„Milchzähne bleiben länger als viele denken“

Warum die richtige Mundpflege schon ab dem ersten Zahn wichtig ist – Jetzt Zahnarztbesuche für 2023 planen

Wiesbaden, 23.01.2023 – Den Satz „Mein Zahn tut weh“ hören Eltern nicht selten. Denn nur rund die Hälfte der Kinder unter sechs Jahren ist kariesfrei. Etwa jedes zehnte Kind unter drei Jahren ist von frühkindlicher Karies betroffen. Meist wird dann gebohrt, nicht selten müssen erkrankte Zähne sogar gezogen werden.

„Wer denkt Karies sei bei Milchzähnen nur halb so wild, vergisst, dass viele Milchzähne erst nach einem guten Jahrzehnt ausfallen“, sagt Christina Vorbeck vom Fachbereich Prävention der IKK classic.

Gefahr für bleibende Zähne

Während die Schneidezähne etwa mit Beginn des Schulalters anfangen zu wackeln, fallen die letzten Milchbackenzähne im Schnitt erst im Alter von zwölf Jahren aus. Deshalb sollten Eltern bereits ab dem ersten Zahn auf eine gute Mundhygiene achten. „Karies im Milchzahngebiss erhöht auch deutlich das Risiko für Karies an den bleibenden Zähnen. Deshalb sollten die Zähne von klein auf täglich mit einer Kinderzahnpasta geputzt werden“, empfiehlt Christina Vorbeck.

Karies ist ansteckend

Karies entsteht durch Säure, die sich aus Zucker bildet und den Zahnschmelz, der besonders bei Milchzähnen anfällig ist, angreift. Deshalb gehören beispielsweise zuckerhaltige Getränke keinesfalls in die Nuckelflasche. „Was viele nicht wissen: Karies kann ansteckend sein. Deshalb spielt auch die eigene Zahnpflege der Eltern eine Rolle“, so Christina Vorbeck. „Die Kariesbakterien der Erwachsenen können über Speichelkontakt, beispielsweise durch das Abschlecken des Löffels oder des Schnullers, auf das Kind übertragen werden“.

Neues Jahr – neue Zahnarzttermine

Karies gilt als häufigste chronische Krankheit im Vorschulalter, deshalb ist eine professionelle Vorsorge wichtig. Eltern sollten mit ihren Kindern etwa ab dem 6. Lebensmonat einen Zahnarzttermin vereinbaren. „Die Untersuchung beinhaltet unter anderem einen Check der Mundhöhle und die Beratung zu Ernährung und Mundhygiene. Bei besonders kariesgefährdeten Kindern übernehmen wir die Kosten für eine Zahnbehandlung mit Fluoridlack, der den Zahnschmelz widerstandsfähiger macht“, sagt Christina Vorbeck.

Die Krankenkasse übernimmt ab dem 6. bis zum 33. Lebensmonat drei Früherkennungsuntersuchungen und weitere drei bis zum Ende des 5. Lebensjahres. „Danach übernehmen und empfehlen wir bis zum 18. Lebensjahr die zahnärztliche Vorsorge zweimal im Jahr. Die Zähne können mit einer Härtung des Zahnschmelzes und mit einer Versiegelung der großen Backenzähne gestärkt werden. Zudem bezuschussen wir eine professionelle Zahnreinigung oder eine Glattflächenversiegelung bei Kindern, die eine Zahnspange haben“.

Profilbild Pressereferent Sven Keiner © IKK Classic

Hessen

Sven Keiner
Pressereferent

Tel.: 0611 7377-450013
Fax: 0800 4558 888-413

sven.keiner@ikk-classic.de
twitter.com/IKKcl_Presse_HE