Anstieg von Campylobacter-Infektionen in Niedersachsen – auch in der Region Hannover

Ansteckung mit Magen-Darm-Erreger im Sommer besonders häufig – Ursache ist auch mangelnde Hygiene beim Grillen – IKK classic gibt Tipps

14.09.2018 - In Niedersachsen sind in diesem Jahr bis Mitte August (Ende KW 33) bereits bei 3.731 Personen Infektionen mit dem bakteriellen Erreger Campylobacter festgestellt worden, gut ein Drittel davon (= 1.245) wurden seit Anfang Juli diagnostiziert. Im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor waren 3.455 Niedersachsen deswegen in ärztlicher Behandlung, insgesamt also 8 Prozent weniger. In der Region Hannover ist die Zahl der gemeldeten Campylobacter-Infektionen in diesem Jahr ebenso angestiegen: Bis Mitte August wurden 629 Infektionen gezählt, 69 mehr als 2017 (= 560). Das teilt die Krankenkasse IKK classic mit, die dafür aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts ausgewertet hat

„Die Bakterien Campylobacter gehören zu den häufigsten Erregern von durch Lebensmittel verursachten Magen-Darm-Erkrankungen“, erklärt Peter Rupprecht von der IKK classic. „Sie können Fieber, quälende Bauchschmerzen, Übelkeit und starken Durchfall verursachen.“ Auch wenn die Beschwerden mitunter stark sein können, konsultiert aber nicht jeder Erkrankte einen Arzt. Deshalb wird die tatsächliche Anzahl der Infektionen höher sein, als die offiziell gemeldete.

Auch beim Grillen auf Hygiene achten

„Die Hauptinfektionsquellen mit Campylobacter sind rohes und nicht durchgegartes Geflügel und Hackfleisch“, sagt Rupprecht. Das erkläre auch, warum die Infektionsrate im Sommer nach oben schnellt: Dann ist Grillsaison in Deutschland. Die IKK classic erinnert deshalb daran, auch beim Grillen im Freien ausreichend Hygiene walten zu lassen. „Beim Grillen geht es rustikal zu und man achtet nicht so sehr darauf, die Hände nach dem Kontakt mit rohem Fleisch zu waschen“, sagt Rupprecht. „Das sollte man aber unbedingt machen, um nicht andere Lebensmittel, wie Salate oder Brot mit gefährlichen Keinem zu verunreinigen. Ist kein sauberes Wasser in der Nähe, helfen desinfizierende Feuchttücher.“ Zudem sollten Kochutensilien, wie Grillzangen, Messer und Schneidebretter, die für die Zubereitung von Fleisch vorgesehen sind, auch nur dafür verwendet werden. Rohes Fleisch gehört in eine Kühlbox, bis es auf dem Grill landet, denn es kann leicht verderben. Lebensmittelfachleute empfehlen eine Temperatur von unter 7 Grad Celsius für die Lagerung. Damit sind krankmachende Keime ausgebremst. Wenn dann noch darauf geachtet wird, dass gerade Hackfleisch und Fleisch von Geflügel vor dem Verzehr komplett durchgegart ist, steht dem Barbecue-Genuss nichts im Weg.

Niedersachsen

Peter Rupprecht
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