erkrankungen des Atmungssystems mit einem Anteil von 13,5 Prozent (Gesamtbeschäftigte: 15,2 Prozent).

Psychische Erkrankungen waren im Jahr 2019 unter den hessischen Handwerkern mit einem Anteil von 13,4 Prozent (2018: 14,2 Prozent) seltener verbreitet als bei der Gesamtheit der Arbeitnehmer (16,9 Prozent; 2018: 17,3 Prozent). „Beschäftigte im Handwerk scheinen seelisch gesünder zu sein als die Gesamtbevölkerung, sie fehlen seltener am Arbeitsplatz aufgrund psychischer Beschwerden. Das zeigen auch unsere Gesundheitsdaten aus den Vorjahren“, so Dörner.

Mehr Informationen rund um die Gesundheit im Betrieb gibt es unter www.ikk-classic.de/fk/gb?mc=earned.off.f.oldprint.all.flyer

 

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