Zeit für die Grippeimpfung

2019/2020 gab es 120 Influenza-Fälle in Waldeck-Frankenberg – Impfung besonders während der Corona-Pandemie wichtig

Wiesbaden, 25.09.2020 – Die Grippesaison 2019/2020 fiel im Landkreis Waldeck-Frankenberg mit rund 120 registrierten Fällen schwächer aus als in der Vorsaison 2018/2019, in der es 200 Influenzainfektionen gab. Das berichtet die IKK classic in Hessen anhand von Daten des Robert Koch-Instituts.

Im Vergleich zu den Vorjahren gab es bundesweit einen abrupten Rückgang der Influenzainfektionen im März. „Die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Hygiene- und Abstandsregelungen dürften auch dazu beigetragen haben, dass es ab März weniger Grippeerkrankungen gab. Das heißt aber nicht, dass man diesen Winter auf die Influenza-Impfung verzichten sollte, im Gegenteil“, sagt Sven Keiner von der IKK classic.

Die Impfung gegen die Grippe sei gerade jetzt während der Corona-Pandemie in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: „Zum einen kann sie die Risikogruppen schützen. Zum anderen trägt sie dazu bei, dass weniger Patienten einen Arzt aufsuchen, mit Symptomen vorsorglich in Quarantäne gehen oder im Krankenhaus behandelt werden müssen“, erklärt Sven Keiner.

Die Grippe ist vor allem für Menschen mit Grundkrankheiten oder einem schwachen Immunsystem gefährlich und kann einen schweren oder gar lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf nehmen. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung für alle Risikopatienten, zu denen Menschen über 60 Jahren, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen zählen.

Die Impfbeteiligung der Risikogruppen war in der Vergangenheit jedoch sehr gering. In der Grippesaison 2018/2019 lag sie bei den über 60-Jährigen nur bei 35 Prozent, bei Personen mit chronischem Grundleiden zwischen 20 bis 50 Prozent.

Die IKK classic empfiehlt, sich von seinem Hausarzt beraten zu lassen. Für die genannten Risikopatienten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Impfkosten. Personen, die nicht dazu zählen und eine Influenzaimpfung wünschen, sollten sich vorher wegen der Kostenübernahme mit ihrer Krankenkasse in Verbindung zu setzen.

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