Jetzt an Impfvorsorge für 2017 denken

Impfen bleibt eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen

Hannover, 10.01.2017. Viele Infektionskrankheiten gelten in Deutschland als ausgerottet. Dennoch bleibt Impfen eine wichtige Vorsorgemaßnahme. Erreger können zum Beispiel aus anderen Ländern eingeschleust werden und sich ausbreiten. Einige Infektionskrankheiten wie Masern oder Windpocken treten nicht mehr ausschließlich bei Kleinkindern auf, sondern verschieben sich immer mehr ins spätere Lebensalter. Dies hat zur Folge, dass häufiger ältere Kinder und Erwachsene erkranken. Bei ihnen verlaufen diese „Kinderkrankheiten“ meist viel komplikationsreicher.

Impfen ist freiwillig – aber wichtig

„Die großen Erfolge der Impfungen in der Vergangenheit haben viele sorglos werden lassen“, warnt Thomas Wiechert von der Krankenkasse IKK classic. Eltern von Kindern im Impfalter kennen oft die Gefahren der Infektionskrankheiten nicht mehr aus eigenem Erleben. Deshalb haben viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene keinen vollständigen Impfschutz mehr. Die Folgen: Infektionskrankheiten können wieder zunehmen. Mit einer Impfbeteiligung der Kinder von durchschnittlich 50 bis 75 Prozent gehört die Bundesrepublik in Sachen Impfschutz im internationalen Vergleich zu den Entwicklungsländern. Jedes fünfte Kind und fast jeder zweite Erwachsene ist hier zu Lande ohne ausreichenden Impfschutz. Nach einer meist sehr guten Grundimmunisierung im Säuglings- und Kleinkindalter fehlen älteren Kindern und Jugendlichen oft die wichtigen Auffrischungsimpfungen oder neu empfohlenen Impfungen.

Deutsche überschätzen ihren Impfstatus

Befragungen haben zudem ergeben, dass die Mehrzahl der Deutschen ihren Impfschutz überschätzt: 90 Prozent glauben, dass sie zum Beispiel gegen Tetanus ausreichend geimpft sind. Laut Statistik vergessen jedoch die meisten, diesen Impfschutz rechtzeitig auffrischen zu lassen. Dabei ist Impfen ein relativ einfaches und bewährtes Mittel, um sich selbst, aber auch andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Die IKK classic rät daher zu einem regelmäßigen Blick in den Impfpass „Zu Jahresanfang sollte abgeklärt werden, ob für das laufende Jahr Impftermine anstehen. Wer unsicher ist, ob ein ausreichender Impfschutz besteht, sollte mit seinem Hausarzt Rücksprache halten“, so Wiechert. Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut empfohlenen Schutzimpfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Weitere Informationen sowie einen aktuellen Impfkalender zur Orientierung gibt es im Internet unter www.impfen-info.de.

Niedersachsen

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