Mehr pflegebedürftige Menschen in Wiesbaden

Die Zahl der Leistungsempfänger steigt innerhalb von zwei Jahren um 20,5 Prozent auf 11.947 – Die Hälfte der Pflegebedürftigen wird von Angehörigen betreut

Wiesbaden, 20.01.2021 – 11.947 Menschen aus Wiesbaden haben Ende 2019 Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erhalten. Das waren 2.030 (20,5 Prozent) mehr als im Jahr 2017, berichtet die IKK classic anhand aktueller Daten des Hessischen Statistischen Landesamtes.


„Der demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung tragen dazu bei, dass die Zahl der Pflegebedürftigen seit Jahren ansteigt. Dank gesetzlicher Maßnahmen können zudem mehr Menschen Leistungen in Anspruch nehmen“, sagt Daniel Veith, mobiler Pflegeberater der IKK classic in Wiesbaden.


Im Jahr 2019 wurden in der Landeshauptstadt 2.153 pflegebedürftige Menschen in vollstationären Pflegeeinrichtungen und 3.110 von ambulanten Pflegediensten zu Hause betreut. 618 Menschen hatten Anspruch auf einen sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat.
„Deutlich zugenommen hat die Anzahl der Pflegegeldempfänger, die ausschließlich von Angehörigen betreut werden. Sie ist in Wiesbaden zwischen Dezember 2017 und Dezember 2019 um 23,5 Prozent auf rund 6.060 gestiegen“, sagt Veith.


In den Erstgesprächen mit Hilfsbedürftigen und deren Angehörigen zeigt sich laut Veith, dass das Thema Pflege für viele „Neuland“ ist. „Solange alles in Ordnung ist, ist Pflege für viele ein Tabuthema. Auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein ist schließlich kein schöner Gedanke.“


Wenn er die Versicherten zu Hause besuche, warteten meist ältere Menschen auf ihn. Hinter den Türen treffe er aber auch auf junge Frauen oder Männer, deren Leben durch einen Unfall oder eine plötzliche Krankheit von heute auf morgen auf den Kopf gestellt worden sei. Manchmal öffneten auch die Eltern von betroffenen Kindern die Tür. „Pflegebedürftigkeit ist keine Frage des Alters“, betont Veith. Daher sei es auch sinnvoll, sich mit dem Thema frühzeitig auseinanderzusetzen.


„Eine Patientenverfügung regelt beispielsweise, welche ärztlichen Maßnahmen zur medizinischen Versorgung man wünscht oder ablehnt, wenn bei einer schweren Krankheit oder nach einem Unfall der eigene Wille nicht mehr geäußert werden kann“, so der Pflegeberater. Eine solche Erklärung schütze auch Angehörige vor schweren Fragen und Entscheidungen, deshalb sollten diese bereits bei der Erstellung der Patientenverfügung miteinbezogen werden.


Wer eine Beratung benötigt, nach einem geeigneten Pflegedienst oder Pflegeheim sucht, kann sich an die Pflegekasse seiner Krankenversicherung wenden.


Weitere Informationen und Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind unter www.ikk-classic.de/pflege zu finden.


Die IKK classic ist mit mehr als drei Millionen Versicherten das führende Unternehmen der handwerklichen Krankenversicherung und eine der großen Krankenkassen in Deutschland. Die Kasse hat rund 8.000 Beschäftigte an 160 Standorten im Bundesgebiet. Ihr Haushaltsvolumen beträgt über 12 Milliarden Euro.

 

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