Wieder mehr Norovirus-Fälle im Landkreis Fulda

Bislang 44 Magen-Darm-Erkrankungen durch das Norovirus – Pandemiemaßnahmen sorgten zwischenzeitlich für Rückgang

Wiesbaden, 10.03.2022 – In diesem Winter haben durch das Norovirus verursachte Magen-Darm-Infektionen wieder zugenommen. Zwischen Oktober 2021 und Februar dieses Jahres erkrankten im Landkreis Fulda 44 Menschen. Im gleichen Zeitraum 2020/2021 wurden hingegen nur 6 Fälle registriert. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts hervor, welche die IKK classic ausgewertet hat.

„Die Daten deuten darauf hin, dass die Kontaktbeschränkungen, Hygienemaßnahmen und Schul- und Kitaschließungen vor rund einem Jahr auch zu deutlich weniger Erkrankungen mit dem Norovirus geführt haben“, sagt Janine Fiskus, Gesundheitsmanagerin der IKK classic. Zwar schwanke die Zahl der Erkrankungen grundsätzlich von Winter zu Winter, in den Jahren vor der Pandemie seien aber wesentlich mehr Infektionen registriert worden. Mit den Lockerungen, etwa für Geimpfte, sowie den Schul- und Kitaöffnungen nach den Sommerferien sei die Zahl nun wieder gestiegen.

„Die Krankheit ist unangenehm, verläuft in den meisten Fällen aber harmlos. Sie wird häufig über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch oder indirekt durch Kontakt mit verunreinigten Gegenständen, wie etwa Türklinken oder Treppengeländern, übertragen. Eine Tröpfcheninfektion über die Luft ist aber auch möglich“, erklärt Janine Fiskus. Damit Erkrankte andere nicht anstecken, sollten sie sehr auf Hygiene achten, sich regelmäßig die Hände waschen und, wenn möglich, eine eigene Toilette benutzen.

Noroviren zählen zu den häufigsten Erregern von Magen-Darm-Infekten und verbreiten sich vor allem in den kälteren Herbst- und Wintermonaten. Die Inkubationszeit beträgt nur wenige Stunden. Eine Norovirus-Infektion verläuft schnell und heftig mit Erbrechen, Durchfall und gelegentlichem Fieber. Diese akuten Symptome halten in der Regel ein bis drei Tage an, ansteckend ist das Virus aber mindestens noch zwei Tage nach Abklingen der Beschwerden. Wegen des hohen Flüssigkeitsverlusts sollten Betroffene ohne Vorerkrankungen reichlich trinken. Kinder, Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke reagieren oft besonders empfindlich auf den Flüssigkeitsverlust, daher sollten sie frühzeitig einen Arzt zu Rate ziehen.

 

 

* Die Daten stammen aus der Gesundheitsdatenbank des Robert Koch-Instituts (https://survstat.rki.de/).

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